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Konsumbarometer 2013 – Europäer verlassen die klassischen Einkaufswege

Die Europäer setzen auf alternative Konsummuster. 61 Prozent möchten weniger, dafür aber besser konsumieren. 52 Prozent bevorzugen es, nicht zu bezahlen, sondern andere Konsummöglichkeiten zu nutzen. 82 Prozent recherchieren systematisch den niedrigsten Preis. Dies zeigt das Europa Konsumbarometer 2013, eine repräsentative Verbraucherbefragung von mehr als 6.500 Europäern in zwölf Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn) im Auftrag der Commerz Finanz GmbH. „Finanzkrise, technologische Entwicklung und steigende Anforderungen an die Nachhaltigkeitseigenschaften von Produkten und Dienstleistungen verändern das Konsumverhalten“, erläutert Dr. Anja Wenk, Bereichleiterin Vertriebsmanagement der Commerz Finanz GmbH. „Immer häufiger verlassen die Verbraucher die klassischen Einkaufswege.“ Die neuen Konsummuster haben aber auch eine soziale und nachhaltige Komponente.

68 Prozent der Europäer sind bereit, künftig Gebrauchtwaren zu kaufen. Durch das Internet wird der Secondhand-Markt für viele Konsumenten zur Selbstverständlichkeit. Das Prinzip der „Shareconomy“ übertragen die Europäer zunehmend auf gemeinsame Anschaffungen. Dies gilt vor allem für selten genutzte Produkte wie z.B. Garten- und Heimwerkerausstattung sowie die Freizeit- und Sportausrüstung. Mehr als jeder Zweite ist an Tauschgeschäften interessiert. Tauschbörsen bieten die Möglichkeit, sich mit Dienstleistungen auszuhelfen. „Das Teilen ist gar nicht neu: Ob Bücher, Ski oder Gartengeräte – auch früher wurde schon ausgiebig geliehen. Neu sind Ausmaß und Qualität“, kommentiert Prof. Dr. Tobias Langner, Bergische Universität Wuppertal, Schumpeter School of Business and Economics. Auch die Nutzung zur Miete stellt für die Europäer eine interessante Alternative dar. Rund ein Drittel würde die Sportausrüstung oder Garten- und Heimwerkergeräte mieten.

Eine weitere Möglichkeit, das Budget zu schonen, sind Gruppenkäufe. Hier profitieren Verbraucher von besonderen Konditionen. 62 Prozent der Europäer möchten in Zukunft Gruppenkauf-Rabatte im Internet nutzen. Das wachsende Umweltbewusstsein sorgt außerdem dafür, dass die Konsumenten Wiederverwertungsmöglichkeiten sondieren, bevor sie neue Produkte ansammeln und damit die Umwelt belasten. 73 Prozent der Europäer können sich vorstellen, in den kommenden Jahren Produkte wiederzuverwerten. Die auf Nachhaltigkeit bedachte Konsumeinstellung führt zu einem neuen „Do-it-yourself-Trend“: Ob aus Qualitäts- und Kostenerwägungen oder aus Umweltaspekten – die Europäer möchten möglichst viele Arbeiten selbst erledigen. Das gilt besonders auch für Gärtner- und Heimwerkerarbeiten.

Weitere Informationen: europa-konsumbarometer.com

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