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3 Fragen an: Claus Krumpholz (Krumpholz Werkzeugfabrikation)

Die Krumpholz Werkzeugfabrikation ist eine der ältesten und traditionsreichsten familiengeführten Schmiedebetriebe Europas. Diese Tradition hat bereits seit 1799 Bestand und wird bis zum heutigen Tag im Guttenbergerhammer in Oberfranken fortgeführt.

Über 1.200 Artikel führt das Unternehmen im Programm – neben den Gartenwerkzeugen auch Werkzeuge für das Baugewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft. Claus Krumpholz leitet die Fabrik im Frankenwald schon in siebter Generation.

Herr Krumpholz, Sie waren auch auf der diesjährigen Gartenmesse spoga+gafa wieder mit einer großen Auswahl an Neuheiten und Werkzeugen vertreten. Was führt sie immer wieder nach Köln?
Krumpholz: Aufgrund unseres doch sehr exklusiven Angebots sind unsere Kunden vor allem inhabergeführte Gartencenter. Etwa 50 Prozent unserer Produkte vertreiben wir im deutschen Markt, die andere Hälfte weltweit. Auf einer internationalen, fachbezogenen Messe wie der spoga+gafa können wir unsere Kunden und potentielle neue Kunden aus der ganzen Welt an drei Tagen in Köln treffen – ob sie nun aus Kanada, den USA, Israel, Russland oder Südkorea kommen.

Ihre Gartengeräte liegen preislich etwas über dem, was man für viele andere Marken bezahlt. Warum ist das so?
Krumpholz: Qualität hat einfach ihren Preis. Bei uns entstehen die Geräte nicht mithilfe computergesteuerter Roboter, sondern sie werden in alter Tradition handgefertigt – durch erfahrene Handwerker, die den glühenden Stahl zu einmaligen Werkzeugen formen. Auf eine solche Art der Herstellung verstehen sich heute weltweit nur noch wenige Schmiede. Immer mehr Menschen schätzen aber diese qualitativ hochwertigen Gartenwerkzeuge, denn das richtige Werkzeug entscheidet bei der Gartenarbeit häufig über Lust oder Frust. Darüber hinaus sind unsere Produkte besonders langlebig. Wer sich einmal für ein Krumpholz Werkzeug entscheidet, muss sich nicht alle paar Jahre eine neues kaufen. Wir geben auf unsere Geräte eine lebenslange Garantie.

Eine Werkzeugfabrikation wie Ihre benötigt im laufenden Betrieb doch sicher viel Energie. Wie erleben Sie die derzeitige Diskussion um die Strompreiserhöhung und die Subvention für energieintensive Unternehmen in Deutschland?
Krumpholz: Seit Beginn der Schmiedearbeit im Guttenbergerhammer setzt unser Unternehmen auf erneuerbare Energien. Zwei Bäche – der Große und der Kleine Rehbach – werden zur Energiegewinnung genutzt. Bis vor etwa 60 Jahren trieb die Kraft der Bäche noch wasserbetriebene Schmiedehämmer direkt an. Heute verwenden wir zwei große Turbinen zur Stromerzeugung. Unsere Schmiede und sogar das Wohnhaus können also komplett mit selbstproduziertem Strom versorgt werden.

Weitere Informationen: krumpholz1799.de

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