Come and grow – der Blog der spoga+gafa » Articles by: Leif Hallerbach

Speisen wie im Dschungel: Projekt in Thailand

Ein Restaurant im Stil eines Terrariums: Das „Vivarium“ in Thailand wurde vom Designstudio Hypothesis von einer alten Lagerhalle in eine grĂĽne Oase verwandelt.

Grundlage für das „Vivarium“ war eine ehemalige Industriehalle, die ursprünglich als Traktorenlager diente. Das thailändische Designstudio Hypothesis erkannte das Potential des Gebäudes und gestaltete es zu einem modernen Restaurant mit Industriecharme. Ziel des Projekts war die Verbindung von Alt und Neu sowie die Integration von viel Grün. Für das daraus resultierende Konzept „Vivarium“, das sich in seinem Design an einem Terrarium orientiert, wurde das Projekt mit dem INSIDE Award in der Kategorie Bars und Restaurants ausgezeichnet.

Um den industriellen Charakter des Lagers zu erhalten blieb ein Großteil der vorhandenen Struktur erhalten. Neue und alte Elemente wurden farblich voneinander getrennt: Bestehendes blieb weiß, neues wurde rostrot gestrichen. Das Besondere am „Vivarium“ ist jedoch der großzügige Einsatz von Pflanzen und natürlichen Elementen. Durch eine üppige Begrünung mit Hängepflanzen im oberen Bereich der ehemaligen Industriehalle fühlen Gäste sich an einen Dschungel erinnert. Das Dekor passt sich dem an: Tierfiguren, Äste und Baumwurzeln schmücken die raumhohen Regale zwischen den Tischen und betonen das grüne Ambiente.

Weitere Informationen: hypothesis.co.th

Schwimmender Garten: Projekt fĂĽr New York

Mit dem Grünprojekt „Swale“ wird New York ab Juni um eine Attraktion reicher: Das ungewöhnliche Gewächshaus ist als schwimmende Insel auf dem East River geplant.

Als gemeinnütziges Projekt wird „Swale“ unter anderem von der Verwaltung der New Yorker Parks und von der amerikanischen Küstenwache unterstützt. Die schwimmende Garten-Insel bietet den Bewohnern der Stadt vielfältige Angebote: Neben Spazierwegen durch das Grün soll es eine Eventfläche und einen Garten zur Selbstversorgung mit Obst und Gemüse geben. In dem „Floating Food Forest“ werden Himbeeren und Heidelbeeren zum direkten Verzehr sowie Kohl, Rüben und anderes Gemüse zum Ernten und Mitnehmen angebaut.

Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein der New Yorker im Hinblick auf die Themen Umwelt, Recycling und Nachhaltigkeit zu stärken. Für die Bewässerung der Pflanzen auf der Insel wird das Flusswasser gereinigt. Damit soll das Treib-Haus auch zur Erhaltung des Ökosystems beitragen. „Swale“ wird den gesamten Juni auf dem East River schwimmen. Dabei sind vier feste Stationen von je einer Woche geplant. Getragen wird die künstliche Insel von einer etwa 400 Quadratmeter großen Schwimmplattform aus recycelten Schiffscontainern. Nach dem Auftakt im Juni wird der treibende Garten dauerhaft an einem der New Yorker Ufer andocken.

Weitere Informationen: swaleny.org

GrĂĽnes Mosaik: Ein botanischer Garten fĂĽr Houston

Die Landschaftsarchitekten von West 8 präsentierten kürzlich ihren Entwurf für einen neuen botanischen Garten im texanischen Houston. Unter anderem sind ein Mosaik verschiedener Gärten und eine Baum-Brücke geplant.

Das Gebiet für den geplanten botanischen Garten umfasst 49 Hektar und wird von zwei Armen des Flusses Sims Bayou begrenzt. Mit ihrem Masterplan reagieren die niederländischen Landschaftsgestalter von West 8 auf die lokale Topographie: Der neue Garten wird zwischen den Wasserläufen in die zwei Hauptzonen „Island“ und „Southern Gardens“ unterteilt. Eine doppelstöckige Brücke, deren obere Ebene mit Bäumen bestückt werden soll, verbindet die beiden Areale. Mit dieser Aufteilung und einer Anhebung des gesamten Geländes wird dem wiederkehrenden Hochwasser in Houston begegnet.

Ausgangspunkt für Besucher wird der Bereich „Southern Gardens“. Eine offene, weitläufige Wiesenlandschaft lädt hier zu entspannten Spaziergängen und Picknicks ein. Außerdem verbindet ein Wander- und Radweg entlang des Sims Bayou das Areal mit dem städtischen Wegenetz von Houston. Die Zone „Island“ wird dagegen von Gärten für alle Jahreszeiten geprägt – sowohl mit naturbelassenen als auch kultivierten Flächen. Zusätzlich ist ein Wintergarten für exotische Pflanzen aus tropischen Klimazonen geplant. Für Besucher bietet der neue Botanische Garten auch einen Eventpavillon, Cafés und einen Vortragssaal. Die erste Phase der Umsetzung ist für 2018 geplant.

Weitere Informationen: west8.nl

Pflanzenleuchte: „Mygdal“ von Nui Studio

Nicht an jedem Ort kann Grün gut gedeihen: Gerade an dunkleren Stellen wird es für Pflanzenliebhaber schwierig. Neue Möglichkeiten bietet die Pflanzenleuchte des deutschen Design-Duos Nui Studio.

„Mygdal“ nutzt die physikalische Ähnlichkeit zwischen Sonnen- und LED-Licht. Das Nui Studio gestaltete die Pflanzenleuchte so, dass in ihrem Inneren ein komplett autonomes Ökosystem herrscht. Die Pflanze wird eingesetzt und von Glas umschlossen. Nun kann sie auf natürliche Weise Photosynthese betreiben. Als Hommage an den dänischen Glasmacher Peter Kuchinke bedeutet der Name der Leuchte frei übersetzt „furchtbare Erde“.

Die Planzenleuchte ist mit einer neuartigen Glasbeschichtung versehen, mit der Strom über die Oberfläche geleitet wird. Damit ist keine weitere Verbindung zwischen Lampe und Stromquelle nötig. Durch die flexible Stromversorgung lässt sich „Mygdal“ vielfältig einsetzen: Als Hänge-, Boden- oder Tischleuchte.

Weitere Informationen: nui-studio.com

Stadtlandschaft: GrĂĽnes Projekt fĂĽr Paris

Das Projekt „RĂ©inventer Paris“ sucht neue Ideen fĂĽr die Stadtplanung. Der Beitrag von Jacques Ferrier Architecture und Chartier Dalix Architectes möchte den GrĂĽnanteil in der französischen Hauptstadt deutlich erhöhen.

„Paris neu erfinden“ ist ein von der Stadt initiiertes Projekt, das innovative Ideen für die Entwicklung der Metropole anstoßen möchte. Architekten und Stadtplaner sind eingeladen, sich mit verschiedenen Standorten in der Hauptstadt zu beschäftigen – unter anderem mit der zentralen Ringstraße Boulevard Périphérique. Für die Verbindung von Paris nach Neuilly planen die Partner Jacques Ferrier Architecture und Chartier Dalix Architectes ein außergewöhnlich grünes Projekt: Ein Netz aus Gärten und Grünflächen soll den Rahmen für begrünte Wohn- und Bürobauten bieten und Raum für öffentliches Leben schaffen.

Die Dächer der erweiterbaren Gebäude sollen ebenfalls miteinander verbunden werden und üppige Dachgärten erhalten – geplant ist unter anderem eine Tee-Plantage. Zudem bieten Pavillons den Bewohnern auch in luftiger Höhe eine Möglichkeit zum Arbeiten oder zum Entspannen. Im Zusammenspiel der urbanen Landschaft und der begrünten Bebauung soll das Projekt vor allem zeigen wie Grün noch stärker in die Stadt und das Leben der Pariser integriert werden könnte. Eine auf dem Areal geplante Schule für städtischen Gartenbau unterstreicht diesen Ansatz.

Weitere Informationen: jacques-ferrier.com und chartier-dalix.com