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Geschenkgutscheinkarten droht das Aus

Elektronisch auslesbare Gutscheinkarten gehören heute zu den beliebtesten Geschenken. Die Chipkarten sind für die Verbraucher sehr bequem, denn sie können beim Einkauf auch nur Teilbeträge abbuchen lassen. Möglicherweise gehören die Karten in vielen Geschäften aber bald der Vergangenheit an: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) will die Ausgabe der Geschenkgutscheinkarten in einer Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften praktisch unmöglich machen. Als Grund wird die Bekämpfung terroristischer Aktivitäten und krimineller Vereinigungen genannt. Die Behörden unterstellen, dass mit den Karten Geldwäsche betrieben werden kann und wollen deshalb neue Vorschriften des Geldwäschegesetzes auch auf die Geschenkkarten anwenden.

Die neuen, strengen Regulierungen sind eigentlich für elektronisches Geld wie z.B. anonyme Prepaid-Karten geschaffen worden. Die Anwendung dieser Bestimmungen auch auf die Gutscheinkarten ist nach dem Gesetzestext nicht zwingend. Peter Schröder, Rechtsexperte des Handelsverbandes Deutschland (HDE), findet die geplanten Maßnahmen deshalb völlig überzogen: „Viele Einzelhändler können danach Geschenkkarten nur noch ausgeben, wenn sie eine behördliche Erlaubnis beantragen und umfangreiche Überwachungs-, Prüf- und Haftungsauflagen akzeptieren. Außerdem muss jeder Kunde, der eine Geschenkkarte kaufen will, seinen Personalausweis im Laden vorlegen, damit der Händler seine Personalien aufnehmen kann. Das ist völlig praxisfern und auch datenschutzrechtlich problematisch.“

Weitere Informationen: einzelhandel.de

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