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Im Garten mit: Klaus Peter Teipel (research & consulting)

Klaus Peter Teipel – Foto: klauspeterteipel.de

Klaus Peter Teipel ist Experte für die Marktsegmente DIY und Heimwerker, Haus und Garten sowie im gesamten Marktfeld Living. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt er nationale wie internationale Unternehmen aus Handel und Industrie in marktanalytischen und strategischen Fragestellungen aber auch bei der Entwicklung von Konzepten und Strategien. Neben seiner Forschungs- und Beratungstätigkeit ist er als ausgewiesener Branchenspezialist gefragter Referent auf vielen Kongressen und Veranstaltungen.

 

Herr Teipel, Sie beobachten die GrĂĽne Branche nun schon sehr lange, welche Entwicklung hat Sie in den letzten Jahren am meisten ĂĽberrascht?

Teipel: Mich hat tatsächlich besonders die Dynamik überrascht, die aus dem Online Bereich kommt, da der Gartenmarkt zu einem großen Teil aus Produkten besteht, der bislang keine ausgeprägte Online-Affinität zugesprochen werden kann. Parallel dazu ist es dem Gartenmarkt in Deutschland insgesamt sehr gut gelungen, das Interesse bei den Verbrauchern für die eigenen Produkte hoch zu halten, was sich in der ausgesprochenen hohen Stabilität des Marktes bemerkbar macht. Zum Dritten wirken auch immer mehr stationäre branchenfremde Akteure auf den Markt ein – z.B. die Lebensmittelketten oder Möbelhäuser. Es muss sich noch zeigen, wer die Bedürfnisse der Kunden zukünftig am besten befriedigen kann.

Spannend finde ich auch die gesamte Smart Gardening Thematik. Von der Pflanzenversorgung mit Wasser und Nährstoffen über die Beschattung und Beleuchtung bis hin zum Grillen hat die Digitalisierung ja mittlerweile alle Gartenbereiche erfasst. Was mich hier wundert ist, dass es zwar schon unendlich viele Hersteller gibt, die Produkte und Lösungen anbieten, es aber noch keinen in diesem Bereich richtig kompetent aufgestellten Absatzmittler gibt.

 

Wie sehen Sie die Zukunft fĂĽr die GrĂĽne Branche?

Teipel: Der Druck durch die Digitalisierung wird zu einer gravierenden Veränderung der gesamten Handelslandschaft fĂĽhren. Die oberflächlich betrachtet weitgehend stabile Struktur des deutschen Gartenmarktes auf der stationären Handelsseite ist primär den Cross-Channel-Effekten zu verdanken. Der rein stationär erzielte Umsatzanteil der klassischen Handelsformate wird aber mit groĂźer Wahrscheinlichkeit zukĂĽnftig sinken. Denn die digitalen Spezialisten –  wie Amazon – rĂĽsten weiter auf. Das gesamte System wird in den nächsten Jahren vielfältiger, komplexer und unberechenbarer. Nur eines dĂĽrfte klar sein: Die Anzahl von Garten-Fachhandelsbetrieben wie auch das Geschäftsmodell und der Auftritt der stationären Märkte wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern.

 

Kommen wir von der Wirtschaft zum Privaten … Wie sieht eigentlich Ihr eigener Garten aus und wie nutzen Sie ihn?

Teipel: Unser Garten ist ein klassischer Erholungs- und Ziergarten. Für meine Familie und mich ist er in erster Linie ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität, ideal zum Entspannen, Grillen usw. … Die Gartenarbeit ist nicht unbedingt ein Hobby von mir. Wenn größere Veränderungen anstehen, irgendetwas anders arrangiert werden soll oder die Gehölze umfänglich zurückgeschnitten werden müssen, beauftragen wir eigentlich immer einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb.

 

Weitere Informationen: klauspeterteipel.de

 

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