3 Fragen an: Anne Effelsberg

Die Unternehmensberaterin und Marketingreferentin Anne Effelsberg hat sich auf die „grüne Branche“ spezialisiert. Sie berät vor allem Fachgartencenter und Baumärkte zum Thema Produktpräsentation. Viele der Betriebe begleitet sie über einen längeren Zeitraum: Ihr Angebot reicht von einer ersten Ist-Analyse über das Erstellen eines Konzepts bis zur Veränderung der Flächen und Schulungen der Mitarbeiter. Als zertifizierte Bildungsmanagerin informiert sie außerdem, welche Fördermittel ein Unternehmen unter Umständen in Anspruch nehmen kann.

Frau Effelsberg, gibt es feste Regeln, wie Warenwelten in einem Fachgartencenter inszeniert werden sollten?
Effelsberg: Die wichtigste Regel lautet: Konsequent sein! Wenn sich das Fachgartencenter an Baumärkten mit deren strikter Sortimentsgliederung orientiert, stehen der Preis, die Übersichtlichkeit und eine blockartige Produktpräsentation im Mittelpunkt der Warenwelt. Das ist jetzt gerade modern in vielen Betrieben. Eine andere Strategie kann es aber auch sein, den emotionalen Wert der Pflanzen und der Gärten bei der Produktpräsentation besonders herauszuarbeiten. So können sich Fachgartencenter deutlich von Baumärkten mit der Massen- und Preisorientierung abgrenzen. Man tritt dann eher als Experte für das schönere Wohnen mit Grün auf.

Und was raten Sie Baumärkten?
Effelsberg: Für Baumärkte läge eine gute Chance darin, auch im Gartenbereich kleine Emotionsbilder zu initiieren. Bei ihren Produkten zum Thema Wohnen passiert dies bereits häufig. Da werden in „Schaukästen“ beispielsweise Tapeten und passende Ergänzungsprodukte zu einer Stilgruppe zusammengestellt. Vergleichbares wäre auch im Gartenbereich möglich und für den Kunden hochattraktiv.

Wenn Sie die Gesamtentwicklung der letzten Jahre einschätzen, worauf muss man in der Branche Ihrer Meinung nach noch mehr achten?
Effelsberg: Andere Branchen investieren viel in die Emotionalisierung ihrer Produkte und darin, die Verkaufsatmosphäre den derzeitigen Konsumbedürfnissen anzupassen. Lebendige Pflanzen sind eigentlich von Natur aus ein sehr emotionales Produkt. In Fachgartencentern und Baumärkten gilt es diesen wichtigen Wert deutlich zu erkennen und bei den Präsentationsstrategien richtig zu nutzen.

Weitere Informationen: agentur-grĂĽneswachstum.de

 

Schweiz: UngĂĽnstige Rahmenbedingungen fĂĽr den Baumarkthandel

2011 war kein leichtes Jahr für den Baumarkthandel in der Schweiz. Der Konsum lahmte, auch weil die Überbewertung des Schweizer Franken die Verbraucher verunsicherte. Am Ende fällt der auf unbereinigter Fläche erzielte Bruttoumsatz um nominal 2,1 Prozent hinter das vergleichbare Ergebnis aus dem Vorjahr zurück.

Es lassen sich für 2011 vor allem drei Faktoren nennen, die nachhaltig Einfluss genommen haben auf die Umsatzentwicklung der Bau- und Heimwerkermärkte: Das schöne Frühjahr sorgte für einen frühen Saisonauftakt und damit für eine Verschiebung der Umsatzspitzen im Renovierungs- und Gartengeschäft ins erste Quartal hinein. Danach zehrte jedoch der nasse Sommer am bislang aufgelaufenen Umsatzplus und kehrte die Vorzeichen um. Hinzu kam ein erhöhter Wettbewerbsdruck durch Großflächenbetreiber, der sich auf die Geschäftsentwicklung der Bau- und Heimwerkermärkte auswirkte. Ab etwa der Jahresmitte 2011 wirkte sich zudem der Einfluss des starken Schweizer Franken immer mehr auf das Einkaufsverhalten der Kunden aus. In Folge der Euro-Krise erfuhr der Franke eine enorme Aufwertung. Dieser Effekt verteuerte Produkte und Dienstleistungen und trieb vor allem in grenznahen Gebieten viele Schweizer zum Einkaufen in die Nachbarländer.

Für 2012 erwartet die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) eine Abschwächung des Frankens gegenüber dem Euro. Die Konsumstimmung dürfte sich dann wieder leicht verbessern. Der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB) rechnet daher für den Baumarkthandel im Gesamtjahr 2012 mit einem Wachstum des Bruttoumsatzvolumens von nominal 1,0 bis 1,5 Prozent.

Weitere Informationen: heimwerkerverband.de

Baumärkte profitieren von Konsumlaune der Österreicher

„Besser einkaufen anstatt zu sparen“, so lautet derzeit die Devise der österreichischen Konsumenten. Von dieser Einstellung haben im vergangenen Jahr auch die Baumärkte profitiert.

Bei einem Gesamtbruttoumsatz von über 2 Milliarden Euro konnten die österreichischen Bau- und Heimwerkermärkte im Jahr 2011 nominal 1,6 Prozent mehr einnehmen als im Jahr 2010. Auf bereinigter Verkaufsfläche erzielten die Märkte ebenfalls eine Wachstumsrate von 1,6 Prozent. Die höchsten Umsätze erzielte der Baumarkthandel in den Monaten April und Mai, die mit frühsommerlichen Temperaturen viele Gartenfreunde und renovierungswillige Heimwerker in die Märkte lockten. Das sind die zentralen Ergebnisse des BHB/GfK-Reports „Bau- und Heimwerkermärkte in Österreich 2011“.

Auch im Jahr 2012 kann der Einzelhandel mit Konsumlaune der Österreicher rechnen, so das Fazit der GfK Konsumklima Europa-Studie. Ganz im Gegensatz zu den Konjunkturerwartungen sehen die Bewohner der Alpenrepublik ihr zukünftiges Einkommen positiv und bringen die Krise und Konjunkturschwäche nicht mit dem persönlichen Umfeld in Verbindung. Und bevor das Geld auf Grund der Inflation an Wert verliert, investieren die meisten Verbraucher wohl lieber in ein schönes Zuhause.

Weitere Informationen: heimwerkerverband.de

Landmann: „Piccolino“-Grill zum Gartenprodukt des Jahres gewählt

Großer Erfolg für Landmann: Im Rahmen der Kölner Eisenwarenmesse wurde dem Grillgeräte-Hersteller ein besonderer Preis überreicht. Die Leser des Fachportals „DIYonline“ haben den City-Grill „Piccolino“ des Unternehmens zum „Produkt des Jahres“ in der Kategorie Garten gewählt – und das mit großem Vorsprung.

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„Diese Auszeichnung ehrt uns sehr und ist eine Bestätigung für unsere Firmenstrategie. Sie zeigt, dass wir mit der steten Entwicklung cleverer, innovativer Produkte den richtigen Weg eingeschlagen haben“, so Guido Kühne, Geschäftsführer der Landmann Holding.

Der Emaille-beschichtete Kugelgrill „Piccolino“ wiegt nur vier Kilogramm und lässt sich daher gut transportieren. Praktische Details sind ein Warmhalterost, eine am Gerät zu befestigende Grillzange und eine integrierte Asche-Auffangschale. Dazu kommt eine sehr frische Optik. „Piccolino“ gibt es nicht nur in Anthrazit und Weiß, sondern darüber hinaus in den Farben Türkis und Lavendel.

Landmann gehört europaweit zu den größten Anbietern für Produkte rund ums Grillen und das Leben im Garten. Zu dem 1966 gegründeten Familienunternehmen gehören neben Landmann auch Grillchef by Landmann sowie die Gartenmöbel-Spezialisten Belardo und Garvita.

Baumarktbranche wächst im dritten Jahr in Folge

Der Baumarkthandel in Deutschland konnte im vierten Quartal 2011 von den milden Temperaturen profitieren und seinen Umsatz in diesen Monaten deutlich ausweiten. Dieser erneute Anstieg zum Jahresende festigte den positiven Trend der Branche, die im Jahr 2011 insgesamt ein nominales Umsatzplus von 1,5 Prozent auf unbereinigter Fläche realisieren konnte. Der Gesamtbruttoumsatz der aktuell 2.442 Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland erreichte im Jahr 2011 einen Wert von 18,7 Milliarden Euro.

Das Umsatzwachstum wurde nicht nur durch eine Ausweitung der Verkaufsflächen erzielt. Betrachtet man nur die Entwicklung derjenigen Standorte, die unverändert bereits vor einem Jahr betrieben wurden, zeigt sich ebenfalls ein Plus. Für die Umsatzentwicklung auf bereinigter Fläche errechnet sich für das Jahr 2011 eine Wachstumsrate von genau einem Prozent.

Für viele Kunden sind die Bau- und Heimwerkermärkte auch die bevorzugte Einkaufsstätte, wenn es darum geht, sich für den eigenen Garten mit Blumen und Pflanzen zu versorgen, Gartenmöbel auszuwählen oder die Ausstattung für den nächsten Grillabend zusammenzustellen. In den Gartenabteilungen wurde 2011 ein Bruttoumsatz von rund 4,1 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit nominal zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor (flächenunbereinigt).

 Weitere Infos: heimwerkerverband.de