Muskauer Schlossgärtnerei: Wiedereröffnung nach aufwendiger Instandsetzung

Nach Abschluss der aufwendigen Instandsetzung wird am 22. Juni 2012 die Schlossgärtnerei samt Gewächshauskomplex und Küchengarten im UNESCO-Welterbe Muskauer Park wieder eröffnet. Damit bekommt Pücklers Landschaftskunstwerk ein wesentliches Element des Gesamtensembles der Parkanlage zurück, weil ein funktionierender Gärtnereikomplex mit Orangerie und Küchengarten für den grünen Fürsten Pückler so integral zur Parklandschaft gehörten und ihre Bewirtschaftung und Versorgung sicherten.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Freistaat Sachsen finanzierten die aufwendige Sanierung der Schlossgärtnerei mit ihren Außenanlagen seit 2009 in Höhe von 3,5 Mio. Euro.

Der Muskauer Park verbindet außergewöhnliche Natur und Kunst: weitläufige Wiesen, geschwungene Wege, majestätische Bäume, pittoreske Seen und Flüsse, einzigartige Brücken und Bauten. Auf über 830 Hektar erstreckt sich der Park beiderseits der Neiße. Zu Fuß, per Fahrrad, Kutsche oder Boot lässt sich das Gartenreich erkunden. Was wie natürlich gegeben und gewachsen scheint, ist bis ins Detail geplant – ein Gartenkunstwerk von Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Der Adelige gestaltete seinen Landschaftspark zwischen 1815 und 1845. In seinem Geiste erhalten deutsche und polnische Denkmalpfleger den Park heute. Für die UNESCO Anlass, ihn 2004 in das Welterbe der Menschheit aufzunehmen. Der Muskauer Park begeistert jährlich über 250.000 Besucher.

Weitere Informationen: muskauer-park.de

 

Nicht nur „Go for Gold“, sondern auch „Grow for Gold“ heißt es in London kurz vor den olympischen Spielen

Tausende Briten wollen die olympischen Spiele gemeinsam mit Freunden, Familie und Nachbarn feiern. Dabei heißt das Motto nicht nur „Go for Gold“, sondern auch „Grow for Gold“, denn die Inselbewohner wollen der Welt auch ihr gärtnerisches Können zeigen.

Kurzerhand wurde ein Komitee gegründet, das sowohl Menschen mit grünem Daumen als auch Gartenneulinge mit Expertentipps rund um das Thema „Ein Garten für die Spiele“ versorgt. Ziel ist es, den Ehrgeiz der Gärtnernation zu wecken und auch diejenigen, die bisher nicht so interessiert waren, zu motivieren, sich im Gärtnern zu versuchen und ihre Umgebung zu verschönern und zu begrünen. Wir sind gespannt …

 

Vertikaler Garten: Urwaldatmosphäre mitten in Berlin

Der berühmte französische Gartenkünstler Patrick Blanc enthüllte am 17. Januar 2012 im Kulturkaufhaus Dussmann in der Berliner Friedrichstraße seine einzigartige „Mur Végétal“.

Blancs vertikale Gärten sind faszinierende Fassaden-Kompositionen aus zahllosen Pflanzen. Ganz ohne Erde, mit einem ausgefeilten Bewässerungssystem, lässt er sie innen wie außen die Wände hochgehen und schafft so einzigartige, lebendige Kunstwerke.

Seine Wurzeln hat Blanc in Paris. Hier arbeitet der 58-Jährige als Botaniker am „Centre National de la Recherche Scientifique“. Seine vertikale Garten-Idee wurde 1986 erstmals gefeiert. Seitdem haben auf der ganzen Welt bedeutende Designer und Architekten wie Herzog & de Meuron, Jean Nouvel und Andrée Putman den Franzosen mit spektakulären Wandbegrünungen beauftragt.

Der vertikale Garten im Dussmann-Haus in Zahlen:

  • 18 m hoch
  • 15 m breit
  • 270 m² Gesamtfläche
  • 16.200 l fassendes Wasserbecken
  • 6.672 tropische Pflanzen
  • 157 verschiedene Pflanzenarten –u.a. Rachenrebe, Clivie, Begonie, Philodendron

Mehr Infos unter:
verticalgardenpatrickblanc.com
kulturkaufhaus.de

 

Vertikale Gartenstädte
– die Zukunft des Bauens?

In der asiatischen Metropole Singapur erobert sich der Urwald scheinbar die Hochhäuser zurück, seit Richard Hassell und Mun Summ Wong dort bauen. Das Deutsche Architekturmuseum zeigt jetzt die verwegenen Gebäudeprojekte der beiden Architekten.

Hassell und Wong, Geschäftsführer des Architekturbüros WOHA erlangten bereits Ende der 1990-er Jahre erste internationale Aufmerksamkeit mit ihren tropisch-offenen Einfamilienhäusern. Heute haben sich die beiden Visionäre dem Bauen von Hochhäusern verschrieben und planen ganz neue Großstadtstrukturen. Den üblichen Hochhäusern mit hermetisch versiegelten Fassaden und Klimaanlagen setzen WOHA ein eigenwilliges Konzept entgegen: die „porösen Türme“, perforierte Bauten, die über und über mit Pflanzen und Gärten ausgestattet sind. Damit machen die Architekten Klimaanlagen fast überflüssig, da der natürlicher Luftstrom und die großflächige Bepflanzung eine Kühlung der Räumlichkeiten ermöglichen. Für ihr zukunftsweisendes Wohnhochhaus „The Met“ in Bangkok hat WOHA 2010 den Internationalen Hochhaus Preis erhalten.

Im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt sind noch bis zum 29. April 2012 die Arbeiten von WOHA zu sehen. 19 Projekte werden auf etwa 500 Quadratmetern mit großformatigen Fotos und Plänen, Projekttexten, digitalen Bildern und Modellen präsentiert – von Einfamilienhäusern über Schul- und Gemeinschaftsbauten und Hochhaustürme bis hin zu Hotels und Resorts.

Weitere Infos unter:
dam-online.de
woha-architects.com