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Geheime Gärten des Südens: Duftende Inseln des Lichts

„Die Gärten vom Jean Mus sind der sichtbare Beweis dafür, dass Feingefühl und Fantasie höher anzusetzen sind als Regelwerk, Zirkel und Lineal“, so beschreibt die Journalistin und Wissenschaftlerin Dane McDowell das Werk des international gefeierten Landschaftsarchitekten im gerade auf Deutsch erschienen Buch „Geheime Gärten des Südens“. Die meisten der darin vorgestellten Anlagen liegen verborgen auf den schönsten Grundstücken rund ums Mittelmeer. Abgelichtet wurden sie von der Gartenfotografin Vincent Mottes.

Ob es nun karge Küstengärten, ländliche Refugien, repräsentative parkähnliche Gelände oder von südlicher Flora überzogene Paradiese sind – sie alle zeugen von der Fantasie des Entwurfs und einer Ästhetik, die nichts Aufgesetztes hat. Mus gelingt es immer, eine einzigartige Atmosphäre aus Pflanzen, Materialien sowie der naturgegebenen Lage des Gartens zu schaffen. Der Absolvent der führenden französischen Hochschule für Landschaftsarchitektur in Versailles (École Nationale Supérieure du Paysage) zieht der kalten, intellektuellen Ästhetik eines André Le Nôtre eine eher emotionale Gestaltung vor. „Ordnung ins Dasein zu bringen befriedigt ihn nur begrenzt. Er ist zwar fasziniert von der französischen barocken Gartenkunst, doch er träumt vom Duft der Provence und setzt dem Geist der Geometrie den Geist des Raffinement entgegen“, so McDowell. „Wie ein Bühnenbildner weigert er sich, alles auf den ersten Blick sichtbar zu machen. Er komponiert seine Gärten als Initiationsweg, indem er mit Überraschungsmomenten spielt, und vergnügt sich mit Stilübungen und Einfällen, wobei jeder Jargon erlaubt ist, solange er nur das Auge erfreut.“

Weitere Informationen: randomhouse.de

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