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3 Fragen an: Ursel Borstell (Gartenfotografin)

Ursel Borstell studierte an der Folkwangschule Essen Fotografie und Grafik-Design. Seit 1990 zählt sie zu den bekanntesten Gartenfotografinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Fotos erscheinen in Garten- und Wohnzeitschriften sowie in zahlreichen Büchern und Kalendern. Zuletzt ist von ihr das Buch „Geliebte Küchengärten. Eine Reise durchs Schlaraffenland“ im Ulmer Verlag erschienen.

Frau Borstell, warum haben Sie sich auf das Fotografieren von Gärten spezialisiert?
Borstell: Aus Liebe zu Natur und zum Garten und um den Wechsel der Jahreszeiten intensiv erleben zu können. Ich schätze die Kommunikation mit den Gartenbesitzern sowie den kreativen Austausch mit ihnen und liebe es, das Erfahrene und Gesehene dann als Foto einzufangen.

Was macht für Sie ein gutes Gartenfoto aus?
Borstell: Das Gespür für perfektes Licht. In der Natur vorgefundene Situationen werden als Bildkomposition sinnlich und optimal eingefangen. Meine Fotos sollen vermitteln zwischen der Stille am frühen Morgen und der verschwenderischen Farbgestaltung mit Pflanzen. Beim Betrachter sollten die Bilder den Wunsch wecken, diesen Garten sofort besuchen zu wollen.

Für Ihr letztes Buch „Geliebte Küchengärten“ haben Sie zusammen mit der Autorin Christa Hasselhorst sehr unterschiedliche Gärten und ihre Besitzer porträtiert. Was meinen Sie, warum feiern Küchengärten derzeit ein solches Comeback?

Borstell: Unser Umfeld ist heute hochtechnisiert und komplex geworden, deshalb wollen die Leute zum ursprünglichen, einfachen Leben zurück. Die Besitzer eines Küchengartens legen Wert auf eine gesunde Ernährung, die sie so weit wie möglich kontrollieren können. Im Küchengarten kann man ernten und hat sofort den sinnlichen Genuss. Es macht einfach Spaß, mit eigener Hand Gepflanztes und Geerntetes zuzubereiten und zu genießen.

Ursel Borstell stellt ihr Buch „Geliebte Küchengärten“ auf der internationalen Gartenmesse spoga+gafa (31. August bis 2. September in Köln) vor.

Weitere Informationen: ulmer.de

 

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