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Stadtoasen auf arte: Gärten in Paris, Leipzig und Budapest

Städte wachsen dank ihres breiten Angebots an Arbeit und Kultur rasant – doch dadurch schwinden auf den begrenzten Flächen immer mehr die Natur und die Gärten. Aber es geht auch anders: Die fünfteilige Dokumentationsreihe „Stadtoasen“ stellt verwunschene Gärten im urbanen Raum vor, in denen sich Gleichgesinnte treffen, um die Natur mit dem Stadtleben zu verbinden. Die Folgen werden zwischen dem 28. November und dem 02. Dezember 2016 auf arte jeweils um 19.30 Uhr ausgestrahlt.


Folge 1: Detroit

Das ehemalige Fortschrittszentrum Detroit hat aus der Not eine Tugend gemacht. Seit dem Untergang der Autoindustrie stehen viele Häuser und Grundstücke leer, Arbeit gibt es kaum mehr, frische Nahrungsmittel sind häufig Mangelware. Warum also nicht das urbane Ödland für Gemüse- und Obstanbau nutzen? Die Anzahl an urbanen Farmern im Stadtgebiet wächst stetig an. Über 1.400 Stadtfarmen gibt es bereits, einige haben überregionale Berühmtheit erlangt.

Folge 2: Budapest

Die Josefstadt ist einer der ärmsten Bezirke von Budapest und als Problemviertel verschrien. Die leicht verfallenen Altbauten wurden in den letzten Jahren abgerissen, denn aus dem Bezirk am Ostufer der Donau soll eine Prachtmeile entstehen. Doch die alteingesessenen Bewohner lassen sich nicht vertreiben, sie wollen ihr Viertel aktiv mitgestalten. Seit einigen Jahren gibt es mehrere Nachbarschaftsinitiativen, die aus ungenutzten, kargen Arealen blühende grüne Oasen zaubern. In den Gemeinschaftsgärten wird Basisdemokratie geprobt: Die Anwohner wollen sich ein Stück des urbanen Raums zurückerobern und ein soziales Miteinander möglich machen.

Folge 3: Leipzig

Leipzig – die deutsche Hauptstadt der Schrebergärten – hat sich zu einer der beliebtesten Städte der Deutschen entwickelt. Über Jahrzehnte von Industrie und Braunkohleabbau geprägt, holt sich dort die Natur langsam ihren Raum zurück. Vor allem der Westen der Stadt zieht seit einigen Jahren Studenten, Künstler und junge Familien an. Aus diesem bunten Mix an Menschen setzt sich auch die Gartengemeinschaft „Annalinde” zusammen, die seit 2011 eine ehemalige Brache in Plagwitz nutzt, um sich ein wenig Landidylle in die Stadt zu holen.

Folge 4: London

In britischen Hauptstadt stellen sich immer mehr Bürger die Frage: Wem gehört eigentlich die Stadt? Richard und Paul wollten ihr Viertel Elephant & Castle nicht komplett den Großinvestoren überlassen und gründeten einen mobilen Garten. Das Prinzip: Die Pflanzen werden in Kisten und auf beweglichen Untersätzen jeder Art angebaut, damit ein Umzug möglich ist. Für die beiden Großstadtgärtner eine logische Konsequenz in einer Stadt, in der urbaner Raum knapp und heiß begehrt ist.

Folge 5: Paris

In der französischen Metropole haben Gemeinschaftsgärten schon viele Jahre Hochkonjunktur. Seit 1998 sind die „Ruisseau-Gärten” der Stolz des 18. Arrondissements, das abseits des Touristenhügels Montmartre sonst nicht viele Attraktionen zu bieten hat. Entlang einer alten Bahntrasse der verlassenen Pariser Ringbahn wird der Nachwuchs möglichst früh ans Graben, Jäten und Säen herangeführt.

Weitere Informationen: arte.tv/de

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