Geheime Gärten des Südens: Duftende Inseln des Lichts

„Die Gärten vom Jean Mus sind der sichtbare Beweis dafür, dass Feingefühl und Fantasie höher anzusetzen sind als Regelwerk, Zirkel und Lineal“, so beschreibt die Journalistin und Wissenschaftlerin Dane McDowell das Werk des international gefeierten Landschaftsarchitekten im gerade auf Deutsch erschienen Buch „Geheime Gärten des Südens“. Die meisten der darin vorgestellten Anlagen liegen verborgen auf den schönsten Grundstücken rund ums Mittelmeer. Abgelichtet wurden sie von der Gartenfotografin Vincent Mottes.

Oudolf Hummelo: Geschichte eines Mannes, eines Gartens und der neuen Pflanzenverwendung

Der international renommierte Garten- und Landschaftsgestalter Piet Oudolf gilt als ein Wegbereiter des so genannten New Perennial Movements. Er arbeitet vor allem mit Stauden und Gräsern und schätzt die Wildheit, die sie in den Garten bringen. Dem Niederländer ist es wichtig, dass seine Anpflanzungen das ganze Jahr über wirken – auch im Winter. Deshalb wählt er bevorzugt Stauden mit interessanten Samenständen, die im Herbst nicht zurückgeschnitten werden. Farben sind für ihn bei der Pflanzenzusammenstellung weniger bedeutsam als ihre Strukturen. Dennoch sind seine Gärten meist an den charakteristischen Kombinationen aus Lila, Purpur und Orange sowie den verschiedenen Brauntönen zu erkennen.

Buchneuheit: Dachbegrünung – für Fachleute und Laien

Walter Kolb ist Landschaftsarchitekt und gehört zu den Pionieren der Dachbegrünung in Deutschland. Ab dem Jahr 1980 führte er als Leiter der Abteilung Landespflege an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim zusammen mit seinen Mitarbeitern erste Versuche durch. Damals wurde der Dachbegrünung im Garten- und Landschaftsbau noch eine geringe Wertigkeit zugeordnet und nur wenige Planer und Ausführungsfirmen befassten sich mit diesem Arbeitsfeld. Spezielle Empfehlungen, Richtlinien oder Normen existierten nicht.

Der Garten von Hermann Hesse – Von der Wiederentdeckung einer verlorenen Welt

Er ist einer der meistgelesenen deutschen Autoren weltweit mit starkem Bezug zu Natur und Garten und war tatsächlich vor hundert Jahren auch ein Gärtner: Hermann Hesse. Sein Garten in Gaienhofen am westlichen Bodensee wurde von der Diplom-Biologin und Autorin Eva Eberwein im Jahre 2003 erworben und ist für sie zu einer Teillebensaufgabe geworden. Ihr jetzt erschienenes Buch ist die Geschichte einer Annäherung an Hesse, vor allem aber einer Spurensuche in sein Land, das er fünf Jahre lang nach den Grundsätzen der gärtnerischen Reformbewegung mit dem Ziele der Nützlichkeit und Selbstversorgung anlegte und bewirtschaftete.