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Landesgartenschauen 2014 – Besuchermagneten und Stadtentwicklungsprojekte

Gleich fünf Landesgartenschauen gibt es 2014 in Deutschland. Von Nord nach Süd sind das: Papenburg in Niedersachsen, Zülpich in Nordrhein-Westfalen, Gießen in Hessen, Schwäbisch-Gmünd in Baden-Württemberg und Deggendorf in Bayern. Alle fünf öffnen nach jahrelanger Vorbereitung Mitte bis Ende April ihre Tore für Besucher und laden zu jeweils 180 Tagen Programm – Blumen und Pflanzen, Mustergärten und Ausstellungen, aber auch zahlreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen, Spiel und Spaß – sind aber darüber hinaus ein Zeichen für nachhaltige Veränderung und grüne Stadtentwicklung.

„Zülpicher Jahrtausendgärten“

Vom 16. April bis zum 12. Oktober 2014 ist die Römerstadt Zülpich Gastgeber für das Ereignis des Jahrzehnts in der Region zwischen Rheinland und Eifel. Unter dem Motto „Zülpicher Jahrtausendgärten – von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert“ erwarten die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von 25 Hektar die neuesten Gartentrends sowie besondere Kultur-, Kunst- und Naturerlebnisse. Aber das Entscheidende ist nicht das halbe Jahr Laufzeit der Landesgartenschau. Vielmehr versteht sich die Landesgartenschau Zülpich als Entwicklungsmotor für die historische Römerstadt und die gesamte Region weit über die Gartenschauzeit hinaus.

Weitere Informationen: laga2014.de

„bunt und biede“ in Papenburg

„Der bedeutende Wirtschaftsfaktor des Produktionsgartenbaus von Papenburg soll auch mit Hilfe der Landesgartenschau in der Wahrnehmung verstärkt aufs Schild gehoben werden und wir wollen – neben dem wichtigen Faktor Werft- und Industrietourismus – ein zweites touristisches Standbein etablieren“, erklärte Jan Peter Bechtluft, Bürgermeister der Stadt Papenburg und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Landesgartenschaugesellschaft anlässlich der Eröffnung. Für diese Ziele, die auch die Verweildauer der Touristen in der Region erhöhen sollen, sei die Gartenschau als größtes Event der letzten Jahrzehnte ganz sicher ein starker Impuls, so Bechtluft. Auch die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt sei ein Anliegen, das mit der Gartenschau gefördert und beispielsweise mit dem Bürgermitmachprojekt der KunstSpundwände unterstützt würde. Das Motto der Landesgartenschau „bunt und bliede“ verstehen auch Nicht-Nordlichter sehr schnell: Bunt und fröhlich, bunt und blühend, bunt und fröhlich blühend …

Weitere Informationen: landesgartenschau-papenburg.de

„Auf zu neuen Ufern“ in Gießen

Ende April eröffnet in Gießen die fünfte hessische Landesgartenschau. Unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern“ wird auf Gießen als Wissenschaftsstadt Bezug genommen – immerhin sind rund 32.000 von 76.000 Gießener Bürgern Studenten. Vor allem aber werden die beliebtesten innerstädtischen Grünbereiche der Öffentlichkeit in neuer Form zugänglich gemacht: Durch die Ausrichtung einer Landesgartenschau ergab sich die einmalige Chance, ein nachhaltiges Entwicklungskonzept für die Wieseckaue und die Lahnaue zu entwickeln. Der Einbezug der Innenstadt über drei Korridore war dabei bereits durch die im Vorfeld erstellte Machbarkeitsstudie festgelegt. Ideen lieferte ein europaweiter Wettbewerb zur Gestaltung der beiden Landesgartenschaubereiche, bei dem Landschaftsarchitekten zusammen mit Architekten und Stadtplanern kreative zukunftsfähige Lösungen entwickelten.

Weitere Informationen: landesgartenschaugiessen.de

„Zwischen Himmel und Erde“ in Schwäbisch-Gmünd

Auf etwa 14 Hektar Land-, einem Hektar Wasser- und 15 Hektar Waldfläche erstreckt sich das Areal der Landesgartenschau Schwäbisch-Gmünd 2014. Die geografische Lage und Einbeziehung von Landschaft und Stadtgebiet im Rahmen der Landesgartenschau ermöglicht es, grünen Lebensraum in der Stadt erfahrbar zu machen. Rund zwölf Kilometer Spazierwege stehen den erwarteten 750.000 Besuchern zur Verfügung. Allein 1.000 Bäume und rund 30.000 Stauden wurden gepflanzt, aber auch 4.000 Quadratmeter Frühlings- und Sommerflor sowie 6.000 Quadratmeter Blumenwiese gilt es zu bestaunen. Sieben Brücken wurden neu gebaut, zwei saniert – es ist offensichtlich, dass die Landesgartenschau 2014 wichtiger Impulsgeber für Schwäbisch Gmünd und die ganze Region ist. Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist es, mit der Gartenschau einen nachhaltigen Beitrag zur Attraktivität der Stadt zu leisten und den Lebens- und Wirtschaftsraum Ostwürttemberg zu stärken.

Weitere Informationen: schwaebisch-gmuend.de/6039-Landesgartenschau.html

„Ufer verbinden, Grenzen überwinden“ in Deggendorf

Die bayerische Landesgartenschau 2014 in Deggendorf hat sich zum Ziel gesetzt, das Areal zwischen der Deggendorfer Altstadt und der Donau nachhaltig zu entwickeln. Die Stadt wollte wieder näher an die Donau rücken, von der sie sich jahrzehntelang wegen der drohenden Hochwassergefahr hatte fernhalten müssen. Insgesamt wurde das 17 Hektar große Gelände neu strukturiert. Es ging einerseits darum, auf lokaler Ebene mit der neuen Fuß- und Radwegebrücke die Gemeindeteile auf der rechten Donauuferseite mit der Stadtmitte zu verbinden. Das Konzept sah aber auch vor, mit einem Durchbruch unter den Bahngeleisen Deggendorf an den touristisch sehr frequentierten Donau-Radweg anzugliedern und so auch regional dasselbe Ziel zu erreichen. Übergeordnetes Ziel war es, eine städtische “Un-Fläche“ zu strukturieren, neu zu gestalten und sie ihrem eigentlichen Sinn wieder zuzuführen: einen Erholungsraum mit attraktiven Treffpunkten für alle Bewohner und Gäste der Stadt zu schaffen, der bequem erreichbar ist und der es wieder erlaubt, die Donau uneingeschränkt zu genießen. Rund 90 Prozent des Geländes werden die eigentliche Zeit der Landesgartenschau 2014 überdauern und der Öffentlichkeit übergeben.

Weitere Informationen: donaugartenschau.de

 

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