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3 Fragen an: Andreas Löwer (Löwer GmbH)

Andreas Löwer (2. v.l.) beim TASPO Award 2017 – Foto: Andreas Schwarz / taspoawards.de

In insgesamt 17 Kategorien wurden bei einer großen Gala in Berlin Ende Oktober 2017 die Besten der Besten in der Grünen Branche mit den TASPO Awards ausgezeichnet. Der spoga+gafa Award „Unternehmergeführtes Gartencenter des Jahres“ ging an das Familienunternehmen Löwer.

Seit 1991 hat sich das Unternehmen über den Stammsitz Aschaffenburg hinaus entwickelt. Heute gehören zur Löwer-Gruppe fünf Gartencenter sowie ein reiner Anzuchtbetrieb. Andreas Löwer leitet sie zusammen mit seinem Vater Gustav und seinem Bruder Martin.

Herr Löwer, herzlichen Glückwunsch zum TASPO Award 2017. Wie waren Preisverleihung und Feier in Berlin?

Löwer: Klasse! In den vergangenen Jahren haben wir die Veranstaltung schon besucht. In diesem Jahr waren wir nun tatsächlich in drei Kategorien nominiert. Dann auch noch mit einem Award ausgezeichnet zu werden, ist schon ein ganz besonderes Erlebnis. Die Preisverleihung war wirklich top organisiert. Ein großes Lob an die TASPO sowie die Sponsoren des Awards und nochmals vielen Dank!

 

Löwer Gartencenter am Standort Goldbach bei Aschaffenburg – Foto: Löwer

Mit dem Neubau des Gartencenters am Standort Goldbach bei Aschaffenburg hat Löwer einen Paradigmenwechsel vollzogen: Hin zu „Pflanze first“. Können Sie das Konzept kurz beschreiben?

Löwer: Es sind schon ein paar Dinge, die wir bei unserem neuesten Projekt in Goldbach grundlegend anders gemacht haben. Der Neubau wurde buchstäblich „um die Pflanzen herumgebaut“. Zu dem Kerngeschäft unserer Gartencenter gehört immer noch die Eigenproduktion. 4,2 Millionen Saisonpflanzen in eigenen Kulturtöpfen werden jedes Jahr gezogen. Es ist uns wichtig, dass der Kunde weiß, dass er bei uns Pflanzen von der Gärtnerei Löwer bekommt, statt Produkte von der Stange. Wir möchten daher auch in erster Linie als Gärtner und nicht nur als Verkäufer wahrgenommen werden. Aus diesem Grund gibt es bei uns das separate Saisonabteil, in dem sich die Kunden direkt aus der Kulturfläche bedienen. Damit sie die Größe des Sortimentes und der Gewächshäuser erfassen und erleben können, haben wir auf eine zwanghafte Wegeführung verzichtet. Entscheidend ist bei so einem Gebäude natürlich, dass sich die Pflanzen wohlfühlen und optimal entwickeln. Daher geben wir ihnen mehr Platz und helfen auch technisch wo es geht. Anzucht, Überdachung der Stauden und Kalthäuser sind beispielsweise mit einem UV-durchlässigen Glas eingedeckt. Das sorgt für gedrungenes Wachstum und eine bessere Blatt- und Blütenausfärbung.

 

Ein schönes Projekt der Gärtnerei Löwer Goldbach sind auch die „Green Codes“, die man an den Pflanzenschildern im Geschäft findet und die zusammen mit einer Schule erstellt wurden. Welche Idee steckt dahinter?

Löwer: Seit einigen Jahren unterstützen wir einen Bionik-Kurs, der für besonders begabte Gymnasiasten am bayerischen Untermain angeboten wird. Die Kinder und Jugendlichen lernen dort, was Wissenschaft und Technik sich von der Natur abschauen können und wie man Pflanzen als Inspirationsquellen für neue Erfindungen nutzen kann. Zum Beispiel: „Was ist eigentlich der Lotus-Effekt?“, „Was kann ein Brückenbauer von einem Kaktus lernen?“ oder „Pflanzen als Vorbild für bessere Warmwasserabsorber?“ … Die „Green Codes“ sind eine Fortführung des Projekts. In ihrer Freizeit haben die Schüler kurze Videos gedreht, in denen sie diese Fragen beantworten und Phänomene aus der Natur erklären. QR-Codes, die wir bei den entsprechenden Pflanzen angebracht haben, leiten unsere Kunden nun direkt zu diesen interessanten Erklärvideos.

 

 

 

Weitere Informationen: gaertnerei-loewer.de und taspoawards.de/gewinner

 

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