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Die umweltfreundliche Alternative zum Streusalz: Splitt oder Granulat

Winter – Foto: R. Moers

Um der Rutschgefahr bei Eis und Schnee entgegenzuwirken, müssen Grundstückseigentümer im Winter auf Gehwegen und Zufahrten ihrer Räum- und Streupflicht nachkommen. Als Alternative zu auftauenden Mitteln wie Salz gibt es im Handel dafür eine ganze Reihe umweltfreundlichere Streumittel.

Als Streusalz wird überwiegend Natriumchlorid verwendet. Daneben kommen aber in einigen Produkten auch Calcium- und Magnesiumchlorid oder andere Salze zum Einsatz. Die Menge des in Deutschland jährlich auf Verkehrswegen ausgebrachten Streusalzes hängt stark von der Witterung ab. In den letzten zehn Jahren waren es durchschnittlich etwa 1,5 Millionen Tonnen. In vielen Gemeinden ist der private Einsatz von Streusalz allerdings explizit verboten und kann sogar mit einem Bußgeld bestraft werden. – Lediglich bei hartnäckigen Vereisungen und an Gefahrenstellen wie beispielsweise Treppen ist zum Teil die sparsame Verwendung erlaubt.

Der Grund: Streusalz hat erhebliche Folgen für die Umwelt. Ein Teil gelangt mit dem Schmelzwasser über die Kanalisation in Bäche oder Flüsse. Der andere versickert direkt in den Böden. Hier kann das Salz sich über viele Jahre anreichern und zu Vegetationsschäden führen. Den Pflanzen wird bei einem überhöhten Salzgehalt die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser erschwert. Langfristig führt diese Mangelversorgung zu einer verstärkten Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Auch wichtige Bodenorganismen wie Pilze werden durch das Salz beeinträchtigt. Bei Tieren kann das Streusalz außerdem zu Entzündungen der Pfoten führen. Es greift aber auch Materialien von Fahrzeugen und Bauwerke aus Beton und Ziegelstein an.

Glatteisbremse – Foto: gpi GmbH & Co. KG

Das Umweltbundesamt empfiehlt, als Alternative zum Salz abstumpfende Streumittel zu verwenden. Diese schmelzen das Eis nicht, sondern verringern die Rutschgefahr indem sie sich mit der Glätteschicht verzahnen und so die Griffigkeit erhöhen. Sie bestehen vor allem aus gebrochenem Gestein (Splitt) oder Kalksteingranulat. Sofern der Schwermetallgehalt gering ist, führt der Einsatz von Splitt kaum zu Beeinträchtigungen von Gewässern, Böden oder der Vegetation. Um eine ausreichende Wirkung zu erzielen, sollten abstumpfende Mittel aber mit einer hohen Streudichte ausgebracht werden. 100 Gramm pro Quadratmeter werden empfohlen. Am Ende des Winters lassen sie sich ganz einfach auffegen und entsorgen. Kalksteingranulat kann sogar als Bodenverbesserer im Garten ausgebracht werden.

 

Für umweltfreundliche, salzfreie Streumittel wird in Deutschland das Umweltzeichen „Blauer Engel“ vergeben.

Weitere Informationen dazu unter: www.blauer-engel.de

 

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