Come and grow – der Blog der spoga+gafa » Articles by: Roland Moers

Natürliche Helfer weltweit im Einsatz

Die Bedeutung von Insekten, Pilzen, Bakterien und Viren bei der Regulierung von Krankheiten der Kulturpflanzen nimmt ständig zu. Teilweise ersetzen sie heute den den chemischen Pflanzenschutz bereits komplett. Dazu geführt haben u.a. Resistenzentwicklungen einiger Schädlinge gegenüber Pflanzenschutzmitteln.

Ausgehend von der Förderung der Nützlinge durch Hecken, Ackerrandstreifen und Untersaaten geben die sechs Filme der neuen aid-DVD „Der Feind meines Feindes“ einen umfangreichen Überblick über die umweltschonende Schädlingsregulierung.

Der Feind meines Feindes – Natürliche Schädlingskontrolle
aid-Video DVD

  • Länge: ca. 80 min
  • Bestell-Nr.: 61-7626,
  • ISBN/EAN: 978-3-8308-0987-6
  • Preis: € 25,00
  • Bestellmöglichkeit: www.aid.de

Die Gärten des Luciano Giubbilei

Seit 1997 arbeitet der Italiener Luciano Giubbilei europaweit für private Auftraggeber. Seine Gärten auf der Chelsea Flower Show in den letzten Jahren waren ein großer Erfolg und machten ihn international bekannt. Seine Projekte atmen dank konsequenter Reduktion und Gradlinigkeit eine Atmosphäre der Ruhe und Ausgeglichenheit.

Giubbileis Gärten wirken vor allem aufgrund von Dimension, Proportion und Rhythmus. Hinzu kommt eine hochwertige Materialauswahl und die genaue Ausführung der Details sowie die subtile Platzierung von Möbeln und Skulpturen, die das Gesamtbild beleben. So entstehen spektakuläre Wohnräume im Freien.

In dem Buch „Zeitlos modern“ stellt Autor Andrew Wilson 12 herausragende Arbeiten des Luciano Giubbilei aus den letzten 10 Jahren vor – vom Entwurf bis zur Ausführung, mit Skizzen, Plänen, Pflanzangaben und eindrucksvollen Fotos von Steven Wooster. Ein Buch für Interessierte an anspruchsvoller Gartengestaltung sowie für alle Gartenarchitekten und -planer.

 

Holzschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel: EU-Parlament für strengere Kontrollen

Biozid-Produkte wie Rattengift, Holzschutz- und Desinfektionsmittel sollen strengeren Sicherheitskontrollen unterzogen werden. Dies geht aus einer Mitte Januar 2012 angenommenen, überarbeiteten Verordnung des EU-Parlaments hervor.

Ziel ist es die öffentliche Gesundheit und Umwelt besser zu schützen und gleichzeitig die Marktzulassungsverfahren zu straffen. Die Verordnung muss vom Europäischen Rat nur noch formal abgesegnet werden, um in Kraft zu treten, zumal sich Parlament und Rat bereits im Vorfeld auf den Text geeinigt hatten.

Mit der Novellierung wird ein Schlupfloch geschlossen, so dass behandelte Waren wie z.B. mit einem Fungizid belastete Möbel oder Arbeitsflächen mit antibakterieller Beschichtung unter die neuen Regeln fallen. Sie müssen zudem gekennzeichnet werden.

Möbel

Die problematischsten Stoffe (solche, die krebserregend sind, Gene oder Hormone beeinflussen oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen) sollten grundsätzlich verboten werden. Mitgliedstaaten sollten Ausnahmen nur in absolut notwendigen Fällen machen. Zulassungen sowie deren Verlängerungen sollen zeitlich begrenzt werden, während sicherere Alternativen entwickelt werden.

Nano

Angesichts der möglichen Risiken der Nanotechnologie konnten die EU-Abgeordneten getrennte Sicherheitskontrollen und die Kennzeichnung von Produkten, die Nanomaterial enthalten, durchsetzen.

Öffnung des EU-Markts für Biozid-Produkte

Durch das neue Gesetz wird dieses Binnenmarktsegment stärker vereinheitlicht. Auch werden Fristen, um die Anträge von Zulassungen zu bewerten, festgesetzt. Die Anerkennung von Zulassungen zwischen den Mitgliedstaaten wird verbessert. Ab 2013 können EU-Zulassungen beantragt werden und ab 2020 wird die Unionszulassung auch für die meisten Biozid-Produkte möglich sein.

Quelle: europarl.europa.eu

Vertikaler Garten: Urwaldatmosphäre mitten in Berlin

Der berühmte französische Gartenkünstler Patrick Blanc enthüllte am 17. Januar 2012 im Kulturkaufhaus Dussmann in der Berliner Friedrichstraße seine einzigartige „Mur Végétal“.

Blancs vertikale Gärten sind faszinierende Fassaden-Kompositionen aus zahllosen Pflanzen. Ganz ohne Erde, mit einem ausgefeilten Bewässerungssystem, lässt er sie innen wie außen die Wände hochgehen und schafft so einzigartige, lebendige Kunstwerke.

Seine Wurzeln hat Blanc in Paris. Hier arbeitet der 58-Jährige als Botaniker am „Centre National de la Recherche Scientifique“. Seine vertikale Garten-Idee wurde 1986 erstmals gefeiert. Seitdem haben auf der ganzen Welt bedeutende Designer und Architekten wie Herzog & de Meuron, Jean Nouvel und Andrée Putman den Franzosen mit spektakulären Wandbegrünungen beauftragt.

Der vertikale Garten im Dussmann-Haus in Zahlen:

  • 18 m hoch
  • 15 m breit
  • 270 m² Gesamtfläche
  • 16.200 l fassendes Wasserbecken
  • 6.672 tropische Pflanzen
  • 157 verschiedene Pflanzenarten –u.a. Rachenrebe, Clivie, Begonie, Philodendron

Mehr Infos unter:
verticalgardenpatrickblanc.com
kulturkaufhaus.de

 

Vertikale Gartenstädte
– die Zukunft des Bauens?

In der asiatischen Metropole Singapur erobert sich der Urwald scheinbar die Hochhäuser zurück, seit Richard Hassell und Mun Summ Wong dort bauen. Das Deutsche Architekturmuseum zeigt jetzt die verwegenen Gebäudeprojekte der beiden Architekten.

Hassell und Wong, Geschäftsführer des Architekturbüros WOHA erlangten bereits Ende der 1990-er Jahre erste internationale Aufmerksamkeit mit ihren tropisch-offenen Einfamilienhäusern. Heute haben sich die beiden Visionäre dem Bauen von Hochhäusern verschrieben und planen ganz neue Großstadtstrukturen. Den üblichen Hochhäusern mit hermetisch versiegelten Fassaden und Klimaanlagen setzen WOHA ein eigenwilliges Konzept entgegen: die „porösen Türme“, perforierte Bauten, die über und über mit Pflanzen und Gärten ausgestattet sind. Damit machen die Architekten Klimaanlagen fast überflüssig, da der natürlicher Luftstrom und die großflächige Bepflanzung eine Kühlung der Räumlichkeiten ermöglichen. Für ihr zukunftsweisendes Wohnhochhaus „The Met“ in Bangkok hat WOHA 2010 den Internationalen Hochhaus Preis erhalten.

Im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt sind noch bis zum 29. April 2012 die Arbeiten von WOHA zu sehen. 19 Projekte werden auf etwa 500 Quadratmetern mit großformatigen Fotos und Plänen, Projekttexten, digitalen Bildern und Modellen präsentiert – von Einfamilienhäusern über Schul- und Gemeinschaftsbauten und Hochhaustürme bis hin zu Hotels und Resorts.

Weitere Infos unter:
dam-online.de
woha-architects.com