RFID gewinnt Bedeutung für Gartenbau

In vielen Branchen ist RFID bereits fester Bestandteil des Logistikkonzepts. Nun hat auch die Gartenbaubranche die Vorzüge dieses Systems entdeckt. Nach Ansicht von Branchenkennern wird RFID in diesem Jahr eine wichtige Rolle in der grünen Branche spielen.

Im Rahmen einer Veranstaltung hat die niederländische Firma Container Centralen Benelux B.V. in Hoofddorp über die Bedeutung von RFID in den täglichen Abläufen in Handel und Logistik informiert. Als Praxisbeispiel schilderte die ebenfalls niederländische Baas Plantenservice B.V., die auch die Logistik einiger deutscher Baumärkte betreibt, dass für viele Unternehmen der Gartenbaubranche positive Effekte mit dem Einsatz von RFID verbunden sind. So führt das System in der Supply Chain unter anderem zu einer erheblichen Reduzierung von Problemen, wie zum Beispiel manuellen Fehlern bei der Auftragsverfolgung oder unleserlich geschriebener Bestell- und Lieferscheine.

Weitere Infos unter:
container-centralen.nl/rfid.aspx
plantenservice.nl

Deutscher und Europäischer Gartenbuchpreis 2012

Die Sieger des Deutschen und Europäischen Gartenbuchpreises 2012 stehen fest: In acht Kategorien zeichnete die Jury um Robert Freiherr von Süsskind auf Schloss Dennenlohe die besten Titel aus. Gesponsert wird der Preis von STIHL.

Hier die Preisträger:

  • Bester Ratgeber: „Der Selbstversorger Garten“ von Elke von Radziewsky, BLV Buchverlag (München)
  • Bester Bildband: „For Galanthophiles“ von Josh Westrich, Edition Art & Nature Verlag (Köln)
  • Bestes Buch über Gartengeschichte: „Neue Pflanzen für neue Gärten“ von Swantje Duthweiler, Wernersche Verlagsgesellschaft (Worms am Rhein)
  • Bester Gartenreiseführer: „Gartenschätze in Bayern“ von Konstanze Neubauer, Callwey Verlag (München)
  • Bestes Garten- und Pflanzenportrait: „Helleborus“ von Christine Becker, VIRIDITART Special Edition (Wendisch-Rambow)
  • Sonderpreise 2012: „Urban Gardening – Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“ von Christa Müller (Herausgeberin), oekom Verlag (München) sowie „Stauden im Garten – Gestaltungsideen für immerblühende Beete“ von Bettina Rehm-Wolters, Markus Zeiler und der Gesellschaft der Staudenfreunde e.V. (Herausgeber), Callwey Verlag (München)
  • Dr. Viola Effmert Gedächtnispreis (Bester Gartenkalender): „Gräser im Garten“ von Jürgen Becker, DuMont Kalenderverlag (Köln)
  • European Garden Book Prize: „Der Küchengarten des Königs“ von Pierre David, Antoine Jacobsohn und Gilles Mermt, DuMont Verlag (Köln)

Weitere Informationen: dennenlohe.de

3 Fragen an: Anne Effelsberg

Die Unternehmensberaterin und Marketingreferentin Anne Effelsberg hat sich auf die „grüne Branche“ spezialisiert. Sie berät vor allem Fachgartencenter und Baumärkte zum Thema Produktpräsentation. Viele der Betriebe begleitet sie über einen längeren Zeitraum: Ihr Angebot reicht von einer ersten Ist-Analyse über das Erstellen eines Konzepts bis zur Veränderung der Flächen und Schulungen der Mitarbeiter. Als zertifizierte Bildungsmanagerin informiert sie außerdem, welche Fördermittel ein Unternehmen unter Umständen in Anspruch nehmen kann.

Frau Effelsberg, gibt es feste Regeln, wie Warenwelten in einem Fachgartencenter inszeniert werden sollten?
Effelsberg: Die wichtigste Regel lautet: Konsequent sein! Wenn sich das Fachgartencenter an Baumärkten mit deren strikter Sortimentsgliederung orientiert, stehen der Preis, die Übersichtlichkeit und eine blockartige Produktpräsentation im Mittelpunkt der Warenwelt. Das ist jetzt gerade modern in vielen Betrieben. Eine andere Strategie kann es aber auch sein, den emotionalen Wert der Pflanzen und der Gärten bei der Produktpräsentation besonders herauszuarbeiten. So können sich Fachgartencenter deutlich von Baumärkten mit der Massen- und Preisorientierung abgrenzen. Man tritt dann eher als Experte für das schönere Wohnen mit Grün auf.

Und was raten Sie Baumärkten?
Effelsberg: Für Baumärkte läge eine gute Chance darin, auch im Gartenbereich kleine Emotionsbilder zu initiieren. Bei ihren Produkten zum Thema Wohnen passiert dies bereits häufig. Da werden in „Schaukästen“ beispielsweise Tapeten und passende Ergänzungsprodukte zu einer Stilgruppe zusammengestellt. Vergleichbares wäre auch im Gartenbereich möglich und für den Kunden hochattraktiv.

Wenn Sie die Gesamtentwicklung der letzten Jahre einschätzen, worauf muss man in der Branche Ihrer Meinung nach noch mehr achten?
Effelsberg: Andere Branchen investieren viel in die Emotionalisierung ihrer Produkte und darin, die Verkaufsatmosphäre den derzeitigen Konsumbedürfnissen anzupassen. Lebendige Pflanzen sind eigentlich von Natur aus ein sehr emotionales Produkt. In Fachgartencentern und Baumärkten gilt es diesen wichtigen Wert deutlich zu erkennen und bei den Präsentationsstrategien richtig zu nutzen.

Weitere Informationen: agentur-grüneswachstum.de

 

Schweiz: Ungünstige Rahmenbedingungen für den Baumarkthandel

2011 war kein leichtes Jahr für den Baumarkthandel in der Schweiz. Der Konsum lahmte, auch weil die Überbewertung des Schweizer Franken die Verbraucher verunsicherte. Am Ende fällt der auf unbereinigter Fläche erzielte Bruttoumsatz um nominal 2,1 Prozent hinter das vergleichbare Ergebnis aus dem Vorjahr zurück.

Es lassen sich für 2011 vor allem drei Faktoren nennen, die nachhaltig Einfluss genommen haben auf die Umsatzentwicklung der Bau- und Heimwerkermärkte: Das schöne Frühjahr sorgte für einen frühen Saisonauftakt und damit für eine Verschiebung der Umsatzspitzen im Renovierungs- und Gartengeschäft ins erste Quartal hinein. Danach zehrte jedoch der nasse Sommer am bislang aufgelaufenen Umsatzplus und kehrte die Vorzeichen um. Hinzu kam ein erhöhter Wettbewerbsdruck durch Großflächenbetreiber, der sich auf die Geschäftsentwicklung der Bau- und Heimwerkermärkte auswirkte. Ab etwa der Jahresmitte 2011 wirkte sich zudem der Einfluss des starken Schweizer Franken immer mehr auf das Einkaufsverhalten der Kunden aus. In Folge der Euro-Krise erfuhr der Franke eine enorme Aufwertung. Dieser Effekt verteuerte Produkte und Dienstleistungen und trieb vor allem in grenznahen Gebieten viele Schweizer zum Einkaufen in die Nachbarländer.

Für 2012 erwartet die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) eine Abschwächung des Frankens gegenüber dem Euro. Die Konsumstimmung dürfte sich dann wieder leicht verbessern. Der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB) rechnet daher für den Baumarkthandel im Gesamtjahr 2012 mit einem Wachstum des Bruttoumsatzvolumens von nominal 1,0 bis 1,5 Prozent.

Weitere Informationen: heimwerkerverband.de

Baumärkte profitieren von Konsumlaune der Österreicher

„Besser einkaufen anstatt zu sparen“, so lautet derzeit die Devise der österreichischen Konsumenten. Von dieser Einstellung haben im vergangenen Jahr auch die Baumärkte profitiert.

Bei einem Gesamtbruttoumsatz von über 2 Milliarden Euro konnten die österreichischen Bau- und Heimwerkermärkte im Jahr 2011 nominal 1,6 Prozent mehr einnehmen als im Jahr 2010. Auf bereinigter Verkaufsfläche erzielten die Märkte ebenfalls eine Wachstumsrate von 1,6 Prozent. Die höchsten Umsätze erzielte der Baumarkthandel in den Monaten April und Mai, die mit frühsommerlichen Temperaturen viele Gartenfreunde und renovierungswillige Heimwerker in die Märkte lockten. Das sind die zentralen Ergebnisse des BHB/GfK-Reports „Bau- und Heimwerkermärkte in Österreich 2011“.

Auch im Jahr 2012 kann der Einzelhandel mit Konsumlaune der Österreicher rechnen, so das Fazit der GfK Konsumklima Europa-Studie. Ganz im Gegensatz zu den Konjunkturerwartungen sehen die Bewohner der Alpenrepublik ihr zukünftiges Einkommen positiv und bringen die Krise und Konjunkturschwäche nicht mit dem persönlichen Umfeld in Verbindung. Und bevor das Geld auf Grund der Inflation an Wert verliert, investieren die meisten Verbraucher wohl lieber in ein schönes Zuhause.

Weitere Informationen: heimwerkerverband.de