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Im Garten mit: Gabriella Pape (Königliche Gartenakademie Berlin)

Gabriella Pape – Foto: Königliche Gartenakademie

Gabriella Pape hat Biologisch Dynamische Landwirtschaft, Gartenbau und Landschaftsarchitektur in Großbritannien studiert. Nach Studienabschluss in Kew Gardens in London und Diplom für Landschaftsarchitektur der Universität Greenwich machte sie sich mit der Gartenhistorikerin Dr. Isabelle Van Groeningen mit dem Designstudio LANDART in England selbstständig. Die beiden Gartendesignerinnen haben sich durch ihre vielseitigen Garten- und Parkgestaltungen in Europa, Südamerika und Asien einen Namen gemacht und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Im Jahr 2008 gründeten sie in Berlin die Königliche Gartenakademie als ein Zentrum für Gartenkultur. Hier werden Kurse mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten für Hobbygärtner und auch individuelle Gartenplanungen angeboten.

 

Frau Pape, welche Themen interessieren die Hobbygärtner heute besonders? In welchen Bereichen lassen sie sich fortbilden?

Pape: Es gibt derzeit einen starken Trend zum selber Anziehen von Blumen und vor allem Gemüse und Obst. Außerdem ist der bienenfreundliche Garten ein Thema, das viele Menschen anspricht. Sowohl Profis als auch Amateure zeigen heute besonders großes Interesse an der gekonnten Pflege ihrer Gärten, das ist für uns sehr schön zu beobachten.

 

Auf der einen Seite werden die Gärten in Deutschland immer kleiner, auf der anderen wünschen sich immer mehr Hausbesitzer für ihre Grünflächen großräumige Outdoor-Kitchen oder Gartenduschen. Welche Auswirkungen hat das auf die Gartenplanung?

Pape: Da ich Gärten gestalte und mich sehr wenig mit Outdoor-Kitchens befasse, kann ich die Frage nicht sehr gut beantworten. Natürlich gibt es auch in den Grünflächen, die wir planen, Orte zum Ausruhen, Genießen oder auch mal zum Grillen – aber die gesamte Küche in den Garten zu verlegen, ist meiner Meinung nach in unseren Breitengraden uninteressant. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich nicht so sehr viel Verständnis für zu viel Hardware im Garten habe.

 

Sind Gärten für Sie persönlich in erster Linie Arbeitsplatz oder verbringen Sie auch Ihre Freizeit noch gern im Grünen?

Pape: Nun, in meinem Fall ist es ja so, dass mein Garten auch mein Arbeitsplatz ist – und ich könnte mir keinen schöneren vorstellen! Wenn Sie mich aber nach meinem eigenen Garten zuhause fragen, dann möchte ich betonen, dass ich das Gärtnern nicht als Arbeit empfinde und der Meinung bin, dass ein Mensch, der in seinem Garten mehr „arbeitet“ als ihn zu genießen, definitiv etwas falsch macht. Er sollte vielleicht mal einen Gartenkurs besuchen.

 

Weitere Informationen: koenigliche-gartenakademie.de

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