Immer mehr Deutsche entscheiden sich für den Eigenanbau von Gemüse und Obst

forsa befragte im Februar 2014 im Auftrag von toom Baumarkt rund 1.000 deutsche Gartenbesitzer. Es zeigt sich: 68 Prozent der Befragten achten beim Verzehr von Obst und Gemüse auf Bio-Qualität. Jeder zweite deutsche Gartenbesitzer baut Kräuter, Gemüse oder Obst selber an. Davon legt die Hälfte wert auf Bio-Qualität bei Pflanzensetzlingen, Samen, Dünger und Erde.

Die Gründe für den eigenen Anbau variieren: 73 Prozent der Hobbygärtner pflanzen selbst, weil es ihnen Spaß macht, knapp zwei Drittel bevorzugen den besseren Geschmack und 61 Prozent bauen an, weil der Verzehr der eigenen Ernte gesünder sei.

Deutlich wurde bei der Umfrage auch: Gartenarbeit ist nicht nur etwas für die ältere Generation. Beim Anbau von Obst und Gemüse sind die 18- bis 29-Jährigen genauso fleißig wie die Generation 60 plus. Besonders aktiv sind jedoch deutsche Hobbygärtner um die 50 Jahre.

46 Prozent der Befragten, die nicht im eigenen Garten tätig sind, gaben an, dass sie zu wenig Zeit hätten. Rund ein Drittel meinte, ihnen fehle der sogenannte „grüne Daumen“ beziehungsweise die Erfolgsgarantie bei der Bepflanzung des eigenen Gartens.

Weitere Informationen: forsa.de

 

Modular: Hühnerhaus mit Garten zum Selberbauen

Urban Gardening und Urban Farming liegen im Trend und finden immer mehr Anhänger. Ackerbau und Viehzucht auf kleinen Flächen wird jetzt mit dem modularen System vom Designstudio Segers besonders ansprechend möglich.

Eine Familie bekommt man mit dem darin Angebauten zwar nicht satt, aber immerhin bietet der „Modular Chicken Coop & Garden“ Platz für ein paar Hühner und Beete. Auch Kompostierbox und Geräteschuppen gehören zum System, das in Einzelteilen geliefert wird und sich einfach zusammenstecken lässt. Großstadtfarmer können sich mit diesen Hochbeeten und dem kleinen Stall ein bisschen wie Selbstversorger fühlen und ihren Kindern zeigen, wie Gemüse wächst und wo die Eier herkommen.

Studio Segers ist ein belgisches Zwei-Generationen-Unternehmen – gegründet von Rita Westhovens und Wim Segers. Seit 2009 arbeiten auch deren Sohn Bob Segers und Marjan Brants im Familienstudio mit.

Weitere Informationen: studiosegers.be

Neu: Hochbeete und Wandkästen aus WPC-Planken

Ziel des dänischen Unternehmens Plus A/S ist es, mit seinen Produkten selbst kleinste Ecken im Garten in „Räume unter freiem Himmel“ zu verwandeln. Auf der diesjährigen Gartenmesse spoga+gafa stellte es neue Hochbeete und Wandkästen aus WPC-Planken vor.

Der neuartige Verbundwerkstoff WPC (englisch: wood-plastic-composits) soll die Vorteile der Materialien Holz und Kunststoff verbinden. Ursprünglich eingesetzt als witterungsbeständige Terrassendielen, nutzt Plus A/S die Vorteile dieses – nach Angaben des Herstellers – „ökologisch attraktiven Werkstoffs“ für kreative Pflanzobjekte für den Balkon und den Garten. Eine deutliche höhere Resistenz gegen Feuchtigkeit, geringeren Ausdehnungseigenschaften gerade bei direkter Sonneneinstrahlung auf einem Balkon oder einer Terrasse sollen einen langanhaltenden und zugleich pflegeleichten Einsatz der Pflanzkübel und Wandkästen ermöglichen.

Weitere Informationen: plus.dk

Obst und Gemüse aus dem fünften Stock: Leere Büros für Gärtner

Die niederländische Stadt Den Haag möchte zukünftig leer stehende Büroräume zum Gemüseanbau nutzen. Das Konzept hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit Partnern wie der Stiftung CropEye und der Universität Wageningen erarbeitet. CropEye ist eine unabhängige Stiftung, die auf Innovationen im Agrarsektor, insbesondere im Gewächshausanbau, spezialisiert ist.

In vielen Städten in Europa stehen Büroräume leer und werden nicht sinnvoll genutzt. In Den Haag liegt der Anteil bei immerhin elf Prozent. Gleichzeitig steigt der Bedarf an nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln. Eine Lösung könnte der Gartenbau in der Stadt sein. Bereits im Herbst 2012 wurden in Den Haag Initiativen gegründet und ein Arbeitskreis gebildet, um das Vorhaben zu realisieren. In einem Wettbewerb treten Unternehmen gegeneinander an und entwickeln Pläne für die gärtnerische Gestaltung einer teilweise leer stehenden Büroeinheit. Es stehen insgesamt 3.000 Quadratmeter auf zwei Etagen zur Verfügung, auf denen Gemüse, Obst, Kräuter und andere Lebensmittel angepflanzt werden sollen. Das Bürogebäude ‚De Schilde‘ liegt sehr zentral, sodass die Produkte vor Ort verkauft werden könnten – in einem Ladengeschäft, in einem Restaurant oder Café. Ernährungsbildungsmaßnahmen sollen das Projekt begleiten. Den Haag bietet Unterstützung bei der Umsetzung der Pläne und beim Marketing. Noch bis Anfang Oktober 2013 können die Betriebe ihre Konzepte vorlegen.

Weitere Informationen: stadslandbouwdenhaag.nl

 

Nominiert für den unique youngstar 2013: Hochbeet von Thinking Hands

15 Projekte von jungen Designern gehen in diesem Jahr ins Rennen um die begehrte Auszeichnung “unique youngstar 2013″. Das Thema des spoga+gafa Wettbewerbs lautet “Outdoor Living”.

Auf der internationalen Gartenmesse im September in Köln werden die Ideen der Nominierten als Prototypen ausgestellt. In einer kleinen Serie wollen wir Ihnen die nominierten Projekte schon jetzt vorstellen.

Hochbeet

  • von: Thinking Hands (Saskia Drebes, Cosima Geyer, Sandra Spoo, Simon Frambach und Tim Mackerodt), Kassel, Germany
  • Material: Stahlrohr, Hanfgewebe
  • Dimension: 100 x 100 x 100 cm

Ein Hochbeet ist ein erhöht angelegtes Beet. Da es unabhängig vom Untergrund ist, kommt es meist in urbanen Lebensräumen zum Einsatz. Hinterhöfe ohne Grünflächen und offengelassene Brachen können für den Anbau heimischer Gemüsesorten genutzt werden. Durch die erhöhte Pflanzung wird eine angenehme Arbeitshaltung erreicht, wobei Unkraut sowie Schädlinge Probleme haben die Kulturpflanzen zu erreichen. Das modulare System der Kasseler Designer und der schnelle Aufbau erlauben eine schrittweise Erweiterung: Vom Hobbygärtner mit einer Parzelle, bis hin zum Hochgarten für Selbstversorger. Bei einer mittleren Pflanztiefe von 30 Zentimeter ist das Hochbeet besonders für Flach- und Mittelwurzler, wie Salate oder Erdbeeren geeignet. Mit dem Hochbeet sollen triste Hinterhöfe zu grünen Inseln und zum Treffpunkt für Familien, Freunde und Nachbarn werden.

Die Entscheidung über die drei Jury-Gewinner und den Publikumspreis wird am 8. September 2013 um 17 Uhr in der Messehalle 10.2 in Köln im Rahmen der unique hour bekannt gegeben. Der Gewinner des Publikumspreises wird durch ein Online-Voting bis zum 8. September unter gardenunique.de/youngstars ermittelt. Machen Sie mit!