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Im Garten mit: Franca Mangiameli (Ernährungsberaterin und Buchautorin)

Franca Mangiameli – Foto: systemed

Im Herbst 2018 erscheint „Das große LOGI-Grillbuch“ von Franca Mangiameli im Taschenbuchformat. Die zertifizierte Ökotrophologin verfasste es zusammen mit ihrer Kollegin Heike Lemberger. Zum Thema Low-Carb hat sie bereits zuvor einige Kochbücher herausgegeben. Die TV-Zuschauer kennen sie außerdem als Ernährungsexpertin aus verschiedenen Abnehm-Shows („BigDiet“ und „Diät-Duell“) oder Gesundheitsjournalen.

 

Frau Mangiameli, Grillen und Diät – wie passt das zusammen? Beim BBQ geht es den meisten Menschen doch vor allen um Genuss.

Mangiameli: Die LOGI-Methode und Grillgenuss sind überhaupt kein Widerspruch. LOGI ist eine Ernährung, die Kohlenhydrate reduziert, also Brot, Kartoffeln, Nudeln und natürlich Süßes, jedoch einen großzügigen Umgang mit Eiweiß und hochwertigen Fetten erlaubt. Die Basis der LOGI-Ernährung sind ballaststoffreiche Wasserlieferanten, sprich Gemüse, Salat, Pilze und zuckerarme Früchte. Erlaubt sind somit alle Zutaten, die man für ein genussvolles Grillvergnügen benötigt. Auch gegen ein kühles Bier oder ein Glas Wein spricht nichts. Allerdings sollte Alkohol in Maßen konsumiert werden und auf Hochprozentiges, gezuckerte Alkoholika und auch auf süße Softdrinks verzichtet man lieber ganz.

 

Sind gegrilltes Fleisch und Fisch dann also per se Low-Carb und LOGI?

Mangiameli: Ja, ein Grillabend mit Fisch und Fleisch ist Low-Carb, solange man nicht Unmengen von Baguette und Kartoffelsalat dazu isst. Damit ein Grillteller aber nicht nur Low-Carb, sondern auch LOGI ist, sollte dieser neben Fisch und Fleisch auch immer zur Hälfte aus Gemüse oder Salat bestehen.

 

Das große LOGI-Grillbuch – Foto: systemed

Wen wollen Sie mit Ihrem Buch ansprechen? Grillen ist ja doch eher ein Männerding und für Low-Carb Ernährung interessieren sich zumeist Frauen … Oder ist das ein Klischee?

Mangiameli: Natürlich wollten wir mit dem Buch beide Geschlechter ansprechen. Männer können ja für die eine Seite des LOGI-Tellers sorgen, sprich das eiweißreiche Grillgut – wie Fisch und Fleisch – zubereiten, und die Frauen bestücken die andere Hälfte mit leckeren Gemüsegerichten und Salaten sowie Dips.

 

Was sind die typischen Figur- und Gesundheitssünden am Grill?

Mangiameli: Die schlimmste Kombination für unseren Stoffwechsel ist die aus raffinierten Kohlenhydraten und Fett. Die größte Sünde bei einem Grillabend wäre also beispielsweise das Baguette mit Knoblauchbutter. Auch gezuckerte Fertigsoßen sollte man meiden und lieber zu selbstgemachten Dips wie Aioli oder Guacamole greifen. Und wer beim Alkohol über die Stränge schlägt, darf sich über ein paar Pfunde mehr auf der Waage nicht wundern.

 

Was kommt bei Ihnen privat auf den Rost?

Mangiameli: Ein saftiges Steak oder Lachssteak geht immer – schön mariniert, denn das sorgt dafür, dass Fleisch schön zart und aromatisch wird. Außerdem können Marinaden die Bildung krebserregender Stoffe, die beim Grillen entstehen können, bis zu 80 Prozent reduzieren. Hier haben vor allem Marinaden, die Senf und Rosmarin enthalten, die Nase vorn. Einen ähnlichen positiven Effekt für die Gesundheit erzielt man übrigens auch, wenn man das Fleisch vor dem Grillen für mehrere Stunden in dunkles Bier einlegt. Wenn ich Lust auf vegetarisch habe, kommt bei mir auch schon mal ein Fetakäse auf den Rost. Zudem liebe ich gegrillte Avocados sowie Auberginen, die ich dann mit leckerem Olivenöl anmache. Eine Köstlichkeit sind auch rote Zwiebeln vom Grill, die werden zu einem leckeren Salat mit gutem Balsamicoessig verarbeite.

 

Weitere Informationen: essteam.de

 

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