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(gartenplus – die gartenarchitekten)

3 Fragen an: Bernd Franzen
(gartenplus – die gartenarchitekten)

gartenplus-Team: (v.l.) Sebastian Spittka, Bernd Franzen und Simon Leuffen - Foto: Michael Reuter
gartenplus-Team: (v.l.) Sebastian Spittka, Bernd Franzen und Simon Leuffen – Foto: Michael Reuter

Bernd Franzen studierte nach seiner Gärtnerlehre Landschaftsarchitektur in Essen. Zusammen mit Simon Leuffen und Sebastian Spittka leitet er heute das Planungsbüro gartenplus – die gartenarchitekten, das für Privat- und Geschäftskunden Neu- und Umgestaltungen von Gärten durchführt. Franzen schreibt für verschiedene Gartenmagazine und war als Experte an der RTL-Produktion „Mein Garten“ beteiligt. Gerade ist sein neues Buch „Traumgarten-Konzepte: Perfekte Einheit von Haus und Garten“ erschienen.

Herr Franzen, in Ihrem Buch werden viele wunderschöne Aufnahmen perfekter Gärten gezeigt. Inwiefern unterscheidet es sich dennoch von anderen Gartenbüchern?
Franzen: Da es sich bei den 33 porträtierten Gärten ausschließlich um Gärten handelt, die in unserem Büro konzipiert wurden, erhält der Leser einen unmittelbaren und umfassenden Eindruck unserer Arbeit als Gartenarchitekten. Bei diesem Schulterblick wird ihm von der Ausgangslage über die Konzeptidee bis zu Material- und Pflanzenauswahl insbesondere das „Warum“ des Designs beantwortet. Warum ist welche Idee entstanden, und warum sind welche Materialien verbaut und Pflanzen gepflanzt worden. Mir persönlich liegen aber auch die Einleitungsgeschichten zu Beginn der jeweiligen Gartenreportage am Herzen, weil es hier menschelt und damit auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Bauherren und uns Gartenarchitekten spürbar wird.

Traumgarten Konzepte – Foto: blv
Traumgarten Konzepte – Foto: blv

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass Haus und Garten eine Einheit bilden?
Franzen: In der Regel prägen geradlinige Grundstücksgrenzen und vor allem die Architektur des Hauses den Garten. Außerdem endet der moderne private Wohnraum nicht an der Hausfassade, sondern an der Gartengrenze. Warum sollte also der Garten eine andere Architektursprache sprechen als das Haus? Und da aus unserer Sicht Design insbesondere durch Konsequenz überzeugt, ist es notwendig, Haus-, Innen- und Gartenarchitektur in Einklang zu bringen. Bei größeren Grundstücken in landschaftlicher Lage dürfen und müssen natürlich auch Landschaftsaspekte im Garten eine Rolle spielen. Im Idealfall bilden also auch Garten und Landschaft eine Einheit, was dem Garten die nötige Authentizität verleiht. Authentizität  – ein Garten der zu den Menschen aber auch zu dem Umfeld passt – ist nämlich mindestens genauso wichtig wie die Einheit aus Haus und Garten.

Wie sieht Ihr ganz persönlicher Traumgarten aus?
Franzen: Hier muss ich unterscheiden zwischen unserem persönlichen Gartenarchitekten-Traumgarten und meinem persönlichen Familienvater-Traumgarten. Unser professioneller Traumgarten ist der, in den wir auch nach Jahren noch eingeladen werden, um uns gemeinsam mit den Bauherren an dem schönen Ergebnis erfreuen zu dürfen.

In meinem Traumgarten zu Hause stehen Rehe in der Wildwiese, spielen Kinder Fußball und es gibt eine Feuerstelle. Im Terrassenbereich steht eine große Außenküche mit Kohlegrill, es hängt eine Hängematte im Baum und es gibt einen Holzsteg am Grundstücksende, wo ein kleiner Bach den Garten begrenzt. Hier ist die Ruhe förmlich greifbar und man kann alle Jahreszeiten fühlen, hören und sehen – die Seele baumeln lassen und genießen. Genuss – das ist wohl der gemeinsame Nenner unseres gartenplus- und meines privaten Traumgartens!

Weitere Informationen: gartenplus.com

 

 

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