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Bau- und Heimwerkermärkte „wildern“ mit wachsendem Erfolg im Terrain des Großhandels

Bau- und Heimwerkermärkte gelten in Deutschland als die Einkaufsstätte für Gelegenheits- und Hobbyheimwerker sowie für Hausbesitzer. Aber längst gehören nicht mehr nur Endkonsumenten zum Kundenkreis: Vermehrt sind auch Profis bei einem Baumarktbesuch anzutreffen – Handwerker decken hier zunehmend Teile ihres Bedarfs.

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Die „Handwerkerdichte“ variiert dabei je nach Sortimentsbereich und Unternehmen. Auch die Größe des Standortes sowie die Lage und Konkurrenzsituation vor Ort beeinflussen, wie viele B2B-Kunden tatsächlich von Baumärkten Gebrauch machen. Eine aktuelle IFH-Studie zeigt, dass Bau- und Heimwerkermärkte dabei durchaus relevante Umsätze mit Profikunden generieren. 2011 verschaffte das Handwerk diesen Märkten über die 30 DIY-Warengruppen hinweg einen Umsatz von über 1,7 Milliarden Euro. Bezogen auf den Gesamtumsatz von 22,5 Milliarden ist dies ein Umsatzanteil in Höhe von 7,7 Prozent.

Allerdings: Bei den Sortimentsbereichen existieren deutliche Unterschiede. Absolut gesehen ist der Heimwerkerbedarf (Eisenwaren, Maschinen, Farben etc.) das handwerkerumsatzstärkstes Segment. Prozentual gesehen ist die Bedeutung der Zielgruppe Handwerker bei Baustoffen am höchsten. Kaum eine Rolle als Bezugsquelle spielen Baumärkte hingegen bei den Garten- und Ergänzungssortimenten. Hier müssen die konkurrierenden Vertriebswege also noch nicht befürchten Umsätze an die Bau- und Heimwerkermärkte zu verlieren. „Mit einem Bezugsanteil in den relevanten Gewerken von insgesamt knapp über 1,5 Prozent besitzen die Baumärkte zwar eine untergeordnete Bedeutung, wildern aber dennoch mit wachsendem Erfolg im Terrain des Großhandels“, so erklärt Christian Lerch, Autor der IFH-Studie.

Weitere Informationen: ifhkoeln.de

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