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Fußball-WM: Vom Fan zum Guerilla-Gärtner

Deutschland steht im WM-Finale – und die Fans schmücken sich und auch ihre Autos mit Fahnen, Fähnchen und Ketten. Das Problem: Die Fanartikel sind aus Kunststoffen, die weder recycelt, noch kompostiert werden können. Zum Teil sind sie sogar giftig, wie Greenpeace gerade in einer Untersuchung festgestellt hat. Das wird erst recht zum Problem, wenn die Fanartikel irgendwann achtlos weggeworfen werden.

Deshalb haben Chantal Diaz, Sina Faikosch und Tina Schönheit, Studentinnen der Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, bei Prof. Barbara Kotte eine clevere Idee entwickelt: Fanartikel aus biologisch abbaubaren Materialien, in denen Blumensamen eingearbeitet sind. Entstanden sind eine Kette, eine Rassel und eine Fahne, die ein zweites Leben haben, wenn sie nach der Weltmeisterschaft im Straßengraben landen. Die Materialien zerfallen innerhalb von sechs Wochen und bilden den Humusboden für die eingearbeiteten Samen. Aus den Samen werden Blumen – und die blühen natürlich in: Schwarz, Rot, Gelb. So schön kann Cradle-to-Cradle sein!

Gearbeitet wurde mit Schleiernessel, Lyocell (einer Cellulose-Faser), Formteilen aus Palmblatt, Kleber aus Wasser, Maisstärke, Zucker und etwas Glyzerin sowie Farben auf Wasserbasis. Die eingearbeitete Stockrosen- und Kapuzinerkresse-Blumensaat ist aus biologischem, regionalem Anbau. Die Fanartikel sind bereits produktionsreif, einen Vertriebspartner und Produzenten gibt es jedoch noch nicht.

 

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