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Insel Mainau 2017: Zahlenspiel und Farbenplus

Insel Mainau im Bodensee – Foto: Insel Mainau/Peter Allgaier
Insel Mainau im Bodensee – Foto: Insel Mainau/Peter Allgaier

Die 45 Hektar große Insel Mainau ist eines der bedeutendsten Ausflugsziele am Bodensee. Lennart Bernadotte gestaltete den ehemaligen Sommersitz seines Urgroßvaters Großherzog Friedrich I. von Baden zum Blumen- und Pflanzenparadies und machte dies bereits in den 1930er Jahren der Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1974 wird die Mainau als GmbH geführt.

Wie schon in den letzten Jahren hat die Blumeninsel auch 2017 die Beetgestaltungen, Installationen, Ausstellungen und Aktionen unter ein Motto gestellt. Es lautet: „(Insel x Palme)² – Zahlenspiel und Farbenplus auf der Insel Mainau“. Die Besucher sollen in diesem Jahr die enge Verbindung zwischen Natur und Mathematik unter den verschiedensten Aspekten kennenlernen. Die Insel verwandelt sich dafür in ein Spielfeld aus Pflanzen, Zahlen und Farben.

Bei einem Rundgang durch Park und Gärten erfährt man, welche Rolle Zahlen in der Botanik spielen und wo es überall geometrische Formen in der Natur gibt. Die Bepflanzung von zwei Beeten an der östlichsten Spitze der Insel thematisiert beispielsweise den vollkommensten geometrischen Körper: die Kugel. Vollkommen daher, weil sie im Hinblick auf ihr Volumen die geringstmögliche Oberfläche aufweist. Im Beet sind Pflanzen zu sehen, die kugelförmig wachsen oder deren Blüten kugelig sind.

(Insel x Palme)² – Foto: Insel Mainau/Peter Allgaier
(Insel x Palme)² – Foto: Insel Mainau/Peter Allgaier

Die Besucher erhalten außerdem Informationen über die wichtigsten Mathematiker und ihre Theorien – immer im Bezug zur Natur. Dazu gehört auch eine Ausstellung mit Zahlenrekorden aus dem Pflanzenreich. Bereits im Frühjahr haben die Gärtner die Beete des Dahliengartens der Insel so bepflanzt, dass im Laufe des Jahres zwei bekannte mathematische Formeln zu lesen sein werden: der Satz des Pythagoras und die zweite binomische Formel. Der Satz des Pythagoras wird auch im Sommer eine Rolle spielen, wenn er als gepflanztes rechtwinkliges Dreieck in einem Blumenbeet vor dem Schmetterlingshaus zu sehen ist.

Neu gestaltet sind auch die Saisonalen Gärten, die vom 12. Mai bis zum 22. Oktober 2017 bereits zum 15. Mal gezeigt werden. Diese auf eine Fläche von rund 100 Quadratmetern beschränkten experimentellen Anlagen sind das Ergebnis preisgekrönter Gartenentwürfe von Landschaftsarchitektur-Studenten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen sowie der Universidade de Trás-os-Montes e Alto Douro in Portugal. Unter dem Motto „1+1=3 oder das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ wird 2017 in fünf Gärten anschaulich gezeigt, wie die Natur sich auch über alle streng geometrischen Regeln hinwegzusetzen versteht.

Weitere Informationen: mainau.de

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