3 Fragen an: Stefan Hammer (ISYbe)

In vielen Trinkflaschen sind Weichmacher und andere bedenkliche Zusatzstoffe (z. B. Bisphenol A) enthalten. Das Ziel von ISYbe war es deshalb ein eine hochwertige und garantiert schadstofffreie Trinkflasche aus gutem Kunststoff auf dem Markt zu bringen. 2005 entstand der erste Prototyp. Seitdem expandiert das Unternehmen mit den bunten Flaschen. Wir haben mit Stefan Hammer, Geschäftsführer von ISYbe gesprochen.

Herr Hammer, können Sie in ein paar Worten sagen, was die Vorteile der ISYbe Trinkflaschen sind?
Hammer: Ja natürliche. Unsere Trinkflaschen sind schadstofffrei, ohne Weichmacher und ohne Bisphenol A. Getränke daraus schmecken und riechen garantiert nicht nach Plastik. Die Trinkflaschen passen in jede gängige Fahrradhalterung, sind leicht zu reinigen und spülmaschinengeeignet. Es gibt außerdem eine passende Thermohülle die die eingefüllten Getränke kalt oder warm hält. Da wir von unserem Produkt so überzeugt sind, geben wir zehn Jahre Garantie.

Wo kann man Ihre Trinkflaschen kaufen?
Hammer: Wir setzen beim Vertrieb vor allem auf den kleinen Einzelhandel. Es gibt auch viele Reformhäuser und Apotheken, die unsere Flaschen im Sortiment haben. Zunächst haben wir gedacht, Plastikflaschen im Reformhaus, das wird nicht laufen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Gerade Mütter, die verstärkt auf die Gesundheit ihrer Familie achten, greifen zur ISYbe Flasche. Geschäfte, die unsere Flaschen neu ins Sortiment nehmen möchten, sollten uns zunächst mindestens 40 Stück abnehmen. Sollten sie diese tatsächlich nicht verkaufen können, garantieren wir eine Rücknahme.

Bei Ihnen bekommt man auch individuell gestaltete Trinkflaschen?
Hammer: Ja, diese sind als z.B. als Give-away bei Firmen sehr beliebt. Heute kann man beim Kunden oder Interessenten keine Begeisterung mehr mit Kugelschreibern oder USB-Sticks hervorrufen. Mit einer hochwertigen und individuell bedruckten Trinkflasche hinterlässt man schon eher Eindruck bei seiner Zielgruppe. Wir produzieren individuell gestaltete Trinkflaschen bereits ab einer Abnahmemenge von 200 Stück. Jedes CI mit allen Farben ist umsetzbar. Und das in weniger als 20 Werktagen. Auf Wunsch können wir alle Flaschen auch noch mit Flyern, Gutscheinen oder Produkten bestücken.

Weitere Informationen: isybe.de

3 Fragen an: Stephanie Mangold-Gencel (Troas)

Troas ist Hersteller und Exporteur von türkischen Natursteinen. Das Produktprogramm umfasst Ziersteine, Findlinge und Granitpflaster. Die Steine werden in die ganze Welt geliefert. Die Ziersteine werden meist im Außenbereich verwendet, können aber auch im Innenbereich genutzt werden. Stephanie Mangold-Gencel ist seit 2006 im Vertrieb der Firma Troas tätig.

Frau Mangold-Gencel, Troas bietet Natursteine aus der TĂĽrkei an. Wie werden diese Steine gewonnen?
Mangold-Gencel: Die Steine werden in der TĂĽrkei in SteinbrĂĽchen gebrochen und anschlieĂźend getrommelt. Dadurch erhalten sie ihre runde Form. Je nach Steinart dauert das Trommeln vier bis 20 Stunden.

Wer sind Ihre Kunden?
Mangold-Gencel: Wir beliefern alle Firmen, die uns einen vollen Container abnehmen können – das sind etwa 25 Tonnen insgesamt. Zurzeit verkaufen wir unsere Steine in 45 Länder. Abnehmer sind sowohl Natursteinhändler als auch Baumärkte oder Landschaftsgärtner.

Wie groĂź ist das Sortiment an Natursteinen?
Mangold-Gencel: Derzeit haben wir 41 Sorten Kiesel und gebrochene Ziersteine im Programm. Das Farbspektrum reicht von weiß über grau, grünlich und rötlich bis hin zu Schwarz.

Weitere Informationen: troas.com.tr

 

3 Fragen an: Derk Niemeijer (DieStadtgärtner)

Der Diplom Betriebswirt Derk Niemeijer ist MitbegrĂĽnder von DieStadtgärtner, ein Unternehmen das sich Urban und Guerilla Gardening  unter dem Motto „Holt euch das GrĂĽn zurĂĽck in die Stadt!“ auf die Fahnen geschrieben hat. Hauptprodukte sind die sogenannten Seedbombs, walnussgroĂźe Kugeln, die mit heimischen Pflanzensamen gespickt sind. Diese können ganz einfach auf einen Platz mit ausreichend Erdreich geworfen werden und bilden nach kurzer Zeit ein sprieĂźendes Fleckchen mit bunten BlĂĽten.

Herr Niemeijer, wie sind Sie auf die Idee gekommen sich mit dem Verkauf von Seedbombs selbstständig zu machen?
Niemeijer:
Meine Mitbegründer und ich sind auf dem Land aufgewachsen und waren schon immer sehr naturverbunden. Als wir zum Studieren nach Hamburg kamen, haben uns die Natur und das Grün sehr gefehlt. Wir haben angefangen selber Seedbombs zu rollen und haben dann schnell erkannt, welches Potential diese Kügelchen haben und wie viele Verbreitungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist die Idee hinter den Seedbombs?
Niemeijer:
 Seedbombs wurden schon in den Protestbewegungen der siebziger Jahre eingesetzt. Sie sind ein friedliches Ausdrucksmittel mit denen man urbane Plätze um die sich niemand mehr kümmert aufblühen lassen kann. Aber auch für den Blumentopf in der Wohnung sind sie geeignet, genauso wie für den heimischen Garten. Es gibt zurzeit acht verschiedene Sorten, wie zum Beispiel Laubwald, Schmetterlingswiese oder Wildkräuter, die an passenden Stellen ausgeworfen werden können.

Für uns ist es auch sehr wichtig, dass wir ausschließlich naturbelassene Produkte verwenden: Die Seedbombs werden selbstverständlich ohne Chemikalien hergestellt, die Trägersubstanzen sind Humus und Tonerde. Auch beim Verpackungs- und Versandmaterial achten wir darauf nur recyclebare Materialien zu verwenden.

Wer ist die Zielgruppe fĂĽr das Produkt?
Niemeijer:
In unserem Webshop kann jeder die Seedbombs kaufen, entweder im Zehner-Jutebeutel oder im Komplettpaket. Wir verkaufen auch an Großabnehmer. Unsere Verpackungen können individuell angepasst werden; wenn Sie uns Ihr Logo oder Motiv zuschicken, bedrucken wir die Beutel für Sie. Die Seedbombs sind ganz hervorragend als Werbeträger geeignet. Besonders für Unternehmen, die in der grünen Branche tätig sind, aber keine Pflanzen verkaufen sind sie ideale Giveaways. Natürlich verkaufen wir auch an Einzelhändler.

Weitere Informationen: diestadtgärtner.de

3 Fragen an: Stephan Arnold (GaLabau)

Stephan Arnold, Landschaftsgärtner aus Leinfelden-Echterdingen, engagiert sich seit 2005 im Vorstand des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. zum Thema „Landschaftsgärtnerische Fachgebiete“. Hierzu zählt u.a. auch die Umsetzung der Ziele der Stiftung DIE GRÜNE STADT und die Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten. Eines seiner Schwerpunktthemen ist die Dachbegrünung.

Herr Arnold, zahlt es sich für Hausbesitzer aus, Dächer zu begrünen?
Arnold: Auf jeden Fall. Gründächer sind eine Investition in die Zukunft, die über viele Jahre eine ökologische und ökonomische Rendite abwerfen. Mit einem solchen Dach sorgt man für eine Verbesserung des Stadtklimas und schafft neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Außerdem kann ein Garten auf dem Dach nicht nur den Wert einer Immobilie steigern, sondern er ist auch gleichzeitig ein Kostensparmodell: Einer der wichtigsten Vorteile der Dachbegrünung ist der Regenwasserrückhalt. Mit der flächendeckenden Einführung der gesplitteten Abwassergebühr in Baden-Württemberg wird das ökologische Engagement der Hausbesitzer durch reduzierte Gebührensätze belohnt. Ein begrüntes Dach sorgt außerdem für einen verbesserten Wärme- und Kälteschutz des Hauses, was natürlich zu Einsparungen bei den immer teurer werdenden Energiekosten führt. Auch die Dachabdichtung ist durch eine Pflanzenschicht besser geschützt, so dass Reparaturen und Erneuerungen wesentlich seltener durchgeführt werden müssen.

Ist die Anzahl der Gründachprojekte in Ihrer Heimat Baden-Württemberg – im Vergleich zum Rest der Republik – besonders hoch?
Arnold: Baden-Württemberg darf tatsächlich als Motor der Gründach-Idee in Deutschland bezeichnet werden. Bereits seit Mitte der 1980-er Jahre wird die Dachbegrünung hier durch kommunale Maßnahmen und eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit der Verbände gefördert. Aufgrund der jahrzehntelangen Tradition der Dachbegrünung ist die Anzahl der begrünten Dächer in Baden-Württemberg besonders groß. Alleine in Stuttgart gibt es mehr als eine Million Quadratmeter begrünte Dachflächen.

Inwieweit arbeiten Architekten und Landschaftsgärtner zusammen, wenn es um die Planung und Umsetzung neuer Gebäude mit einem begrünten Dach geht?
Arnold: Ideal ist es natürlich immer, wenn sich Bauherr, Architekt und Landschaftsgärtner zusammensetzen und gemeinsam planen, um so das Umwelt- und Nutzungspotential einer Dachfläche optimal zu entwickeln. Nicht nur der Informationsaustausch über die Baugrundlagen wie Statik, Dachneigung, Zugangsmöglichkeiten usw. sind dabei wichtig. Viele Dachbegrünungen sind heute ein attraktiver Blickfang und ein wichtiges Gestaltungselement moderner Architektur. Deshalb sollten bei der Anlage und Pflanzenauswahl viele Aspekte bedacht und abgestimmt werden.

 

3 Fragen an: Claus Krumpholz (Krumpholz Werkzeugfabrikation)

Die Krumpholz Werkzeugfabrikation ist eine der ältesten und traditionsreichsten familiengeführten Schmiedebetriebe Europas. Diese Tradition hat bereits seit 1799 Bestand und wird bis zum heutigen Tag im Guttenbergerhammer in Oberfranken fortgeführt.

Über 1.200 Artikel führt das Unternehmen im Programm – neben den Gartenwerkzeugen auch Werkzeuge für das Baugewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft. Claus Krumpholz leitet die Fabrik im Frankenwald schon in siebter Generation.

Herr Krumpholz, Sie waren auch auf der diesjährigen Gartenmesse spoga+gafa wieder mit einer großen Auswahl an Neuheiten und Werkzeugen vertreten. Was führt sie immer wieder nach Köln?
Krumpholz: Aufgrund unseres doch sehr exklusiven Angebots sind unsere Kunden vor allem inhabergeführte Gartencenter. Etwa 50 Prozent unserer Produkte vertreiben wir im deutschen Markt, die andere Hälfte weltweit. Auf einer internationalen, fachbezogenen Messe wie der spoga+gafa können wir unsere Kunden und potentielle neue Kunden aus der ganzen Welt an drei Tagen in Köln treffen – ob sie nun aus Kanada, den USA, Israel, Russland oder Südkorea kommen.

Ihre Gartengeräte liegen preislich etwas über dem, was man für viele andere Marken bezahlt. Warum ist das so?
Krumpholz: Qualität hat einfach ihren Preis. Bei uns entstehen die Geräte nicht mithilfe computergesteuerter Roboter, sondern sie werden in alter Tradition handgefertigt – durch erfahrene Handwerker, die den glühenden Stahl zu einmaligen Werkzeugen formen. Auf eine solche Art der Herstellung verstehen sich heute weltweit nur noch wenige Schmiede. Immer mehr Menschen schätzen aber diese qualitativ hochwertigen Gartenwerkzeuge, denn das richtige Werkzeug entscheidet bei der Gartenarbeit häufig über Lust oder Frust. Darüber hinaus sind unsere Produkte besonders langlebig. Wer sich einmal für ein Krumpholz Werkzeug entscheidet, muss sich nicht alle paar Jahre eine neues kaufen. Wir geben auf unsere Geräte eine lebenslange Garantie.

Eine Werkzeugfabrikation wie Ihre benötigt im laufenden Betrieb doch sicher viel Energie. Wie erleben Sie die derzeitige Diskussion um die Strompreiserhöhung und die Subvention für energieintensive Unternehmen in Deutschland?
Krumpholz: Seit Beginn der Schmiedearbeit im Guttenbergerhammer setzt unser Unternehmen auf erneuerbare Energien. Zwei Bäche – der Große und der Kleine Rehbach – werden zur Energiegewinnung genutzt. Bis vor etwa 60 Jahren trieb die Kraft der Bäche noch wasserbetriebene Schmiedehämmer direkt an. Heute verwenden wir zwei große Turbinen zur Stromerzeugung. Unsere Schmiede und sogar das Wohnhaus können also komplett mit selbstproduziertem Strom versorgt werden.

Weitere Informationen: krumpholz1799.de