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3 Fragen an: Sonja Dümmen (Dümmen Group)

Die Dümmen Group wird in Kürze, als erster Hersteller von Weihnachtssternen weltweit, mit dem begehrten Fairtrade-Siegel zertifiziert. Das Unternehmen will damit seine Nachhaltigkeitsstrategie ausbauen. Zukünftig liefern die Rheinberger fair gehandelte Weihnachtssterne der Marke Red Fox an internationale Topfpflanzen-Produzenten. Sonja Dümmen ist Marketingleiterin der Dümmen GmbH und Fairtrade-Projektleiterin.

Frau Dümmen, was sind die Beweggründe der Dümmen Group, Weihnachtssterne aus Ihrer Farm RED FOX Ethiopia bald als Fairtrade-Produkt anzubieten?
Dümmen: Das Fairtrade-Siegel macht für uns sichtbar, wie wir arbeiten und was wir vertreten. Es dokumentiert kontrollierte Arbeitsbedingungen und bewussten Umgang mit Pflanzenschutz und Umwelt. Aber was am wichtigsten ist: Es unterstützt die Leute vor Ort in Äthiopien. Über Fairtrade haben wir die Möglichkeit, zehn Prozent des Umsatzes direkt vor Ort im Sinne der Menschen zu investieren. Der Verbraucher, der hier in Europa bewusst einkauft, unterstützt das mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten.

Wie darf man sich einen solchen Zertifizierungsprozess vorstellen? Was sind die Herausforderungen?
Dümmen: Alle Partner in der Kette müssen zertifiziert werden. Es beginnt mit dem Mutterpflanzenbetrieb in Äthiopien, der durch eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft geprüft wird. Aber auch weitere Glieder in der Kette wie der Produktionsstandort in Rheinberg und die Produzenten in Europa, die den Weihnachtssternsteckling großziehen, müssen zertifiziert sein. Da wir die Produktionskette von der Züchtung bis zur fertigen Jungpflanze zentral in einer Hand haben, ist das durchaus machbar. Wir müssen nur Transparenz für Dritte schaffen, was natürlich auch immer administrativen Aufwand mit sich zieht.

Wo sehen Sie ganz konkret die Vorteile für Handel, Gärtnereien und last but not least für die Kunden?
Dümmen: Für den Handel bestehen die Vorteile ganz klar in der Transparenz in der Lieferkette. Er kann Fairtrade-Produkte jederzeit zum Ursprung zurückverfolgen und sich darauf verlassen, dass kontrollierte und zuverlässige Lieferanten hinter dem Produkt stehen. Der Verbraucher kann bewusst kaufen und den Menschen in Afrika helfen, indem er Fairtrade kauft. Auch hier ist Transparenz wichtig. Er sieht wo der Steckling herkommt, aber auch wer in Deutschland oder Europa das Produkt fertig produziert hat. Zudem wird er über die Vorteile für unsere Partnerbetriebe informiert: Die zehn Prozent des Stecklingsertrags werden vor Ort im Ursprungsland eigenständig von den Mitarbeitern für soziale Zwecke verwaltet. Die kontrollierten Produktionsbedingungen schaffen Transparenz und gewährleisten den fairen Prozess.

Weitere Informationen: dummengroup.com

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