Deutschland-Umsatz macht Baumarktkette Praktiker Hoffnung

Praktiker steckt trotz des boomenden deutschen Einzelhandels weiter in der Krise. Zwar ging der Umsatz am Heimatmarkt im 4. Quartal nur noch um 0,6 % zurück – wegen der stark bröckelnden Auslandserlöse verbuchte die SDax-Firma aber insgesamt ein Minus von knapp 5 %.

Nun hofft das Management, dass Deutschland auch für den Verluste schreibenden Konzern zur Konjunkturlokomotive wird: Praktiker Deutschland hatte nach einem schlechten Start im Oktober in den beiden letzten Monaten des Jahres 2011 wieder mehr Kunden erreicht und einen besseren Umsatz erzielt. Damit entwickelte sich Praktiker zumindest im November mit dem deutschen Trend. Auf das Gesamtjahr gesehen hinkt Praktiker mit einem Umsatzminus am Heimatmarkt von 10 % aber weit hinter dem deutschen Einzelhandel zurück, der laut Schätzung 2011 auf ein Plus zwischen 2,7 und 2,9 % kommt.

Probleme hat Praktiker im Ausland: Weil vor allem die Kunden in Griechenland, Rumänien und Bulgarien weniger einkauften und sich zudem noch Wechselkurse verschlechterten, erlöste Praktiker von Oktober bis Dezember in seinem Auslandsgeschäft fast 13 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt ging der Umsatz im Schlussquartal 2011 um 4,5 % auf 716 Millionen Euro zurück. Damit war der Rückgang zwar geringer als in den Monaten zuvor, für 2011 insgesamt muss Praktiker aber ein Minus von 7,7 % auf 3,2 Milliarden Euro verkraften.

Quelle: Reuters Deutschland am 05.01.2012

 

BHB – Name neu, Kürzel bleibt

Der Bundesverband der Baumärkte nennt sich ab sofort: BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass unter seinem Dach Handelsunternehmen organisiert sind, die Sortimente aus den Kernwarengruppen Heimwerken, Bauen und Garten anbieten.

Neben den klassischen Bau- und Heimwerkermärkten sind im BHB jetzt schon Freizeit- und Landmärkte, Einrichtungsfachmärkte oder reine Gartencerter vertreten. Erhalten bleibt die Kurzform BHB.

 

Einladende Vorgärten

Der Vorgarten ist die Visitenkarte jedes Hauses. Dennoch gab es bislang kaum adäquate Literatur zur professionellen Gestaltung derselben. Mit dem Buch „Einladende Vorgärten“ ändert sich das: hier thematisiert Andrea Christmann ausführlich und reich bebildert Theorie und Planung von Vorgärten, Pflanzenkonzepte sowie Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Spanne der Gartenstile reicht von klassisch über ländlich und sachlich formal bis repräsentativ. Themen wie z.B. die Wahl der Accessoires und Materialien für einen anspruchsvoll gestalteten Vorgarten werden detailliert beschrieben und fotografisch in Szene gesetzt. Das Buch „Einladende Vorgärten“ ist ein Ideenpool sowohl für Hobbygärtner als auch für professionelle Gartengestalter.

 

Social Media auch für Baumärkte unverzichtbar

Mittlerweile gehört es schon zu den Selbstverständlichkeiten des Marketings, in den Social Media mit seinem Unternehmen präsent zu sein. Das gilt auch für die Baumarkt-Branche. Dennoch ist die Anzahl der virtuellen Freunde ist nicht unbedingt identisch mit der Beliebtheit bei der Kundschaft.

So führt zum Beispiel Hornbach mit 13.860 Fans bei Facebook und 1.978 Followern bei Twitter unangefochten die Liste der beliebtesten Baumärkte in den sozialen Netzwerken an. Obi hingegen schaffte es mit 2.045 Facebook Fans und Null Followern bei Twitter gerade einmal auf Platz 5 im Ranking (Stand Juli 2011).

Abgerechnet wird aber an der Kasse – und da kann es anders aussehen. In einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung des Marktforschungsinstituts YouGov liegt Obi klar vorn. Demnach ist ein Drittel der Befragten Kunde bei Obi, aber nur 17 % gehen bei Hornbach einkaufen. Insgesamt liegt Obi auch bei den Befragten aller Altersgruppen vorn. Außer bei den 25 bis 34-Jährigen, die Praktiker favorisieren. Sogar die bekannteste Eigenmarke stammt mit Variolux von Obi.

Laut YouGov sind die Auftritte der Baumärkte in den sozialen Netzwerken, unabhängig von der Anzahl der Fans und Follower, aber auf jeden Fall unverzichtbar. Nach Ansicht der Marktforscher wird der User in den Social Media vom Konsumenten zum “Prosumenten“, der nicht nur konsumiert, sondern auch produziert – nämlich Inhalte und Informationen. Damit befriedigen die sozialen Netzwerke das Grundbedürfnis vieler Menschen nach Selbstdarstellung, sozialen Kontakten und Kommunikation. Also, rein in die Social Media und mit den (potenziellen) Kunden aktiv kommunizieren. Wenn dann auch noch das Angebot am Point of Sale stimmt, dürfte dem Erfolg nichts mehr im Wege stehen.

Mehr Infos zur YouGov-Umfrage unter: yougov.de

Innovationspreis Gartenbau 2012 – Bewerbung noch bis zum 15. März möglich!

Auch in diesem Jahr zeichnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wieder hervorragende, beispielgebende Innovationen im Gartenbau mit dem „Deutschen Innovationspreis Gartenbau“ aus.

Bewerben kann sich jedes Unternehmen, das Gartenbauprodukte herstellt oder damit handelt, Hersteller von Produkten und Zubehör sowie andere Einrichtungen, die für den Gartenbau innovativ tätig sind. Es sollte sich um eine Innovation pflanzenbaulicher, züchterischer, technischer, kulturtechnischer oder betriebswirtschaftlicher Art handeln, um beispielhafte Kooperationen und Unternehmenskonzepte oder auch um eine Kombination aus diesen Merkmalen. Insgesamt ist der Preis mit 15.000 Euro dotiert.

Weitere Infos unter: bmelv.de