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Bamberger Kaliko: Insolvenzantrag gestellt

Schieflage bei Kaliko: Am 1. Juli musste der Spezialist für Textilveredlung beim Amtsgericht Bamberg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Als Ursachen für die Probleme nannte das Unternehmen den starken Marktdruck in der Textilbranche, der vor allem durch Produktionsverlagerungen in Billiglohnländer und steigende Rohstoffkosten gekennzeichnet ist, sowie die anhaltenden Wirtschaftskrisen in wichtigen Absatzländern wie Griechenland, Spanien, Portugal und den USA.

Trotz des Insolvenzantrags soll der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Die Löhne und Gehälter der rund 150 Mitarbeiter sind durch das Insolvenzgeld vorerst abgesichert. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Volker Böhm von Schultze & Braun. Er verschafft sich aktuell ein Bild von der wirtschaftlichen Situation von Bamberger Kaliko und prüft Sanierungsoptionen. Chancen für eine Weiterführung des Textilveredlers sieht er durchaus: „Die Bamberger Kaliko GmbH gehört weltweit zu den bedeutendsten Produzenten von Hightech-Textilien und verfügt über einen großen internationalen Kundenstamm.“

Das 1863 gegründete Traditionsunternehmen hat sich auf das Veredeln von Standardtextilien spezialisiert. Zu seinen Kernkompetenzen gehört die Herstellung von Stoffen mit Funktion – darunter Sonnenschutzstoffe wie Rollo- und Lamellenstoffe, Stoffe für Schiebevorhänge und Plisseestoffe.

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