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Ist das Smartphone die Geldbörse der Zukunft?

In Zukunft werden wir über Smartphones den Einkauf im Gartencenter bezahlen und im Restaurant mit dem Handy Trinkgeld geben können. Die Bezahlung wird in ferner Zukunft rein virtuell erfolgen – autorisiert per Augenscan oder Fingerabdruck. Das Mobiltelefon wird zur Geldbörse der Zukunft. Dies halten Handelsexperten ebenso wie weite Teile der deutschen Bevölkerung für realistisch, wie das eBay-Projekt „Zukunft des Handels“ ergab.

Ergebnisse der repräsentativen Verbraucherumfrage, die im Rahmen des Projektes vom Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführt wurde, legen nahe, dass sich unsere Bezahlungsweise grundlegend ändern wird. Während vor zehn Jahren 70 Prozent der Einkäufe im Geschäft bar bezahlt wurden, gilt dies heute noch für weniger als die Hälfte der Zahlungsvorgänge. Damit liegt die Barzahlung gegenwärtig nur noch knapp vor der Zahlung mit EC-Karte. Verbraucher gehen davon aus, dass die Anteile beider Zahlungsmethoden in zehn Jahren bei unter einem Drittel liegen werden. Bis dahin werden fast genauso viele Bezahlungen (27 Prozent) kontaktlos erfolgen, also mit Karte (14 Prozent) oder dem Smartphone (13 Prozent) ohne PIN oder Unterschrift.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass jeder zweite Verbraucher es für möglich hält, dass Bargeld in zehn Jahren gar keine Rolle mehr spielt – Frauen sogar eher als Männer. Die Handelsexperten sind in Bezug auf die Frage, ob es weiterhin Bargeld geben wird, allerdings geteilter Meinung. Einige sind der Ansicht, dass aktuelle Bezahlungsmöglichkeiten wie Bar- oder Kartenzahlung zurückgehen, aber nicht verschwinden werden. Andere denken, dass Bargeld in ferner Zukunft nicht mehr bekannt sein wird. Die Bezahlung erfolge dann virtuell und werde über biometrische Systeme wie Augenscan oder Fingerabdruck autorisiert. Ein gutes Drittel der Verbraucher teilt die Ansicht, dass Zahlungen per Fingerabdruck in Zukunft realistisch sind. Immerhin jeder Fünfte hält die Bezahlung per Augenscan in Zukunft für möglich.

Auch im Online-Bereich haben klassische Bezahlarten wie Banküberweisung oder Kauf auf Rechnung schon heute deutlich an Bedeutung verloren. Während Konsumenten nach eigener Aussage noch vor zehn Jahren bei fast jedem dritten Online-Einkauf per Banküberweisung zahlten (32 Prozent), tun sie das heute nur noch bei jedem fünften (20 Prozent). Sehr ähnlich sehen auch die Zahlen für den Kauf auf Rechnung aus. Beide Bezahlarten werden nach Ansicht der Verbraucher in den kommenden Jahren noch weiter zurückgehen.

Bereits heute zahlen die Deutschen vorzugsweise über Online-Zahlungsdienstleister wie PayPal – nämlich bei jedem vierten Einkauf. Die Ergebnisse der Befragung legen nahe, dass in zehn Jahren fast jeder dritte Einkauf (31 Prozent) darüber bezahlt wird. Am Einsatz von Kreditkarten und der Abwicklung über elektronische Lastschriftverfahren wird sich nach Ansicht der Konsumenten wenig ändern: Heute werden beide Verfahren bei je 15 Prozent der Einkäufe eingesetzt. Dies wird wahrscheinlich auch in zehn Jahren noch so sein.

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Während klassische Zahlungsarten zurückgehen, nimmt der Anteil der mobilen Bezahlung zu. Die Handelsexperten sind sich einig, dass die Bezahlung über mobile Endgeräte zukünftig mit weltweit einheitlicher Technologie möglich sein wird. Derzeit steckt in diesem Bereich allerdings noch viel Potenzial für Entwicklung: Nur jeder zehnte Konsument hat bereits einmal im Laden per Mobiltelefon bezahlt. Am häufigsten erfolgen mobile Zahlungen derzeit über SMS (59 Prozent), eine Applikation (41 Prozent), den Browser (35 Prozent) oder einen Chip (23 Prozent). Trotzdem glauben die Verbraucher an eine Revolution des Bezahlens: Weit mehr als die Hälfte der Befragten hält es für möglich, dass das Mobiltelefon in zehn Jahren die Geldbörse ersetzt hat.

Weitere Informationen: ebay.de

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