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Gutes Raumklima, höhere Luftfeuchtigkeit, weniger Schadstoffe… Starke Verkaufsargumente für Zimmerpflanzen im Winter

Anthurien – Foto: anthuriuminfo

Ein in den Wintermonaten weit verbreitetes Problem in geschlossenen Räumen ist die Heizungsluft, die zu einer Austrocknung der Schleimhäute führt. Viren und Bakterien – Auslöser für Infektionskrankheiten wie Erkältung und Grippe – können so leichter über die Atemwege in den menschlichen Organismus eindringen. Augenbeschwerden, Bindehautentzündungen und Hautirritationen sind außerdem oft Folge einer zu trockenen Raumluft…

Am einfachsten und natürlichsten verbessert man das Raumklima während der Heizperiode mit Zimmerpflanzen: Denn mehr als 90 Prozent des Gießwassers, mit denen man die Gewächse versorgt, wird über die Spaltöffnungen in den Blättern als Wasserdampf in die Raumluft abgegeben. Besonders effektiv übernehmen Pflanzen diese Aufgabe, die viel Flüssigkeit benötigen – beispielsweise die Zimmerlinde (Sparmannia africana) oder das Zypergras (Cyperus alternifolius).

Eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgt auch dafür, dass sich schwebende Staubpartikel – die häufig Träger von Schadstoffen sind – verringern. Durch die Feuchtigkeit werden die Partikel schwerer, setzen sich schneller ab und lassen sich so beim Putzen gut entfernen. Vor allem in Büroräumen, in denen die Lüftungsventilatoren der Computer die Staubpartikel ständig in die Atemluft aufwirbeln, ist das ein wichtiger Aspekt. Zudem werden Wohn- und Arbeitsräume von uns als wärmer und behaglicher empfunden, in denen eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht. Ergo: Wer für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden sorgt, fühlt sich nicht nur wohler und lebt gesünder, sondern kann nebenbei sogar noch Heizkosten sparen. Am Point of Sale spielen die positiven Eigenschaften, die Zimmerpflanzen auf das Raumklima haben, erstaunlicherweise nur selten eine Rolle und werden kaum thematisiert. Dabei wären es doch gerade in der kalten Jahreszeit gute Verkaufsargumente, mit denen Baumärkte und Gartencenter bei ihren Kunden punkten könnten.

Gutes Raumklima dank Zimmerpflanzen – Foto: Air So Pure

Mehrwert in den Vordergrund rĂĽcken

Ganz anders macht es dagegen eine Gruppe niederländischer Gärtner, die sich vor einigen Jahren unter dem Namen „Air So Pure“ zusammengeschlossen hat und Zimmerpflanzen für den internationalen Markt produziert. Sie züchten vor allem Gewächse, die nicht nur dekorativ sind, sondern für den Käufer einen echten Mehrwert haben. Dass Pflanzen bei der Photosynthese CO2 in lebenswichtigen Sauerstoff verwandeln, weiß jeder.

Aber einige können noch mehr: Sie bauen Schadstoffe wie Formaldehyd oder Benzol ab. Die Raumluft in unseren Wohnungen oder Arbeitsplätzen ist mit solchen flüchtigen organischen Verbindungen oft stärker verunreinigt, als wir es für möglich halten. Denn Möbel, Bodenbeläge, Anstriche und synthetische Stoffe in Baumaterialien geben sie unbemerkt an die Umgebung ab. Die Empfindlichkeit von Menschen gegenüber diesen Luftschadstoffen ist individuell verschieden. Manche reagieren bereits auf geringste Mengen mit Atembeschwerden, Schlafstörungen und verringerter Leistungsfähigkeit. Zwar ist regelmäßiges Lüften hilfreich, um ein gesundes Klima in geschlossenen Räumen zu schaffen, wer darüber hinaus etwas für seine Gesundheit tun möchte, setzt auf die richtigen Zimmerpflanzen. Das rückt „Air So Pure“ bei seiner Kommunikation und dem Marketing ganz klar in den Vordergrund.

Kalanchoë – Foto: GPP

Hohe Entgiftungskapazität

Bereits in den 1980er Jahren forschte die zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft NASA, wie man die Luft in Raumstationen verbessern kann. 1989 veröffentlichte sie die „Clean Air Study“ mit einer Liste von Gewächsen, mit deren Hilfe sich die Konzentration von Schadgasen effektiv verringern lässt. Eine hohe Entgiftungskapazität haben beispielsweise das Einblatt (Spathiphyllum), das Zimmerefeu (Hedera helix), der Drachenbaum (Dracaena marginata), Anthurien (Anthurium) oder Kalanchoë.

 

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