3 Fragen an: Dr. Peter O. WĂĽst (BHB)

Dr. Peter Wüst ist seit 2010 Geschäftsführer beim Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. in Köln.

Herr Dr. WĂĽst, wie ist die Stimmung zurzeit in der GrĂĽnen Branche?
WĂĽst:
Die Stimmung ist gut bis durchwachsen. Das Jahr begann gut und hat dann stark nachgelassen. Aber in Deutschland sollten wir nicht klagen!

Wie entwickelt sich der grĂĽne Markt im Baumarkt?
WĂĽst
: „Grün“, das heißt, das weite Feld vom Leben im Garten, BBQ, Pflanzen, Geräte etc. sind zweifelsfrei ein Wachstumsmarkt. Viele Sortimente sind aber erst in den letzten Wochen mit Preisreduktion abgeflossen. Das schmälert die Freude.

Was versprechen Sie sich von der spoga+gafa 2012?
WĂĽst:
Gespräche, Kontakte und Trends.

Weitere Informationen: heimwerkerverband.de

 

3 Fragen an: Gerd-JĂĽrgen MĂĽsing (SonnenPartner)

Die Firma Müsing aus Bielefeld gehört zu den größten Strandkorb-Herstellern in Deutschland. Unter der Marke „SonnenPartner” vermarkten zahlreiche Fachhändler im In- und Ausland ihre kleinen Trauminseln. Über die Strandkorbproduktion hinaus bietet „SonnenPartner“ mittlerweile auch ein umfangreiches Sortiment an Gartenmöbeln. Jedes Jahr stellt Gerd-Jürgen Müsing seine neuen Produkte erfolgreich auf der spoga+gafa in Köln vor – und das nun bereits seit einem Vierteljahrhundert!

Herr Müsing, wie kamen Sie auf die Idee, Strandkörbe mitten im Binnenland zu produzieren?
Müsing: Immer, wenn wir früher Urlaub mit unseren Kindern an der Nord- oder Ostsee machten, wollte meine Frau einen Strandkorb für unseren Garten erwerben. Das war jedoch vor 30 Jahren nicht so einfach. Die Strandkorbvermieter wollten nur die ältesten und zum Teil stark beschädigten Strandkörbe abgeben. Und bei den Strandkorbherstellern bekam man nur 08/15-Modelle angeboten. Etwas Individuelles zu bekommen, war sehr schwierig und wenn, auch nur in den Wintermonaten möglich. Damals hatte ich einen Tischlereibetrieb für Innenausbau und allgemeine Tischlerarbeiten. Um meiner Frau ihren Wunsch zu erfüllen – und natürlich auch, weil ich wusste, dass Strandkörbe allgemein sehr beliebt sind – beschloss ich, selber welche herzustellen. In den ersten Jahren wurden wir in Bielefeld dann zumeist belächelt, weil jeder der Meinung war, eine Strandkorbfertigung gehöre an die See. Da wir aber beschlossen, den Strandkorb für die Privatgärten salonfähig zu machen, war der Standort ein klarer Vorteil. Heute beliefern wir Händler und Wiederverkäufer von Sylt bis München – und auch im benachbarten Ausland.

Obwohl solch ein Strandkorb doch ein sehr klassisches Produkt ist, das sich in Funktion und Aussehen in den letzten Jahren nicht sehr verändert hat, schafft es Ihr Unternehmen innovativ zu bleiben und immer neue Modelle auf den Markt zu bringen. Wie machen Sie das?
Müsing: Der Strandkorb ist in diesem Jahr 130 Jahre alt geworden und ganz eindeutig ein Klassiker mit einem großen Bekanntheitsgrad. Trotzdem ist es uns gelungen, durch viele Innovationen den Strandkorb immer weiter zu entwickeln, ohne dabei die Grundformen zu verfremden. All unsere Mitarbeiter lieben Strandkörbe und kommen immer wieder auf neue Ideen, die wir dann an Prototypen auf Machbarkeit oder Tauglichkeit testen. Und natürlich sind auch die Ideen und Wünsche der Kunden für unsere Arbeit immer wieder eine wichtige Anregung.

Seit 25 Jahren stellen Sie Ihre Produkte auf der spoga+gafa in Köln aus. Wie hat sich die Messe in dieser Zeit verändert?
Müsing: Zu Beginn der Strandkorbfertigung haben wir unsere Produkte zunächst nur im Raum Bielefeld verkauft. Nachdem die Fertigung nach zwei Jahren alle Anfangsschwierigkeiten überwunden hatte, haben wir erstmals auf der Kölner Gartenmesse ausgestellt, um den bundesweiten Vertrieb zu starten. Für uns ist die spoga+gafa die Messe, die uns die Kontakte bringt, um weiter expandieren zu können. Auf keiner anderen Messe erreichen wir so viele kompetente Fachbesucher. Meiner Meinung nach hat sich die spoga+gafa besonders positiv entwickelt, nachdem sie vor ein paar Jahren komplett von den alten Messehallen in die neuen umgezogen ist.

Weitere Informationen: sonnenpartner.de

 

3 Fragen an: Peter Botz (VDG)

Der internationale Garten-Center Kongress (IGCA) findet in diesem Jahr vom 26. August bis zum 01. September im Rheinland statt. Der IGCA hat Deutschland zuletzt im Jahr 2000 besucht. Damals waren München und Umgebung das Ziel. Organisiert wird die diesjährige Veranstaltung vom Verband Deutscher Garten-Center e.V.. Peter Botz ist Geschäftsführer des Verbandes.

Herr Botz, was unterscheidet die deutsche Gartencenterszene von der internationalen?
Botz: Ich würde sagen, in Deutschland stehen die Pflanzen in den Gartencentern stärker im Mittelpunkt als in anderen Ländern. Ansonsten bin ich immer wieder überrascht, wie sehr sich viele individuelle Situationen von Gartencenterbetreiben doch ähneln – auch dann, wenn man in völlig unterschiedlichen Teilen der Erde tätig ist. Das haben unsere IGCA Kongresse in verschiedenen Ländern in den letzten Jahren deutlich gezeigt. Es gibt immer und überall neue Herausforderungen und es ist wunderbar, die Möglichkeit zu haben, sich einmal im Jahr mit Kollegen aus der ganzen Welt auszutauschen und besprechen zu können, wie man diese Herausforderungen erfolgreich bewältigen kann.

Was sind die Highlights des diesjährigen IGCA Kongresses?
Botz: Der IGCA bietet eine einzigartige Möglichkeit für die Betreiber und Leiter von Gartencentern, sich bewährte Verfahren in unserer Branche anzusehen. Nachdem wir im letzten Jahr in Italien zu Gast waren, führt unsere Tour in diesem Jahr in die Region Köln-Bonn. Hier werden wir die lokalen Märkte und Vermarktungseinrichtungen und natürlich auch die touristischen Sehenswürdigkeiten besuchen. Außerdem ist ein Abstecher zur Floriade in Venlo geplant. Am Schluss der Tour steht für die 100 Teilnehmer aus 18 Ländern dann auch noch die Gartenfachmesse spoga+gafa in Köln auf dem Programm.

Welche Bedeutung spielt der Besuch der spoga+gafa fĂĽr Ihren Kongress?
Botz: Die spoga+gafa ist den meisten internationalen Delegierten unserer Tour natürlich gut bekannt. Hier kann man sich hervorragend über die Markttrends und –entwicklungen informieren, Kontakte knüpfen und neue Produkte und Ideen kennenlernen. Durch den Besuch der spoga+gafa in Köln lohnt sich die Reise nach Deutschland für viele unserer Kongressteilnehmer aus aller Welt gleich doppelt.

Weitere Informationen: garten-center.de

3 Fragen an: Rick Mulligan

Der renommierte Designer und Innenarchitekt Rick Mulligan, bekannt durch seine TV-Auftritte als Wohnexperte, versteht sich als Moderator zwischen exzellent ausgefĂĽhrtem Handwerk und den individuellen WĂĽnschen seiner Kunden. Er realisiert hochwertige Inneneinrichtungen und Architekturkonzepte und begleitet seine Auftraggeber vom Entwurf des Hauses bis zur Gartengestaltung.

Herr Mulligan, Outdoor-Bereiche sehen immer mehr wie Wohnzimmer aus mit bequemen Sofas, Sesseln, Teppichen. Dabei laden die Temperaturen in unseren Breitengraden ja eigentlich nicht sehr häufig zum Draußensitzen ein.
Mulligan:
Der Mensch ist einfach froh, wenn er so oft wie möglich draußen in der Natur sein kann, weil er das mit einem Gefühl von Freiheit und Entspannung verbindet. Und mit dem Einsatz von Infrarot-Licht kann man die Outdoor-Perioden inzwischen auch deutlich verlängern und nicht mehr nur, so wie es früher üblich war, die Sommerperiode an der frischen Luft verbringen. Dazu kommt, dass wir in den letzten Jahren auch einen super tollen Frühling und Herbst erlebt haben, und das sollten wir ausnutzen und es uns draußen so gemütlich wie möglich machen.

Worauf muss man generell bei der Planung von Outdoor-Bereichen achten?
Mulligan: Zunächst mal sollten Outdoor und Indoor miteinander harmonieren. Das heißt, dass man im Außenbereich möglichst das Konzept der Innenarchitektur fortführt. Zudem muss man darauf achten, dass die Gestaltung zur Umgebung passt. Schmiedeeiserne Gitter oder Mini-Gärten in japanischer Zen-Optik passen z. B. eher weniger zu urbanen Standorten. Und dann müssen die Materialien selbstverständlich witterungsbeständig sein. Es gibt beispielsweise ein neues, verpresstes Holz-Granulat, dass hervorragend für den Einsatz im Outdoor-Bereich geeignet ist. Und auch die Outdoor-Stoffe haben eine ganz neue Qualität erreicht und sind nicht mehr bretthart wie es früher der Fall war. Ich verwende sie sogar im Innenbereich weil ihnen das Sonnenlicht nichts anhaben kann.

Welche Farben und Produkte sind zurzeit besonders gefragt?
Mulligan: Ich bin der Meinung: Außen sollte es nicht zu bunt werden. Schließlich wollen wir uns entspannen und wenn möglich das Grün der Natur genießen. Deshalb sind gedeckte, natürliche Farben im Hampton-Stil genau richtig. Ein bequemer Deckchair aus Holz ist für mich immer noch der Inbegriff eines Outdoor-Möbels und er ist sogar ohne Polsterauflagen bequem. Loungige Sofas sind dagegen dort ideal, wo man lange sitzen will, zum Beispiel in der Gastronomie.

Weitere Informationen: rickmulligan.de

 

3 Fragen an: Uwe Bedenbecker (Kettler)

Freizeitmöbel von Kettler zeichnen sich durch ihre hohe Qualität und ihr hochwertiges Design aus. So können sie nicht nur im Garten, sondern auch auf dem Balkon, der Terrasse, im Wintergarten oder im Wellnessbereich bestens eingesetzt werden.

Uwe Bedenbecker von der Heinz Kettler GmbH & Co. KG stellt die Trends fĂĽr das Jahr 2012 vor.

Weitere Informationen: kettler.net