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Im Garten mit: Stefan Lohrberg (spoga+gafa)

Stefan Lohrberg – Foto: Koelnmesse

Im April 2016 übernahm Stefan Lohrberg die Direktion der internationalen Gartenmesse spoga+gafa – mit rund 2.000 Anbietern aus über 50 Ländern eine der größten Messen am Standort Köln.Zuvor war er zehn Jahren lang bei einer Kommunikations- und Marketing-Agentur in leitender Funktion als Berater tätig und betreute nationale und internationale Kunden u.a aus der Industrie-, Konsumgüter- und Freizeitbranche im Bereich der Marken-, Veranstaltungs- und Projektentwicklung. Lohrberg ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt im Kölner Umland.

 

Herr Lohrberg, beruflich dreht sich bei Ihnen seit einem Jahr nun alles um das Thema Garten. Wie sieht Ihr eigener Garten aus?

Lohrberg: Wir haben einen klassischen Einfamilienhausgarten. Es gibt viel Grün und Pflanzen und, wie es sich gehört, natürlich auch einen großen Grill. Wir beschäftigen uns sehr gerne draußen und machen Arbeiten wie Heckenschneiden usw. gerne selbst. Für mich ist das ein schöner Ausgleich. Außerdem arbeite ich im Garten gern mit Holz und entwerfe Möbel. Ein Stück, auf das ich besonders stolz bin, ist ein massives Lounge-Möbel, das ich für unsere Terrasse angefertigt habe. Das Interesse an Holz habe ich von meinem Vater geerbt, der hat auch ständig irgendetwas geschreinert. Für unseren Garten habe ich vor einiger Zeit auch einen ganz besonderen Kaninchenstall selbst gebaut. Eine Zeitlang hing dieser in einigen Zoohandlungen als Beispiel für einen „vorbildlich artgerechten und integriert umgesetzten“ Kleintierstall aus. Dieses, da er sich, neben viel Platz und unterirdischen Gängen, auch teilweise als Gartenmöbel nutzen lässt. Wenn es mit dem Messemanagement mal nicht mehr so recht klappen will, meine Exit-Möglichkeit habe ich somit. Nach meinen Hobbys wurde ich übrigens auch bei meinem Vorstellungsgespräch bei der Koelnmesse gefragt. Ich denke, es kam ganz gut an, dass ich zeigen konnte, dass ich mich tatsächlich für Themen wie Garten, BBQ und Möbel interessiere.

 

Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Gartenmarkt in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Themen werden an Bedeutung gewinnen? Zurück zur Natur oder mehr High-Tech?

Lohrberg: Wahrscheinlich sind es beide Themen, die für uns Menschen zukünftig wichtig werden. Der Garten ist für viele ein Rückzugsort, an dem sie entspannen und abschalten können. Besonders gut gelingt das, wenn die Fläche lebendig und natürlich gestaltet wird. Gerade jetzt, wo die Weltlage so unüberschaubar ist, gewinnt das persönliche Umfeld und das Grün rund ums Haus an Bedeutung. Auf der anderen Seite werden viele Gärten technisch auch immer weiter aufgerüstet. Die wichtigsten Schlagworte sind derzeit smart gardening und Akku-Technologie. Die Themen sind zwar nicht neu, aber in diesen Bereichen gibt es im Moment rasante Entwicklungen und viele Innovationen. Im smarten Garten übernehmen immer mehr Gartengeräte selbstständig die Arbeiten, sind oft untereinander oder über Apps mit ihren Besitzern verbunden und melden zuverlässig, wann ein Beet gewässert oder die Poolabdeckung geöffnet werden muss. Das hätte man sich vor ein paar Jahren so noch nicht vorstellen können. Und im Bereich der Akku-Technologie werden die ehemals benzingetriebenen Geräte durch die neuen Antriebe immer leistungsfähiger und sind darüber hinaus leicht, leise, emissionsfrei und geruchsneutral. Diesen beiden wichtigen Themen für Verbraucher und die Grüne Branche widmen wir auf der kommenden spoga+gafa auch zwei eigene Themenplattformen.

Themenplattformen: Akku-Technologie und smart gardening – Grafik: Koelnmesse

Können Sie jetzt schon sagen, welche Neuheiten die Besucher außerdem auf der diesjährigen spoga+gafa erwarten dürfen?

Lohrberg: Verschiedene Themen- und Demonstrationsinseln wird es in diesem Jahr auf der ganzen Messe geben. Sie sollen ein echter Mehrwert für Besucher und Aussteller sein. Hier wird man sich beispielsweise Anregungen und Ideen für den eigenen POS holen können. Ein weiterer interessanter Bereich, dem wir in diesem Jahr eine besondere Präsentationsplattform bieten, ist die Outdoor-Küche. Auch unsere Möbelkunden unterstützen wir 2017 mit neuen, aufmerksamkeitsstarken Zweitplatzierungsmöglichkeiten. Mit unserem Rahmenprogramm zur spoga+gafa wollen wir in diesem Jahr neben den aus aller Welt kommenden Einkäufern ein sehr breites Publikum ansprechen: vom Floristen über den Garten- und Landschaftsgärtner bis hin zum Architekten. Mein Ziel ist es außerdem, dass die Atmosphäre auf der Messe „emotionaler“ wird. Das hört sich jetzt erst einmal komisch an, da spoga+gafa ja eine reine Fachmesse ist. Aber auch im B2B Bereich ist sehr wichtig, dass man eine Atmosphäre vorfindet, in der man sich mit Freude über neue Produkte und Trends informiert, Gespräche führt und seine Geschäftspartner trifft. Letztendlich ist es auch hier der menschliche Faktor, der die entscheidende Rolle spielt. Auf der spoga+gafa passiert etwas, versprochen.

 

Weitere Informationen: spogagafa.de

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