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Grüne Skulptur: Das niederländische Biesbosch Museum

Das Biesbosch Museum ist ein Besucherzentrum für den gleichnamigen Nationalpark in den Niederlanden. Wie eine grüne Skulptur hat das Studio Marco Vermeulen das Museum neu gestaltet und erweitert – als fließender Übergang zwischen Architektur und Landschaft.

Beim Umbau und der Erweiterung des auf einer künstlichen Insel gelegenen Museums lag der besondere Fokus auf einer  nachhaltigen Planung. Sowohl der neue Flügel als auch der bereits existierende Teil sollten nach aktuellen ökologischen Gesichtspunkten gestaltet werden. Ein Biomasse-Ofen für die Heizung und Klimatisierung des Gebäudes optimiert den Energieverbrauch. Ebenfalls natürlich ist die Aufbereitung des Trinkwassers über einen Weidenfilter – der erste dieser Art in den Niederlanden. Das gesamte Museum wurde zudem mit einem begrünten Dach überspannt, das neben ökologischen Vorteilen vor allem ästhetische Reize hat: Die mit Gras bewachsenen pyramidenförmigen Dachflächen dienen als Aussichtspunkt und lassen das Museum mit der umgebenden Landschaft verschmelzen.

Hauptgrund für die Neugestaltung des Museums und des umliegenden Parks war die Aufnahme in das Water Safety Program (WSP). In diesem Rahmen wurde unter anderem das angrenzende, 4.500 Hektar große Marschland „Noordwaard“ in eine Wasserrückhaltefläche verwandelt. Um die Bedeutung des Wassers im Biesbosch National Park zu verdeutlichen, entstand außerdem ein Gezeitenpark. Das komplette Landschaftsprogramm soll in diesem Jahr fertiggestellt werden. Dann werden Stege und Wege über die grüne Dachlandschaft hinaus die gesamte Museumsinsel erschließen.

Weitere Informationen: biesboschmuseumeiland.nl und marcovermeulen.eu

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