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OUTSIDE-IN – Der „unendliche Gartenraum“ jetzt in Bad Essen

In den Gärten von Schloss Ippenburg rücken an diesem Morgen im April die LKWs mit 2,1 Tonnen Stahl-Vierkantrohren an. Was man kaum glauben mag: Aus diesen Schwergewichten soll in den nächsten Tagen etwas entstehen, das die Besucher der nächsten Gartenfestivals in Bad Essen bezaubern wird: Ein unendlich scheinender Gartenraum in einer kleinen Kiste.

Erdacht und entwickelte wurde diese besondere Gartenkunst von den Architekten Ulli Heckmann, Meir Lobaton Corona und der Landschaftsarchitektin Julia Pankofer. Ihr etwa 40 Quadratmeter großer Pavillon trägt den Namen OUTSIDE-IN. Die stählerne Fachwerkkonstruktion ist 5,40 Meter breit, 8,00 Meter lang und hat eine Höhe von 2,40 Metern. Von außen ist sie mit einem weißen Segeltuch und innen mit semitransparenten Spiegeln bespannt. Für den Aufbau wurden acht Punktfundamente benötigt. Die Stützen sind etwa 50 Zentimeter nach innen versetzt, um den Eindruck einer „schwebenden“ Konstruktion zu erhalten. Im Innern des Pavillons wird mit Bäumen und anderen Pflanzen eine überschaubare Gartenlandschaft angelegt. Durch Gucklöcher in der Außenhaut kann man später einen ungestörten Blick ins Innere werfen und wird staunen: Beim Hineinsehen entsteht nämlich der Eindruck, in eine Landschaft zu blicken, die unendlich weit ist.

Das Projekt mit der perfekten optischen Garten-Illusion wurde erstmals beim Internationalen Gartenfestival von Chaumont sur Loire 2013 vorgestellt und begeisterte 400.000 Besucher aus aller Welt. Bei der Ippenburger Tulpenpracht vom 1. bis 4. Mai 2014 können sich nun auch die Besucher in den Gärten von Schloss Ippenburg verzaubern lassen.

Weitere Informationen: ippenburg.de und outside-in.info

 

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