3. Internationaler GrĂĽndach-Kongress

Das dritte Gipfeltreffen der internationalen GrĂĽndach-Branche findet vom 13. bis 15. Mai 2013 in Hamburg statt, unter der Schirmherrschaft des Bundesministers fĂĽr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Die Veranstalter International Green Roof Association (IGRA) und Deutscher Dachgärtner Verband (DDV) schlagen mit dem Kongress zum Thema Dachbegrünung eine Brücke zwischen der Internationalen Gartenschau (IGS) und der Internationalen Bauausstellung (IBA), die 2013 ebenfalls in Hamburg stattfinden. Der Veranstaltungsort „Empire Riverside Hotel“ am Elbufer befindet sich direkt neben Europas derzeit größtem städtebaulichen Projekt – der „HafenCity Hamburg“.

Weitere Informationen: greenroofworld.com

Neue Lebensräume auf Dach und Terrasse mit Pflanzinseln

Viele Dächer und Dachterrassen lassen sich relativ einfach mit Pflanzinseln und -beeten gestalten, klar strukturieren und mit echtem GrĂĽn aufwerten. Und dies völlig unabhängig von der Größe der Dachfläche. DafĂĽr bietet OptigrĂĽn nun neue Pflanzgefäße aus Aluminium an. Die Gefäße Typ „ALU“ gibt es in runden und rechteckigen Formen sowie in allen Farben und bis zu Längen von 250 Zentimetern.

GroĂźe Dachflächen lassen sich auĂźerdem geradlinig modern mit größeren Pflanzbeeten einrichten. Eine elegante Lösung zur Einfassung solcher Pflanzbeete bieten die neuen Randelemente Typ „ALU“, die abgestimmt auf die OptigrĂĽn-GrĂĽndach-Systemlösungen erhältlich sind. Die Elemente sind nach Angaben des Herstellers witterungsbeständig und frost- und bruchsicher. Sie eigenen sich fĂĽr Dächer mit einer Neigung von bis zu fĂĽnf Grad. Auf Wunsch sind eine Bewässerungsautomatik fĂĽr die Pflanzen oder Sonderelemente wie z.B. Wasserbecken und Sitzflächen integrierbar.

Weitere Informationen: optigruen.de

 

GemĂĽseanbau auf dem Dach

Die Zahl dicht besiedelter Ballungszentren wächst. Weltweit lebt mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. In Deutschland sind laut Angaben des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und des Umweltbundesamtes bereits 50 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt. Als Ausgleichsmaßnahme haben sich in vielen Regionen begrünte Dächer durchgesetzt. Nichts liegt näher, als diese auch für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern zu nutzen, denn die damit verbundenen Vorteile sind immens, ökologisch wie auch ökonomisch.

Damit Gemüseanbau auf dem Extremstandort Dach funktioniert, müssen die relevanten Parameter beachtet werden. Als dauerhaft funktionssichere Lösung hat beispielsweise die Firma ZinCo den Systemaufbau „Gemüse auf dem Dach“ entwickelt. Herzstück des Aufbaus ist hierbei ein besonderes Dränageelement. Mit rund 20 Zentimeter ZinCo Systemerde eignet sich dieser Aufbau für Pflanzen wie Erdbeeren, Zwiebeln, Zucchini, Kürbis, Salat, Kräutern, Auberginen, Kohl oder Melonen. Etwas mehr Substrattiefe (28 bis 40 Zentimeter) benötigen z.B. Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Tomaten, grüne Bohnen.

Grundsätzlich kann man beim Urban Farming zwischen privater und kommerzieller Nutzung des Gemüseanbaus unterscheiden. Letztere findet auf Dächern entweder frei oder unter Glas statt. International machen es die Metropolen in den USA und Mittelamerika bereits vor. 2012 nahmen beispielsweise Gewächshäuser einer großen Supermarktkette an drei Standorten in USA die Produktion auf und liefern frisches Obst und Gemüse direkt vom Dach auf die Verkaufsfläche.

In Deutschland gibt es vorwiegend Beispiele im Bereich privater Nutzung. Dachgärten in Karlsruhe oder Wendlingen zeigen, dass Gemüseanbau auch auf kleiner Fläche großen Erfolg verspricht. Größere Anbauflächen bieten sich auf dem Dach des Technoseums in Mannheim. Der etwa 600 Quadratmeter große Schrebergarten ist dort Bestandteil einer Dauerausstellung. Ein Beispiel für kommerzielle Nutzung offenbart ein Blick nach Radebeul bei Dresden: auf dem Sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth wächst ein Teil der Weinreben tatsächlich auch auf dem Dach.

Weitere Informationen: zinco.de

Wie auf Tiefgaragen Gärten entstehen

Ein Dachgarten liegt in luftiger Höhe hoch oben über den Häusern der Stadt. Diese Assoziation haben wohl die meisten, wenn sie von begrünten Dächern hören. Aber es gibt auch ganz andere Gründächer. Solche, die zunächst gar nicht als Dach auffallen, weil sie sich nämlich zu ebener Erde befinden – beispielsweise begrünte Tiefgaragendächer.

Im urbanen Bereich werden Wohn- und Geschäftsgebäude immer häufiger um eine Tiefgarage errichtet. Die tragfähigen Stahlbetondecken über den Autostellplätzen werden am Ende der Bauarbeiten zumeist mit Rasen und Sträuchern bepflanzt. Aber bevor es soweit ist, muss noch einiges getan werden. Denn auch eine Tiergaragendecke kann selbstverständlich nicht einfach so mit Erde zugeschüttet werden. Hier erfordert die Anlage eines Gartens das gleiche Vorgehen und Know-how wie bei jedem anderen Flachdach.

Um Pflanzen auf Dächern einen dauerhaften Lebensraum bieten zu können, mĂĽssen alle Funktionen eines natĂĽrlich gewachsenen Bodens auf nur wenige Zentimeter komprimiert werden. Deshalb – und um das darunter liegende Dach langfristig optimal zu schĂĽtzen – ist bei einer IntensivbegrĂĽnung zuvor der Aufbau spezieller Funktionsschichten notwendig: Direkt auf dem Dach wird zunächst vom ausfĂĽhrenden Garten- und Landschaftsbaubetrieb ein Durchwurzelungsschutz aufgebracht, der wiederum durch die nachfolgende Schicht vor mechanischen, thermischen oder chemischen EinflĂĽssen geschĂĽtzt wird. Es folgt eine Dränschicht, die Regenwasser speichern kann und ĂĽberschĂĽssiges Wasser sicher ableitet. Ein Filtervlies darĂĽber hält feinere Bestandteile aus der späteren Substratschicht zurĂĽck und verhindert so ein Verschlämmen der Dränagen. Die Vegetationsschicht schlieĂźlich schafft mit Substratgemischen den Lebensraum fĂĽr die Pflanzen, die hier eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen sowie Möglichkeiten fĂĽr die Verankerung im Boden finden. Ein intensiv begrĂĽntes Tiefgaragendach kann in der Regel vielfältig genutzt werden. Häufig werden Terrassenflächen, Sitz- und Gehbereiche, Spielplätze oder auch Wasserbecken integriert.

Auch im Stadtteil Scharnhauser Park in Ostfildern bei Stuttgart wurde in der Wohnanlage „Blauer Garten“ eine Tiefgaragendecke begrĂĽnt. Die mehrgeschossige Anlage besteht aus insgesamt acht Häusern und wurde 2009 fertiggestellt. Wer heute den Garten und seine Gestaltungsvielfalt mit Wasser-, Spiel- und Gehbereichen der drei Innenhöfe genieĂźt, wird nur durch die Treppenaufgänge daran erinnert, dass die Höfe sich teilweise ĂĽber der groĂźräumigen Tiefgarage befinden. Neben den Gemeinschaftsflächen verfĂĽgen alle ErdgeschoĂźwohnungen ĂĽber einen privaten Gartenteil. Ein wesentliches Merkmal des „Blauen Garten“ ist ein ausgeklĂĽgeltes Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung. Der Regen von den umliegenden versiegelten Flächen, insbesondere den Wohndachflächen, gelangt nicht in die Kanalisation, sondern wird in den natĂĽrlich anmutenden Wasserkreislauf im Garten eingespeist und kann hier nach und nach wieder verdunsten – so wird ein erheblicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Geprüftes Geländer-System für den zusätzlichen Lebensraum auf dem Dach

Dächer werden in Deutschland immer häufiger als zusätzlicher Lebensraum genutzt. Das trifft sowohl auf begrünte als auch unbegrünte Terrassen und Dachgärten zu. Damit die Dachnutzung sorgenfrei geschehen kann, hat die Optigrün international AG ein neues, auflastgehaltenes Geländer-System entwickelt. Dieses trägt den Namen „SkyGard“ und wurde von der DEKRA auf Sicherheit geprüft.

Alle am Bau Beteiligten profitieren nach Angaben von Optigrün von der neuen Geländerlösung: Für jedes einzelne Projekt wird je nach Anwendung und Geländerwunsch die Standsicherheit berechnet und ein genauer Verlegeplan erstellt. Bauherren müssen sich keine Sorge um ein undichtes Dach machen, da „SkyGard“ seine Standsicherheit durch die Auflast der Terrasse bzw. der Dachbegrünung erhält. Es muss weder in die Dachabdichtung, noch in die Dachkonstruktion eingriffen werden. Der Ausführungsbetrieb bekommt ein flexibles und einfach zu verlegendes Komplettsystem geliefert. Die Systemteile werden vorher auf Maß gebracht, so dass auf der Baustelle keine Schneidarbeiten mehr erforderlich sind. Der in allen Richtungen drehbare Kugelgelenkfuß mit höhenverstellbarer Hülse lässt eine problemlose Anpassung an Dachneigung und Unebenheiten zu.

„SkyGard“ kann bei Flachdächern von null bis drei Grad Dachneigung – sowohl bei Neubau und als auch Sanierung – eingesetzt werden. Beim Geländer wird eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten angeboten. Der Kunde kann aus verschiedenen Geländerfüllungen in Form und Farbe sowie unterschiedlichen Handläufen auswählen. Das Komplettsystem (Geländer, Gründach- oder Terrassenaufbau) wird von der Anwendungstechnik der Optigrün interational AG objektbezogen kostenlos berechnet und aufeinander abgestimmt.

Weitere Informationen: optigruen.de