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Ob maßgeschneidert, als Module oder selbstgebaut – Viele Branchen profitieren vom Trend zur Outdoorküche

BURNOUT-Küchen bestehen aus mehreren Modulen, die individuell zusammengestellt werden können. – Foto: burnout.kitchen

Der Grill ist in den letzten Jahren zum zentralen Ausstattungsstück im Garten geworden. Eine ganze Reihe von Hausbesitzern wollen heute aber noch mehr. Komplette Küchenzeilen im Grünen sind der Traum von vielen. Die Grüne Branche freut´s, denn neben den Grillherstellern profitieren viele weitere Gewerke von dieser Entwicklung.

„An den Garten werden heute dieselben Anforderungen gestellt, wie an die Wohnung. Die Trennung von drinnen und draußen verwischt immer mehr. Das hat eine Studie gezeigt, die wir im letzten Jahr mit der IFH Köln durchgeführt haben“, erläutert Anna Hackstein, Geschäftsführerin des Industrieverbandes Garten (IVG) e.V.. Ein Teil dieses wichtigen Outdoor Living Trends sind die Küchen. Momentan liegen noch keine detaillierten Zahlen vor, wie sich deren Marktanteil entwickelt und welche Umsätze damit gemacht werden. Zahlen gibt es jedoch zum Gesamtmarkt der Grillgeräte, unter den auch die Gartenküchen fallen. Dieser ist derzeit immerhin 1,2 Milliarden Euro schwer und hat sich allein seit dem Jahr 2000 vervierfacht. „Auffällig ist dabei, dass das Gasgrillsegment immer mehr nachgefragt wird“, so Hackstein. „Da in Outdoor Küchen vor allem mit Gas gearbeitet wird, gehen wir davon aus, dass der Anstieg dieser Verkaufszahlen auch mit der vermehrten Nachfrage nach Gartenküchen zusammenhängt.“

Zahlreiche Hersteller bieten mittlerweile ganz unterschiedliche Modelle von Draußenküchen an. Das Material reicht von Edelstahl über Teak, Naturstein und Beton bis zu Kunststoff. Auch bei dem Design ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas Passendes dabei. Einzelne Elemente – vom einfachen Grill über die Spülbecken und Arbeitsflächen bis hin zum exklusiven japanischen Kochfeld – sind bei den meisten Küchen frei kombinierbar. Viele Module gibt es auch auf Rollen, damit sie im Winter ganz einfach in den Keller oder die Garage geschoben werden können. Neben weltweiten Anbietern und Herstellern von Einbaugrillgeräten haben sich in den letzten Jahren auch viele kleinere Manufakturen der Herstellung von Outdoorküchen verschrieben.

 

Die Grillmarke BeefEater vertreibt in Europa exklusiv die Outdoorküchen des australischen Herstellers Fresco Frames. – Foto BeefEater

Selbermacher

Nicht zu unterschätzen ist bei den Gartenbesitzern auch die groĂźe Gruppe der Selbermacher. Sie kaufen keine fertigen KĂĽchenmodule sondern verarbeiten Holz, Metall, Beton oder Steine zusammen mit Grillelementen und SpĂĽlen aus dem Baumarkt und entwerfen so ihre ganz eigenen, individuellen Kochstationen im GrĂĽnen. Somit wird das gestiegenen Interesse an GartenkĂĽchen auch ein zunehmend interessantes Thema fĂĽr die Do-it-yourself-Branche. „Kleinmöbel und Upcycling sind neben Outdoor Living und dem Dauertrend BBQ & Garten relevante Umsatzfelder fĂĽr den DIY-Handel“, sagt Dr. Peter WĂĽst, GeschäftsfĂĽhrer beim Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB). „Hobbygärtner und Heimwerker investieren vermehrt in den eigenen Garten. Dies belegten die aktuellen Umsatzzahlen des Gesamtjahres 2017 der Branche: Hier machte die Gesamtheit aller Gartensortimente, bestehend aus den Warengruppen Gartenausstattung, Gartenmöbel, Gartengeräte/Be- und Entwässerung, Lebend GrĂĽn und Gartenchemie/Erden/Saatgut mit einem Umsatz von 4,16 Milliarden Euro rund 22,5 Prozent des gesamten Jahresumsatzes aus. Dazu kommen noch die Umsätze mit Baustoffen, die im Garten – auch fĂĽr OutdoorkĂĽchen – verbaut werden.“

 

Jede CUBIC Outdoor Kitchen wird individuell angefertigt. – Foto: herrenhaus-design.de

Vom Bodenbelag bis zur Beschattung

Landschaftsgärtner und -architekten profitieren ebenfalls vom Outdoor Living Trend. Viele GaLaBau-Betriebe bieten in ihrem Leistungskatalog mittlerweile den Aufbau der DrauĂźenkĂĽchen an. Vor allem ist diese Berufsgruppe aber damit beschäftigt, die richtigen Voraussetzungen fĂĽr das Aufstellen einer KĂĽche im GrĂĽnen zu schaffen. An erster Stelle steht hier der Bodenbelag, der in jedem Fall fest sein muss und aus Steinplatten, Betonfundament oder Holz besteht. Aber auch fĂĽr die passende Ăśberdachung, einen Windschutz und ggf. fĂĽr Strom- und WasseranschlĂĽsse können Landschaftsgärtner sorgen. „Wichtig ist, dass sich die OutdoorkĂĽche harmonisch in den Garten einfĂĽgen und sich die Besitzer dort wohlfĂĽhlen“, so Dr. Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V.. „Besonders schön ist es, wenn sich an die KĂĽchenzeile ein Bereich mit groĂźem Esstisch und stimmungsvollen Lichtinstallationen anschlieĂźt. Integrierte Lautsprecher runden das ausgelassene FreiluftgefĂĽhl ab. Auch eine gut geplante Bepflanzung trägt wesentlich zum entspannten Ambiente bei. Umgeben von Hecken und beschattet von Bäumen lässt sich das Leben und Kochen drauĂźen wunderbar genieĂźen.“

 

OutStanding bietet verschiedene Küchenmodelle mit Gas- oder Kohlegrill. Zudem gibt es Module wie diesen OS Exklusive Gascook, der sich für Kochtöpfe oder Woks eignet. – Foto: out-standing.dk

spoga+gafa 2018

In Halle 8 präsentiert die spoga+gafa in diesem Jahr zum zweiten Mal die Outdoor Kitchen Welt. Das Format zeigt die puristischen, klaren und modernen Möbel, Accessoires und Geräte verschiedenster Anbieter von Außenküchen aus aller Welt – von der exklusiven Manufaktur bis um Globalplayer.

Und auch beim Praxistag Garten für Planer und Unternehmer am Montag, den 3. September, spielt das Thema Outdoorküche in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Der Landschaftsgärtner Michael Kupka spricht im Programmpunkt „Genießen im Freien“ über die Planung von hochwertigen Outdoorküchen.

 

Weitere Informationen: spogagafa.de

 

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