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Onlinehandel: AllgemeingĂŒltige Erfolgsrezepte gibt es nicht mehr

online-shopping – Foto pixabay

Der Onlinehandel bleibt der starke Wachstumstreiber des Handels. Im ersten Quartal 2018 verzeichnete man im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 10,6 Prozent, wie die aktuellen Zahlen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) belegen. Dennoch haben es Online-Shops nicht unbedingt leicht. Zu groß ist fĂŒr viele die Konkurrenz durch Amazon. Fast jeder zweite in Deutschland im Netz ausgegebene Euro landet laut dem Institut fĂŒr Handelsforschung (IFH Köln) bei dem Riesen.

„Gerade in den zurĂŒckliegenden fĂŒnf Jahren hat sich Amazon nachhaltig und umfassend im Relevant Set der Konsumenten verankert – und zwar so stark, dass der Weg zum Kunden fĂŒr andere Anbieter regelrecht abgeschnitten wird. Eine Neukundengewinnung scheint so nahezu unmöglich“, sagt Dr. Eva StĂŒber, Mitglied der GeschĂ€ftsleitung am IFH Köln. „HĂ€ndler mĂŒssen radikal umdenken und ihr GeschĂ€ftsmodell auf den PrĂŒfstand stellen, wenn sie in einer amazonisierten Welt des Konsums Bestand haben wollen.“

Damit ein Online-Shop heute Erfolg hat, seine MarktlĂŒcke finden und Kunden an sich binden kann, scheint eines besonders wichtig: ein klares Alleinstellungsmerkmal (USP). Das zeigt auch die Benchmark-Untersuchung „Customers‘-Choice“, die jĂŒngst gemeinsam von ECC Köln und dotSource durchgefĂŒhrt wurde: Mehr als 13.000 Beurteilungen zu rund 100 Top-Online-Shops aus einer umfassenden Konsumentenbefragung wurden dafĂŒr ausgewertet.

ecommerce – Foto pixabay

Die Untersuchung rĂŒckte nicht nur die Kundenbindung in den Fokus, sondern analysierte die Online-Shop-Performance auch anhand von sieben kundenorientierten Erfolgsfaktoren: User Experience, Content & Inspiration, Convenience, Service, Sortiment, Preis/Leistung und Marken-Image. Dabei zeigte sich: Ein einzelner Erfolgsfaktor, der sich besonders stark auf die Kundenzufriedenheit und -bindung auswirkt, ist nicht mehr auszumachen. Vielmehr punkten die Online-Shops mit unterschiedlichsten StĂ€rken bei ihren Kunden.

„Die Ergebnisse der neusten Customers‘ Choice-Untersuchung machen deutlich, dass ‚One size fits all‘ endgĂŒltig ausgedient hat. AllgemeingĂŒltige Erfolgsrezepte gibt es im Onlinehandel nicht mehr“, erlĂ€utert Dr. Erik Klautzsch, Projektmanager am IFH Köln. „HierfĂŒr ist der E-Commerce zu dynamisch und GeschĂ€ftsmodelle, Zielgruppen und Branchen sind zu unterschiedlich. Jeder Online-Shop ist deshalb aufgefordert, seinen individuellen Weg zum Kunden zu finden und dabei genau zu identifizieren, welche Leistungsversprechen perfekt zu seinem GeschĂ€ftsmodell, der Branche sowie der eigenen Zielgruppe passen.“

 

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