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3 Fragen an: Gerd-Jürgen Müsing (SonnenPartner)

Die Firma Müsing aus Bielefeld gehört zu den größten Strandkorb-Herstellern in Deutschland. Unter der Marke „SonnenPartner” vermarkten zahlreiche Fachhändler im In- und Ausland ihre kleinen Trauminseln. Über die Strandkorbproduktion hinaus bietet „SonnenPartner“ mittlerweile auch ein umfangreiches Sortiment an Gartenmöbeln. Jedes Jahr stellt Gerd-Jürgen Müsing seine neuen Produkte erfolgreich auf der spoga+gafa in Köln vor – und das nun bereits seit einem Vierteljahrhundert!

Herr Müsing, wie kamen Sie auf die Idee, Strandkörbe mitten im Binnenland zu produzieren?
Müsing: Immer, wenn wir früher Urlaub mit unseren Kindern an der Nord- oder Ostsee machten, wollte meine Frau einen Strandkorb für unseren Garten erwerben. Das war jedoch vor 30 Jahren nicht so einfach. Die Strandkorbvermieter wollten nur die ältesten und zum Teil stark beschädigten Strandkörbe abgeben. Und bei den Strandkorbherstellern bekam man nur 08/15-Modelle angeboten. Etwas Individuelles zu bekommen, war sehr schwierig und wenn, auch nur in den Wintermonaten möglich. Damals hatte ich einen Tischlereibetrieb für Innenausbau und allgemeine Tischlerarbeiten. Um meiner Frau ihren Wunsch zu erfüllen – und natürlich auch, weil ich wusste, dass Strandkörbe allgemein sehr beliebt sind – beschloss ich, selber welche herzustellen. In den ersten Jahren wurden wir in Bielefeld dann zumeist belächelt, weil jeder der Meinung war, eine Strandkorbfertigung gehöre an die See. Da wir aber beschlossen, den Strandkorb für die Privatgärten salonfähig zu machen, war der Standort ein klarer Vorteil. Heute beliefern wir Händler und Wiederverkäufer von Sylt bis München – und auch im benachbarten Ausland.

Obwohl solch ein Strandkorb doch ein sehr klassisches Produkt ist, das sich in Funktion und Aussehen in den letzten Jahren nicht sehr verändert hat, schafft es Ihr Unternehmen innovativ zu bleiben und immer neue Modelle auf den Markt zu bringen. Wie machen Sie das?
Müsing: Der Strandkorb ist in diesem Jahr 130 Jahre alt geworden und ganz eindeutig ein Klassiker mit einem großen Bekanntheitsgrad. Trotzdem ist es uns gelungen, durch viele Innovationen den Strandkorb immer weiter zu entwickeln, ohne dabei die Grundformen zu verfremden. All unsere Mitarbeiter lieben Strandkörbe und kommen immer wieder auf neue Ideen, die wir dann an Prototypen auf Machbarkeit oder Tauglichkeit testen. Und natürlich sind auch die Ideen und Wünsche der Kunden für unsere Arbeit immer wieder eine wichtige Anregung.

Seit 25 Jahren stellen Sie Ihre Produkte auf der spoga+gafa in Köln aus. Wie hat sich die Messe in dieser Zeit verändert?
Müsing: Zu Beginn der Strandkorbfertigung haben wir unsere Produkte zunächst nur im Raum Bielefeld verkauft. Nachdem die Fertigung nach zwei Jahren alle Anfangsschwierigkeiten überwunden hatte, haben wir erstmals auf der Kölner Gartenmesse ausgestellt, um den bundesweiten Vertrieb zu starten. Für uns ist die spoga+gafa die Messe, die uns die Kontakte bringt, um weiter expandieren zu können. Auf keiner anderen Messe erreichen wir so viele kompetente Fachbesucher. Meiner Meinung nach hat sich die spoga+gafa besonders positiv entwickelt, nachdem sie vor ein paar Jahren komplett von den alten Messehallen in die neuen umgezogen ist.

Weitere Informationen: sonnenpartner.de

 

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