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3 Fragen an: Sabine Reber (Gartenbuchautorin)

Sabine Reber lebt und arbeitet als freischaffende Schriftstellerin und Gartenpublizistin am Bielersee in der Schweiz. Sie hat diverse Romane, Lyrikbände und Gartenbücher veröffentlicht und wurde u.a. mit dem renommierten Deutschen Gartenbuchpreis ausgezeichnet. Seit 2011 ist sie Gartenkolumnistin der Coopzeitung und des Zürcher Tagesanzeigers sowie der Ringier Zeitschrift Landliebe. Neben ihrer Arbeit als Autorin hält sie Fachvorträge und berät Privateleute und Firmen in Gartenfragen.

Frau Reber, immer mehr Menschen entdecken derzeit ihre Liebe zum Gärtnern, legen Nutzgärten an oder beackern in ihrer Freizeit Brachflächen in der Stadt. Auf der anderen Seite sind aber auch pflegeleichte Gärten ein großes Thema und Rasenroboter erobern immer mehr Flächen. Wie erklären Sie sich diese gegenläufigen Strömungen?
Reber: Die Menschen sind halt verschieden, und es wird immer einige geben, die sich einen sogenannten „pflegeleichten Garten“ wünschen. Aber die berüchtigten Steinwüsten kommen zum Glück nun langsam aus der Mode. Denn langfristig ist ein gescheit angelegter, naturnaher Garten sogar einfacher zu unterhalten, und vor allem ist er für die Bewohner ein interessanter Lebensraum, der wirklich Erholung und einen Ausgleich zum stressigen Alltag bietet. Immer mehr Menschen entdecken die Freude am Gärtnern in all ihren Facetten, ziehen etwas Gemüse und Kräuter, pflanzen vielleicht einen Apfelbaum, säen eigene Blumen. Und wenn jemand Freude hat an einem Rasenroboter, warum auch nicht?

Sie beraten auch Firmen in Gartenfragen. Wie sieht Ihrer Meinung nach der ideale Firmengarten aus?
Reber: Im Prinzip gilt für Firmengärten das Gleiche wie für Privatgärten: Sie sollen ein Lebensraum sein für die Bewohner, in dem Fall für die Angestellten – ein Begegnungsort, ein Ort zum Auftanken, Kommunizieren, auf neue Ideen kommen. Je naturnaher, desto besser. Es kommt natürlich sehr auf die Firma an, und auf deren Größe. Gerade im KMU-Bereich könnte man aber oft schon mit recht einfachen Mitteln viel mehr Lebensqualität am Arbeitsplatz schaffen: Bäume, blühende Sträucher und Stauden, ein gemütlicher Sitzplatz, ein paar Kübel oder Hochbeete mit duftenden Kräutern. Natürlich scheuen kleinere Firmen oft die Kosten. Aber es wäre doch denkbar, dass die Angestellten mal eine gemeinsame Gartenaktion planen. Häufig geben diese Firmen ja viel Geld für Teamevents aus – gemeinsames Gärtnern ist z.B. aber auch genial, um den Teamgeist zu fördern!

Seit einiger Zeit sind Sie Markenbotschafterin des Schweizer Herstellers Ricoter. Wie und warum kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Reber: Ich benutze die Ricoter-Produkte selber schon lange, weil die Qualität stimmt und weil es mir wichtig ist, torffreie Erde zu verwenden. Es ist ja absurd, im eigenen Garten die Umwelt schonen zu wollen und dann anderswo Hochmoore zu zerstören. Viele Leute wissen davon aber nichts und es besteht Aufklärungsbedarf. Inzwischen gibt es ja sehr gute alternative Produkte. Ich hoffe, dass in der Branche nun umgedacht wird. Viele lokale Recyclingprodukte zu verwenden, ist sowieso ein wichtiges ökologisches Kriterium. Und auch die Profis sollten sich langsam daran gewöhnen, dass immer mehr Kunden nachfragen, woher ein Produkt kommt und wie es hergestellt wurde. Ich hatte schon öfter in Aarberg Erde geholt, kannte den Betrieb von Ricoter und wusste, dass sie dort wirklich vorbildlich arbeiten. Weil ich mit der Kampagne ein wenig helfen kann, die Nachhaltigkeit in Gärten zu fördern, habe ich das Angebot, Markenbotschafterin zu werden, gerne angenommen.

Weitere Informationen: sabinesgarten.ch

 

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