Praktiker: Mit Rabatten in die Krise

Praktiker steckt in der Krise. Der Baumarkt-Riese hat sich mit seinen harten Rabbat-Aktionen an den Rand der Existenzfähigkeit gebracht. Während es der Baumarktbranche insgesamt gut geht und viele Konkurrenten steigende Umsätze und Gewinne verbuchen, befindet sich Praktiker mit seinen knapp 440 Filialen in der Rabattfalle.

Viele Jahre gelang es dem börsennotierten Konzern, die Umsätze mit den 20-%-Rabatt-Aktionen auszuweiten und als Preisführer in der Branche wahrgenommen zu werden. Doch die Dosis musste in den vergangenen Jahren ständig erhöht werden, um die Kunden bei der Stange zu halten. Vor kurzem warf Konzernchef Wolfgang Werner das Handtuch. Er mag nicht mehr, hieß es.

Dabei galt Werners Idee, Praktiker zum Schnäppchen-Paradies für Heimwerker zu machen, einst als glorreich. Doch der Baumarkt-Riese an den Trend verschlafen. Nur billig kommt bei den Verbrauchern nicht mehr so gut an wie früher. Andere Baumärkte überholten das Unternehmen mit mehr Service und einem umfassenden Angebot im Internet. In Folge dessen wurden die populären, aber für Praktiker inzwischen unprofitablen 20-%-Rabatt-Aktionen abgeschafft. Stattdessen setzt die Kette auf mehr Eigenmarken, übersichtlichere Sortimente und mehr Service. Jetzt soll Sanierungsexperte Thomas Fox (oben) interimsweise für neuen Schwung sorgen. Er wird seinen neuen Posten zum 1. Oktober 2011 antreten und ab dann insbesondere die Neuausrichtung und Zukunftssicherung des Praktiker Konzerns verantworten. Zuletzt war der 54-Jährige als Chief Restructuring Officer und Vorsitzender der Geschäftsführung für die Sanierung von Karstadt zuständig. Bis Ende 2008 stand er zudem der IMS Group (Ex-Schieder) vor. „Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Praktiker Gruppe stehen für das Management nun anspruchsvolle Restrukturierungsaufgaben an“, erklärte kürzlich der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Kersten v. Schenck.

Industrieverband Garten: Jahrbuch herausgegeben

Sowohl für Hersteller als auch für Händler, die im Outdoor-Markt tätig sind, ist es von großer Bedeutung, die aktuellen Entwicklungen und Trends des grünen Marktes zu kennen. Denn nur, wer weiß, welchen Stellenwert der Garten heute in der Gesellschaft besitzt, welche Position das „Outdoor Living“ aktuell einnimmt und wie sich diese Veränderungen auf die Nachfrage auswirken, kann fundierte Entscheidungen treffen. Deshalb bietet der Industrieverband Garten (IVG) jetzt das IVG-Jahrbuch „Garden Facts“ an. Entstanden in Kooperation mit der IBH Retail Consultants GmbH, Köln, ermöglicht es einen umfassenden Einblick in den Gartenmarkt in Deutschland.

Der redaktionelle Teil des Jahrbuchs widmet sich jedes Jahr einem speziellen Thema. Dabei handelt es sich dieses Mal um das „Outdoor Living“. Experten aus führenden Industrieunternehmen, Markt- und Trendforscher, Journalisten und Messeverantwortliche der grünen Branche beschreiben und analysieren diesen Trend. Sie stellen neue Gartenformen vor, die sich aufgrund geänderter Gesellschaftsformen, Umweltbedingungen und Lebenseinstellungen ergeben. Darüber hinaus zeigen sie neue Möglichkeiten und Chancen auf, geben Empfehlungen und präsentieren Innovationen.

Der zweite Teil des Jahrbuchs umfasst alle wichtigen Fakten zum Gartenmarkt 2011. Ausgehend von einer wissenschaftlichen Marktanalyse stellt die IBH Retail Consultants GmbH systematisch die relevanten qualitativen und quantitativen Daten rund um die grüne Branche dar. Dabei werden sowohl der private als auch der gewerbliche Verbrauch betrachtet. Der Teil beinhaltet zum einen die Marktentwicklung der Jahre 2000 bis 2010 und zum anderen eine Prognose bis 2015.

Das Jahrbuch wurde am 5. September im Rahmen des IVG-Branchentreffs auf der spoga+gafa in Köln vorgestellt. Seitdem kann die Studie für 89 Euro über den Industrieverband Garten bezogen werden.

Weitere Infos unter: ivg.org

spoga+gafa 2011: Halle 2.2 ein Volltreffer

„Eine wirklich gelungene Messe“ – so lautete der Tenor vieler Aussteller der diesjährigen spoga+gafa, die am 06. September nach drei Tagen erfolgreich zu Ende ging. Die Zahlen unterstreichen das positive Feedback der Hersteller. Insgesamt kamen 36.300 Fachbesucher aus 106 Ländern nach Köln.

Es herrschte also gute Stimmung in den Messehallen – insbesondere in der Halle 2.2., wo die Koelnmesse mit der neue Hochwert-Plattform „garden unique“ einen echten Volltreffer gelandet hat. Am Stand von Ego Paris hieß es dazu kurz und knapp: „Wir sind allein deswegen hier.“ Und damit war die Marke nicht allein. Top-Brands wie Rausch Classics, Fischer Möbel, Fermob oder Oi Side feierten entweder ihre Premiere in Köln oder kehrten nach Jahren der Abwesenheit zurück. Sie alle ließen sich von dem neuen Konzept überzeugen. Und das ging auf. Mit einer außergewöhnlichen Optik durch in der Halle aufgestellte Framewalls sowie spannende Extras wie eine „Furniture Fashion Show“, ein Design-Contest und ein Get-together fiel die Halle aus dem Rahmen und sorgte für jede Menge Gesprächsstoff.

Da die Geschäfte auch in den anderen Hallen gut liefen, haben bereits viele namhafte Marken ihre Teilnahme 2012 zugesagt. Dazu gehören unter anderem MTD, Positec, Heissner, Keter, Scheurich, Lechuza, Friedola, Weber-Stephen und Barbecook. Im „garden unique“-Bereich mit an Bord sind im kommenden Jahr schon jetzt definitiv Fischer Möbel, Rausch Classics, Weishäupl, Ego Paris, Glatz, Gloster und Resinas Olot.

Eine große Zahl an Bildern und Videos von der spoga+gafa 2011 hier:
flickr.com

youtube.com

spoga+gafa 2011: 36.300 Fachbesucher aus 106 Ländern in Köln

Mit einem Top-Ergebnis ist am 6. September die Gartenmesse spoga+gafa 2011 in Köln zu Ende gegangen. 36.300 Fachbesucher aus 106 Ländern und damit über 40 % mehr als bei der Vergleichsveranstaltung 2009 (2009: 25.350 aus 89 Ländern) nutzten die internationale Business-Plattform, um sich eine umfassende globale Übersicht der Neuheiten und Trends aus dem grünen Markt zu verschaffen. 1.774 Anbieter aus 57 Ländern zeigten ihr Sortiment. Das Angebot wuchs insgesamt um mehr als 50 % gegenüber 2009.

„Zeit zu wachsen – das war das passende Motto für diese hervorragende Messe“, sagte Metin Ergül, Geschäftsbereichsleiter der Koelnmesse GmbH. „Im Jahr Eins nach der strategischen Entscheidung, die spoga+gafa wieder in den Jahresturnus zurück zu führen, haben die Fülle an Innovationen und die wertige Inszenierung zahlreicher Top-Marken aus allen Segmenten dazu beigetragen, dass sich die Messe qualitativ auf hohem Niveau präsentiert hat. Hochkarätige internationale Entscheider aller Handelsformen haben mit ihrem Besuch unterstrichen, dass die spoga+gafa das international führende Messeforum des Garten- und Freizeitmarktes ist.“ Der Auslandsanteil lag auf Besucherseite bei 59, auf Ausstellerseite bei 81 %.

Quelle: spogagafa.de am 06.09.2011

Möbel: Verbraucher hat Lust auf ein Höchstmaß an Individualität

Design in Eigenregie: Immer mehr Verbraucher haben Lust auf ein Höchstmaß an Individualität rund um den Bereich Möbel. Das ergab eine aktuelle Umfrage auf der Online-Plattform moebel.de, die im Auftrag des Spot-Markt vom 4. Juli bis 5. August durchgeführt wurde.

Demnach können es sich 60 % der fast 1.000 Umfrage-Teilnehmer gut vorstellen, ihre neuen Möbel selbst mit zu entwickeln sowie Form, Farbe und Materialien individuell auszuwählen. Immerhin fast 33 %  antworteten auf die Frage mit „vielleicht“ und nur 6,6 % halten diese Idee für abwegig.