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Studie von Ab-in-den-Urlaub.de: Knapp 1,5 Millionen Kleingärten in Deutschland

Von wegen spießig! Schrebergärten erfreuen sich in Deutschland nach wie vor großer Beliebtheit – und das auch bei immer mehr jungen Leuten. Doch wie viele Parzellen gibt es eigentlich hierzulande? Dieser Frage ist jetzt das Reisebuchungsportal Ab-in-den-Urlaub.de nachgegangen.

Das beeindruckende Ergebnis: In den 131 größten deutschen Städten gibt es in 5.871 Vereinen knapp 532.560 Kleingärten. Insgesamt nehmen diese eine Fläche von rund 300 Quadratkilometern ein. Nach Hochrechnungen gibt es demnach ca. 1,5 Millionen Parzellen in der gesamten Republik. Spitzenreiter ist dabei Berlin. Mit 67.961 Parzellen und 808 Vereinen ist sie absolute Gartenzwerge-Hochburg, denn in keiner anderen Stadt gibt es mehr Kleingärten. Den zweiten Platz belegt Leipzig mit 40.000 Parzellen, gefolgt von Hamburg mit 33.000 und Dresden mit 23.400.

Spannend im Städtevergleich: Zwar liegen nur 24 der in der Studie untersuchten Städte in Ostdeutschland, doch betreuen die Vereine dort allein knapp 259.160 Gärten. Fast jeder zweite Schrebergarten liegt also in den neuen Bundesländern. Und das, obwohl Walter Ulbricht in den ersten Jahren der DDR die Gründung einer eigenständigen Organisation boykottiert hatte. Später jedoch legte Erich Honecker seine schützende Hand über die „Laubenpieper“ und im DDR-Fernsehen avancierte „Du und Dein Garten“ in den 1970er-Jahren zum Quotenhit. Bezogen auf die Anzahl an Haushalten pro Parzelle in einer Stadt ist Neubrandenburg die deutsche Kleingarten-Hochburg. Auf einen Schrebergarten kommen dort durchschnittlich nur fünf Haushalte. Auch in Stralsund und Plauen (jeweils sechs Haushalte) sowie in Görlitz, Dessau und Rostock (je sieben Haushalte) stehen die Chancen auf einen Garten gut.

 

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