Gärtnern ist der neue Luxus

Jede Freizeitbeschäftigung hat ihre Zeit. Aktuell liegt das Gärtnern stark im Trend, sagt Zukunftsforscher Matthias Horx vom Zukunftsinstitut in Kelkheim. Das heutige Gärtnern unterscheidet sich allerdings wesentlich von Gartenarbeit in der Vergangenheit. Heute ist es eine Form von Luxus.

Im Freizeitmarkt gab es schon immer Tätigkeiten, die einem aktuellen Trend entsprachen. Basteln, Kochen oder auch bestimmte Sportarten, wie z. B. das Joggen oder Aerobic, hatten ihre Zeit in der jeder, der dazu gehören wollte, mitmachte. Aktuell ist das Gärtnern die angesagte Freizeitbeschäftigung. Was lange Zeit als spießig galt, ist heute absolut trendy. Das Interesse an Umwelt und Natur ist in den letzten 30 Jahren stark gewachsen und führt dazu, dass die Menschen heute selber “etwas wachsen lassen“ wollen. Darüber hinaus, so Horx, befriedigt das Gärtnern ästhetische Bedürfnisse. Der Kreativität des Hobby-Gärtners sind keine Grenzen gesetzt und so spiegelt der moderne Garten auch immer ein Stück Persönlichkeit seines Besitzers wider. Die Zulieferindustrie, vom Gartenstuhl über den Rasenmäher bis zu den Pflanzen, hat sich auf die hohen Designansprüche der modernen Hobby-Gärtner eingestellt und liefert alles, was das Gärtnerherz begehrt. Ob nun Home Gardening, das den Garten und die Natur stark ins häusliche Leben einbezieht, oder Urban Gardening, das ein Naturerlebnis auf dem kleinsten Balkon zaubert, alles ist möglich, denn für jede Idee gibt es die passenden Geräte, Accessoires und Pflanzen. Dieser hohe Grad an Individualität macht den Garten nicht nur zu einem unverwechselbaren Stück Natur, sondern auch zu einem ganz persönlichen Stück Luxus. Der neue Kult um den Garten und das Gärtnern soll nach Überzeugung des Zukunftsinstituts noch lange anhalten.

Innovationspreis Gartenbau 2012 – Bewerbung noch bis zum 15. März möglich!

Auch in diesem Jahr zeichnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wieder hervorragende, beispielgebende Innovationen im Gartenbau mit dem „Deutschen Innovationspreis Gartenbau“ aus.

Bewerben kann sich jedes Unternehmen, das Gartenbauprodukte herstellt oder damit handelt, Hersteller von Produkten und Zubehör sowie andere Einrichtungen, die für den Gartenbau innovativ tätig sind. Es sollte sich um eine Innovation pflanzenbaulicher, züchterischer, technischer, kulturtechnischer oder betriebswirtschaftlicher Art handeln, um beispielhafte Kooperationen und Unternehmenskonzepte oder auch um eine Kombination aus diesen Merkmalen. Insgesamt ist der Preis mit 15.000 Euro dotiert.

Weitere Infos unter: bmelv.de

Ist der Garten Natur?

Die Menschen haben heute eine andere Sichtweise auf die Natur als noch vor 10 oder 20 Jahren. Heutzutage wird die Natur als ein Ort des Friedens, der Entspannung und der Erholung definiert, d.h. als völliger Gegensatz zu unserem stressigen Alltag.

In einer kürzlich vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) durchgeführten Untersuchung wurde gefragt, was Menschen mit dem Begriff „Natur“ assoziieren. Es war keine große Überraschung, dass die Mehrheit (47 %) den Wald nannten. Weiterhin dachten 38 % an „Wiesen“, 33 % verbanden den Begriff mit „wildlebenden Tieren“, 27 % sagten „Bäume“ und weitere 23 % nannten „Blumen“. Weitere Nennungen auf der Liste waren Seen, Berge, Pflanzen, Felder und Flüsse. Es war allerdings schon etwas überraschend, dass lediglich 14 % der Befragten der „Garten“ als vorletzter Begriff, nur noch gefolgt von „Sonne“, einfiel. Ein Garten hat also demnach nichts mit der Natur zu tun? Aber was ist dann ein Garten, wenn nicht Natur? Interessanterweise bezeichnet sich die Mehrheit der Deutschen als umweltbewusst. Sogar über die Hälfte der deutschen Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren sagen von sich selbst, dass sie bereit sind, ihre Lebensweise an die Bedürfnisse von Umwelt und Klima anzupassen. Gleichzeitig aber finden diese Jugendlichen Gartenarbeit völlig „uncool“. Die Gründe für diese Fehleinschätzung, dass der Garten keine Natur sei, sind vielschichtig. Es würde jedoch helfen, diese Ansicht richtig zu stellen, wenn Medien, Schulen und Eltern die Jugend mehr darüber informieren würden. Wenn die Eltern ihren Kindern zeigten, wieviel Natur in jedem Garten steckt, könnten die Kinder zum richtigen Ergebnis gelangen: der Garten ist Natur und Gartenarbeit ist ein Teil des Naturschutzes.

Weitere Infos unter: bfn.de

Deutscher Gartenbuchpreis 2012 – Jetzt noch bewerben!

Schloss Dennenlohe im mittelfränkischen Landkreis Ansbach vergibt in Kooperation mit der Motorsägenmarke STIHL am 9. März 2012 zum sechsten Mal den Deutschen Gartenbuchpreis.

Zuvor nimmt eine mit hochkarätigen Gartenexperten besetzte Jury die neu erschienen Gartenbücher unter die Lupe und wählt aus den fünf verschiedenen Bücherkategorien„Bildband“, „Ratgeber“, „Garten- oder Pflanzenporträt“, „Garten-Reiseführer“ und „Buch über Gartengeschichte“ die jeweils besten Publikationen aus.

Der im Jahr 2007 durch Baron Robert von SĂĽsskind ins Leben gerufene Preis verfolgt das Ziel, qualitativ herausragende Werke der Gartenliteratur auszuzeichnen. Bewerbungen von Autoren und Verlagen werden noch bis zum 29. Februar 2012 angenommen.

Weitere Infos unter:
stihl.de
dennenlohe.de

 

Autoren fĂĽr grĂĽnes Lexikon gesucht

Hortipendium ist ein vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördertes Projekt zur Schaffung einer internetbasierten, kostenlosen Enzyklopädie für alle gärtnerischen Berufe und für den Freizeitgartenbau.

Dieses Lexikon soll das Grundlagenwissen der grünen Berufe vermittelten, in einen Zusammenhang stellen und erklären. Dabei ist hortipendium.de im Aufbau sowie in der Funktionalität mit der freien Enzyklopädie Wikipedia vergleichbar. Wie dort wird auch in Hortipendium nach dem Wiki-Prinzip geschrieben: Ein Autor beginnt einen Artikel, andere Autoren können mitarbeiten und ergänzen.

Für die Zukunft erhofft Hortipendium die Mitarbeit aller gartenbaulichen Institutionen und Organisationen sowie aller Interessierten und engagierten Fachleute, die sich im Beruf oder in ihrer Freizeit intensiv mit dem Thema Gartenbau beschäftigen. hortipendium.de sucht Autoren, die ihr Fachwissen mit anderen teilen möchten. Im Gegensatz zur Wikipedia schreiben in Hortipendium ausschließlich zugelassene Autoren, die mit ihrem richtigen Namen genannt werden. Derzeit sind noch nicht alle Wissensbereiche mit Inhalten gefüllt. Dennoch haben die Autoren seit der Freischaltung im Juni 2010 bereits rund 1.500 Artikel aus verschiedenen Informationsbereichen erstellt, bearbeitet und frei zugänglich gemacht.

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