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Im Garten mit: Anna Hackstein (IVG)

Anna Hackstein – Foto: IVG

Seit September 2017 ist Anna Hackstein Geschäftsführerin des Industrieverband Garten (IVG) e.V.. Die studierte Betriebswirtin arbeitet bereits seit 2015 beim IVG und war zunächst für den Bereich Marketing und Kommunikation verantwortlich, bevor sie im Frühjahr 2017 die Geschäftsführung zunächst kommissarisch übernahm. Der Verband vereint derzeit knapp 140 Mitgliedsunternehmen der Gartenbranche und hat seine Kernkompetenzen in den Bereichen Information, Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying.

 

Frau Hackstein, unsere Rubrik heißt ja „Im Garten mit …“, aber Sie haben gar keinen Garten, oder? Wohin gehen Sie, wenn Sie Lust auf Natur und Grün haben?

Hackstein: Einen eigenen Garten besitze ich tatsächlich nicht, dafür aber einen sehr grünen Stadtbalkon. Er ist mein Rückzugsort und gibt mir die Möglichkeit, auch im urbanen Umfeld die Inspirationen unserer Branche zu verarbeiten. Ich glaube, so wie mir geht es vielen Stadtbewohnern und diese Zielgruppe wird für unseren Markt auch in Zukunft immer wichtiger werden. Urbanisierung ist einer der wichtigsten Megatrends unserer Gesellschaft – den Wunsch nach grünen Oasen in dicht besiedelten Gebieten haben viele unserer Mitglieder bereits erkannt und mit den entsprechenden Produkten reagiert. Dafür bin ich persönlich sehr dankbar. Langfristig wünsche ich mir dennoch eine eigene, größere Grünfläche, auf der ich all die wunderbaren Dinge unterbringen kann, die der Gartenmarkt hergibt.

 

Durch Ihren Beruf haben Sie einen guten Überblick über alle aktuellen Trends im Gartenmarkt. Was sind Ihrer Meinung nach die Entwicklungen, die derzeit die Grüne Branche am stärksten beeinflussen?

Hackstein: Einen der wichtigsten Trends habe ich ja bereits genannt. Darüber hinaus sind es die anderen großen Megatrends, die nicht nur unsere, sondern auch viele andere Branchen derzeit sehr prägen. Dazu zählt die Digitalisierung: Neue Vertriebswege sind dabei eine große Herausforderung für alle Marktteilnehmer. Ich denke, unsere Branche wird sich hier in Zukunft noch breiter und flexibler aufstellen müssen – die ersten Schritte in die richtige Richtung sind bereits erfolgt.

Die Digitalisierung wirkt sich aber auch auf die Produktsegmente aus. Ein großes Thema im Gartenmarkt ist zum Beispiel der Bereich Smart Gardening. Hier gibt es bereits einige innovative Ansätze, die derzeit die Produktwelten bereichern. In Zukunft können wir uns sicherlich auf weitere spannende Innovationen freuen.

Ein weiteres Feld, das insbesondere das Segment der Gartengeräte seit einigen Jahren prägt ist der Akku-Bereich. Technologische Entwicklungen sorgen dafür, dass die Geräte immer leistungsfähiger werden und somit nicht nur für den Privatkunden, sondern mittlerweile auch für den Profi eine echte Alternative darstellen. Die Vorteile hierbei liegen auf der Hand: Leichtere und ergonomische Geräte vereinfachen die Arbeiten in der Grünfläche.

 

Seit mehr als 40 Jahren vertritt der IVG die Interessen seiner Mitglieder und setzt sich für die Belange der Gartenbranche ein. Was denken Sie, wie entwickelt sich die Verbandsarbeit in den nächsten Jahren weiter? Welche Ziele und Aufgabenfelder werden in Zukunft wichtiger?

Hackstein: Das wichtigste Stichwort in diesem Zusammenhang lautet „Entwicklung“. Als Verband müssen wir den Markt im Blick haben und unsere Leistungsfelder regelmäßig unter die Lupe nehmen. Wir sind stets bestrebt, unseren Mitgliedern im Rahmen unserer Kernkompetenzen neue Plattformen zu bieten und unser Angebot zu erweitern. So haben wir beispielsweise ganz aktuell zwei neue Arbeitskreise zu den Themen „Systemhandel“ und „Fachhandel“ ins Leben gerufen. Die Internationalisierung ist ein weiterer wichtiger Bereich für uns. Der Austausch mit anderen europäischen Verbänden gewinnt an Bedeutung und wird daher auch künftig von unserer Seite intensiviert. Dabei bleibt unser oberstes Ziel, den Wettbewerb zu fördern und der Branche eine starke Stimme zu geben.

 

Weitere Informationen unter: ivg.org

 

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