Come and grow – der Blog der spoga+gafa » Articles by: Leif Hallerbach

Hochhausgärten: Neues Wohnen von MAD Architects

Wie sieht das Wohnen der Zukunft in der Großstadt aus? Ein aktueller Entwurf vom chinesischen Büro MAD Architects erweitert die gängigen Wohnformen um eine grüne Variante. „Cloud Corridor“ möchte grünes Wohnen in Großstädten trotz wachsender Bevölkerungsdichte ermöglichen. Die Lösung: Wege und Gärten in luftiger Höhe. 

Das von MAD entworfene Ensemble von Wohntürmen ist als „vertikales Dorf“ konzipiert, das auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden ist. Ein System aus Wegen und öffentlichen Plätzen ermöglicht Begegnungen und den Austausch der Bewohner. Zahlreiche Gärten sorgen für eine großflächige Begrünung. So hat beispielsweise jede Wohneinheit einen eigenen kleinen Garten; Dachgärten und begrünte Innenhöfe stehen den Bewohnern ebenfalls zur Verfügung. Architektonisch besonders beeindruckend sind die zahlreichen Aussichtsplattformen und Multi-Level-Gartenterrassen. Mit seiner markanten Gestaltung ist „Cloud Corridor“ als neues Wahrzeichen der Stadt gedacht. Das Erdgeschoss des Wohnkomplexes passt sich der natürlichen Ästhetik an: Es dient nicht nur als Verkehrsknotenpunkt, sondern auch als Park. Dank einer großzügigen Rasenfläche mit zahlreichen Bäumen gleicht es einer sanften Hügellandschaft.

Schaffner AG: Auszeichnung beim German Design Award

Der Schweizer Gartenmöbelhersteller Schaffner wurde bei der diesjährigen Verleihung des German Design Award für seinen Schalenstuhl Lamello ausgezeichnet. 

Der wetterfeste und stapelbare Stuhl wird in frischen Farben angeboten. „Lamello ist ein formschöner Schalenstuhl, der durch einen zeitlos eleganten und farbigen Auftritt besticht“, so die Begründung der Jury.

Mit dem German Design Award werden jährlich hochkarätige Produkte und Projekte prämiert, die wegweisend in der internationalen Designlandschaft sind.

Die Schaffner AG produziert im Schweizerischen Müllheim seit über 60 Jahren wert- und wetterbeständige Gartenmöbel. Schlichtes Design und eine hohe Verarbeitungsqualität prägen die Produkte des Traditionsunternehmens. „Bekannt sind wir für unsere Retro-Produkte, aber der Lamello ist eine Neukreation, mit der wir jetzt ganz offensichtlich punkten können im Markt“, so Firmenchef Martin Schaffner zur Auszeichnung.

Weitere Informationen: www.schaffner-ag.ch

Glatz: Sonnenschirme mit Beleuchtung

Ob in Außenbereichen von Privathäusern, Restaurants oder Hotels: Sonnenschirme von Glatz spenden nicht nur Schatten, sondern bieten auch bei Dunkelheit einen hohen Komfort. Mit den Modellen FORTELLO LED und FORTELLO LED easy wird die Nacht zum Tag – dank LED-Leuchten, die in die Streben der Schirme integriert sind.

Tagsüber schützen die Schirme vor Sonne, Regen und Wind; abends sorgen sie dank LED für warmes  Licht. Dieses lässt sich wahlweise in zwei Helligkeitsstufen einstellen. Die Kabel sind dabei praktischerweise in den Streben integriert. Erhältlich sind die Schirme mit einem Gestell aus Aluminium und in runder oder quadratischer Form. Dank ihres geringen Gewichts und praktischem Öffnungsprinzip sind beide Modelle leicht zu handhaben und transportieren. Aufgrund ihrer stabilen Konstruktion lassen sie sich vielfältig einsetzen.

Glatz ist Aussteller auf der internationalen Gartenmesse spoga+gafa, 4. bis 6. September 2016 in Köln.

Weitere Informationen: glatz.ch

„Boomfeestdag“: Schwimmender Wald in Rotterdam

Zum „Nationale Boomfeestdag“ in den Niederlanden am 16. März hat sich die Künstlergruppe Mothership etwas Besonderes einfallen lassen: einen schwimmenden Wald für den Hafen von Rotterdam.

Der jährliche „Boomfeestdag“ hat in den Niederlanden eine lange Tradition und soll die Bedeutung der Bäume für die Natur und Landschaft verdeutlichen. Niederländische Grundschüler krempeln an diesem Tag die Ärmel hoch, um neue Bäume anzupflanzen. In diesem Jahr liegt ein Schwerpunkt der nationalen Initiative auf städtischen Bäumen – ein Anlass für das Rotterdamer Kunstkollektiv Mothership für ein ungewöhnliches Projekt.

„Dobberend Bos“, niederländisch für „schwimmender Wald“, ist als Ensemble aus im Wasser treibenden Bäumen geplant. Ausgemusterte Nordsee-Bojen dienen dabei als Pflanztöpfe für die vorgesehenen Laubbäume. Ein erster Prototyp wurde bereits 2014 zu Wasser gelassen. Nun sollen weitere Bäume vom Stapel gehen, um stillgelegte Hafenbecken in Rotterdam zu begrünen. Neben dem künstlerischen Aspekt hat das Projekt vor allem die stärkere Förderung von Maßnahmen zur Begrünung der Innenstädte zum Ziel.

Weitere Informationen: bobbingforest.com

Begrünbare Wandfliesen: „Seed“ von Taeg Nishimoto

Dekorative Begrünung: Mit „Seed“ kann sich jetzt jeder seine Lieblingspflanzen an die Wand hängen. Der Architekt und Designer Taeg Nishimoto entwickelte mit den ungewöhnlichen Fliesen eine Wandverkleidung mit Bewuchs.

Die Wandfliesen „Seed“ sind so geformt, dass sie sich mit kleinen Pflanzen bestücken lassen. Auf der Rückseite jeder Fliese ist ein Betonbehältnis für die Pflanzenerde und als Abstandshalter angebracht. Die von der Natur inspirierte Gestaltung macht aus jeder Fliese ein Unikat: Während der Umriss an Flusssteine erinnert, leitet sich die knittrige Oberfläche von geologischen Formationen ab.

Die Textur der „Seed“-Fliesen entsteht unter Verwendung eines Vliesstoffes aus Polyethylen. Der Stoff wird dabei zerknittert und dann in die richtige Form und Größe gebracht. Beim Ausgießen der Form mit schnelltrocknendem Beton wird der Stoff in der Mitte der Fliese angehoben. Jede Pflanze, die in das dadurch entstehende Loch passt, lässt sich als Saatgut verwenden – auch wenn sich besonders Sukkulenten für ein stimmiges Wandbild eignen. Mit individuellen Kombinationen können aber auch ganz unterschiedliche Eindrücke an der Wand gestaltet werden.

Weitere Informationen: cargocollective.com