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Selecta one: Untersuchung zu insektenfreundlichen Pflanzen

Biene auf Dahlia – Foto: Selecta one

Vielen Menschen reicht es heute nicht mehr, dass die Blumen und Pflanzen für Garten und Balkon schön aussehen. Möglichst bienen- und insektenfreundlich sollen sie sein. Denn in Zeiten, in denen die wichtigen Bestäuber in unseren aufgeräumten Kulturlandschaften und Monokulturen kaum noch Nahrung finden, möchten immer mehr Hobbygärtner dem etwas entgegensetzen.

Den Sommer 2017 nutzte Selecta one, um in Kooperation mit der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) in Heidelberg, der Gärtnerei Staudenrausch und der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim eine Untersuchung zu insektenfreundlichen Pflanzen durchzuführen. Das Familienunternehmen ist ein weltweit führender Züchter, Produzent und Vermarkter von vegetativ vermehrbaren Zierpflanzen. Die züchterischen Aktivitäten umfassen die Segmente Beet- und Balkonpflanzen, Poinsettien, Stauden und Schnittblumen. Mit elf eigenen Produktionsstandorten und Vertriebsgesellschaften in Europa, Afrika, Asien und Amerika bedient die Unternehmensgruppe global alle relevanten Märkte.

Ziel des „Projektes zur Entwicklung und Einführung eines biodiversitären Züchtungsprogramms zur Steigerung der Attraktivität des urbanen Grüns für Insekten“ war es, durch Ermittlung der Präferenz von blütenbesuchenden Insekten Informationen zu gewinnen, welche Sorten besonders von den Tierchen beflogen werden und zu deren Ernährung beitragen. Langfristig sollen die Untersuchungsergebnisse dazu beitragen, das Selecta-Sortiment mit insektenfreundlichen Sorten zu verstärken.

Lavendel mit Schmetterling – Foto: Selecta one

Fundierte Daten und wissenschaftliche Belege, welche Beet- und Balkon-Pflanzen wirklich insektenfreundlich sind, gibt es auf dem Markt nur wenige. „Bienenfreundlichkeit ist in aller Munde. Jeder hat ein bienenfreundliches Konzept. Oftmals mit wenig Inhalt gefüllt, denn man weiß wenig, was wirklich insektenfreundlich in Bezug auf Zierpflanzen heißt“, erklärt Lea Kretschmer, Doktorandin an der Universität Hohenheim Landesanstalt für Bienenkunde. Was man aber sicher weiß: In den letzten Jahren ist mancherorts die Zahl der Insekten, um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Dies zeigen Untersuchungen, die seit 1989 vom NABU durchgeführt werden. „Hier wollen wir eingreifen und zum Erhalt der Biodiversität beitragen“, so Sebastian Mainz, Senior Trade Marketing Manager bei Selecta one.

Das Kooperationsprojekt untersuchte daher in den Monaten Juni bis August das Insektenverhalten an drei Standorten. An der Uni Hohenheim, der Versuchsfläche von Selecta one in Stuttgart und bei der LVG Heidelberg wurden je 30 Beobachtungen von jeweils zwei Minuten durchgeführt, um zu ermitteln, welche Sorten besonders attraktiv für Insekten sind. In das Projekt wurden alle zur Bestäubung beitragenden Insekten einbezogen. Dazu gehören neben der Honigbiene auch Schwebfliegen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und „sonstige“ Bestäuber. In Deutschland heimisch sind 36 Hummelarten, rund 440 Schwebfliegenarten, über 500 Wildbienenarten und etwa 3700 Schmetterlingsarten von Tag- und Nachtfaltern. Diese ernähren sich im Frühjahr vermehrt von Pollen und Nektar der Blüten verholzender und nicht verholzender Blühpflanzen in der Natur. Im Laufe des Sommers versiegen diese Quellen immer mehr und die Insekten fliegen vermehrt auf Beet- und Balkonpflanzen.

Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) in Heidelberg – Foto: Selecta one

Um ausreichend Bienenflug zu gewährleisten, wurden für die Beobachtungen sonnige, trockene und warme Tage in den Sommermonaten ausgewählt. Verschiedene Sorten unterschiedlicher Arten wurden in die Versuche miteingezogen. Die Versuchsauswertung zeigte, dass es keine Sorte gab, die nicht angeflogen wurde. Jedoch zeigte sich, dass die Anzahl der Insekten, die innerhalb der zweiminütigen Beobachtungen auf einer Sorte erkennbar waren, in starkem Maße von der Anzahl der geöffneten Blüten anhängig war.

Folgende Ergebnisse konnten unter anderem ermittelt werden: Die Sorte Bracteantha Mohave® Yellow ist im Vergleich die insektenfreundlichste Sorte unter den Strohblumen im Selecta-Sortiment. Diese Sorte ist vor allem für große und kleine Wildbienen interessant. Sehr gut schnitten bei der Untersuchung auch die Lavendelsorten ‘Les Blues Thierry‘ und ‘Les Blues Antoine‘ ab. Bestätigt wurde die Annahme, dass einfache oder halbgefüllte Dahliensorten im Gegensatz zu gefüllten Sorten insektenfreundlich sind und eine sehr gute zusätzliche Nahrungsquelle darstellen. Insbesondere die Sorten Dalaya ‘Krishna‘, Dalaya ‘Shari‘, Dalaya ‘Shiva‘ und Dalaya ‘Yogi‘ haben einen großen Anteil an geöffneten Blüten. Das heißt die Antheren sind sichtbar, und die Blüten damit für Bestäuber interessant.

 

Weitere Informationen: selecta-one.com/de/home

 

1 Kommentar

  1. Bärbel | | Antworten

    Wir versuchen unseren Garten auch Bienenfreundlich zu gestalten. Schön das sich offenbar immer mehr Menschen Gedanken um unsere Umwelt machen. Es ist erschreckend zu lesen, dass die Zahl der Insekten teilweise um 80% gesungen ist…

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