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Innovationstätigkeit von Familienunternehmen

Familienunternehmer in dritter Generation weisen in Deutschland eine deutlich geringere Bereitschaft auf, in risikobehaftete Innovationsprojekte zu investieren, als ihre Vorfahren. Zu diesen Ergebnissen kommt die gemeinsame Studie „Innovationstätigkeit von Familienunternehmen“ vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und vom Verband der Vereine Creditreform e. V. Die Gründe: Die Strategie der späteren Inhabergenerationen seien vorrangig auf den Erhalt des Unternehmenswertes ausgerichtet und weniger auf Wachstum. Zudem gelte es den verschiedenen Interessen der Eigentümer des Familienunternehmens gerecht zu werden. Allerdings würden die Inhaber, deren Unternehmen bereits lange Zeit in einer Region ansässig sind, gerne die Kooperation mit (regionalen) Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen suchen.

An der Befragung haben rund 2.000 kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland teilgenommen. Dabei habe sich prinzipiell gezeigt, dass Familienunternehmen genauso innovativ seien wie managergeführte Unternehmen. Kleine inhabergeleitete Unternehmen wiesen sogar eine höhere Innovationstätigkeit auf als vergleichbare Nichtfamilienunternehmen. Als ursächlich hierfür sehen die IfM-Wissenschaftler Dr. Arndt Werner und Dr. Christian Schröder an, dass die Entscheidungsgewalt in Familienunternehmen in einer Hand liegt: Dies ermögliche schnelle, unbürokratische und effiziente Entscheidungen, die sich durch die oftmals langjährige Erfahrung des Inhabers und seiner guten Übersicht über die verhandenen Ressoucen ergeben würden.

Mit zunehmender Größe wende sich jedoch das Blatt: Hier würden die managergeführten Unternehmen eine deutlich höhere Innovationsbereitschaft zeigen. Der Vorteil der kurzen Entscheidungswege sei in den größeren Familienunternehmen auf Grund der umfassenderen Organisationsstruktur dann nicht mehr gegeben.

Weiter Informationen: IfM-bonn.org

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