Hans Müller (Helix) ist Unternehmer des Jahres

Hans Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Helix Pflanzen GmbH sowie der Helix Pflanzensysteme GmbH – Foto: Helix

Bei einer großen Gala in Berlin wurden Ende Oktober 2017 die Besten der Besten aus der Grünen Branche mit dem TASPO Awards ausgezeichnet. Dabei wurde der Titel „Unternehmer des Jahres“ dem ebenso innovativen wie umweltbewussten Gärtner-Meister Hans Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Helix Pflanzen GmbH sowie der Helix Pflanzensysteme GmbH, zuerkannt. Die spoga+gafa ist offizieller Partner der TASPO Awards.

Begrünbare Wandfliesen: „Seed“ von Taeg Nishimoto

Dekorative Begrünung: Mit „Seed“ kann sich jetzt jeder seine Lieblingspflanzen an die Wand hängen. Der Architekt und Designer Taeg Nishimoto entwickelte mit den ungewöhnlichen Fliesen eine Wandverkleidung mit Bewuchs.

Die Wandfliesen „Seed“ sind so geformt, dass sie sich mit kleinen Pflanzen bestücken lassen. Auf der Rückseite jeder Fliese ist ein Betonbehältnis für die Pflanzenerde und als Abstandshalter angebracht. Die von der Natur inspirierte Gestaltung macht aus jeder Fliese ein Unikat: Während der Umriss an Flusssteine erinnert, leitet sich die knittrige Oberfläche von geologischen Formationen ab.

Die Textur der „Seed“-Fliesen entsteht unter Verwendung eines Vliesstoffes aus Polyethylen. Der Stoff wird dabei zerknittert und dann in die richtige Form und Größe gebracht. Beim Ausgießen der Form mit schnelltrocknendem Beton wird der Stoff in der Mitte der Fliese angehoben. Jede Pflanze, die in das dadurch entstehende Loch passt, lässt sich als Saatgut verwenden – auch wenn sich besonders Sukkulenten für ein stimmiges Wandbild eignen. Mit individuellen Kombinationen können aber auch ganz unterschiedliche Eindrücke an der Wand gestaltet werden.

Weitere Informationen: cargocollective.com

LivePanel von Mobilane: Mit Pflanzmodulen Hinterhöfe ganz einfach begrünen

Vielerorts wurden Hinterhöfe jahrzehntelang vernachlässigt. Nur selten verstecken sich hier grüne Oasen. Doch in Zeiten von Urban Gardening und einer steigenden Wertschätzung von Grünflächen in Städten wird auch der Raum hinter Wohnhäusern neu entdeckt. Die vom Straßenlärm geschützten Höfe lassen sich als Gemeinschaftsgärten für die Bewohner der anliegenden Häuser nutzen, sind aber auch für Büros, Coworking Space und Dienstleistungsgewerbe interessant.

Es gibt heute viele gestalterische Möglichkeiten, mit denen Hinterhöfe in grüne Räume mit Aufenthaltsqualität verwandelt werden können. Mit den Wandbegrünungsmodulen LivePanel vom niederländischen Hersteller Mobilane lassen sich vielfältige Gestaltungsideen umsetzen. Das System besteht aus Pflanzkassetten, die 40 mal 40 Zentimeter groß sind und jeweils neun Pflanzen Platz bieten. An der Wand befestigt werden die Kassetten mit Aluminiumrahmen. So lassen sie sich von Hand abnehmen, sind leicht auszutauschen oder neu zu bepflanzen. LivePanel lässt sich in Höhe und Breite unbegrenzt erweitern. Das eingebaute Bewässerungssystem, das ohne Pumpe, allein durch Kapillarwirkung funktioniert, erspart nicht nur das Gießen, es minimiert auch den Wasserverbrauch.

LivePanel lässt sich flexibel und nach eigenen Wünschen bepflanzen. Wo wenig Licht in den Hof fällt, sollte man Pflanzen auswählen, die für Schattenplätze geeignet sind, wie Efeu, Farne, kleine Funkien oder Hostas. Verschiedene Blattfarben, -formen und -strukturen lassen sich zu lebendigen Wandbildern kombinieren. An einem Standort mit mehreren Sonnenstunden am Tag kann die begrünte Wand sogar essbar gestaltet werden – mit Erdbeeren, Kräutern, Salaten und vielem mehr.

Ob für Privathaushalte oder auf Firmengelände, die vertikalen Gärten schaffen eine natürliche Atmosphäre und verbrauchen dabei kaum Fläche. In den Hinterhofparzellen ist Platz häufig Mangelware, Wände und Mauern sind hingegen reichlich vorhanden. Wo sich Bäume und Sträucher kaum entfalten können, bietet LivePanel eine praktische Alternative. Der vorhandene Raum bleibt damit für die Bewohner vollständig nutzbar.

Weitere Informationen: mobilane.de

Bundesweite Strategie Gebäudegrün veröffentlicht

Der Vorstand der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e. V (FBB) mit Präsident Dr. Gunter Mann, Nicole Pfoser, Bernd W. Krupka, Gerd Vogt und Peter König hat den Startschuss für seine ins Leben gerufene „Bundesweite Strategie Gebäudegrün“ gegeben. In einer vierseitigen Broschüre listet die FBB die Notwendigkeit, Zielsetzung und die wichtigsten Maßnahmen der auf mindestens zwei Jahre ausgelegten Strategie auf.

Sowohl der Untertitel „Verbandsübergreifende Allianz Bauwerksbegrünung“ und als auch die Bezeichnung „Diskussionspapier 1.0“ wurden bewusst gewählt, um zu verdeutlichen, dass es kein Alleingang der FBB bleiben soll. Es sollen möglichst viele Verbände, Vereine und Interessensgruppen integriert werden und durch Einbringen von weiteren Ideen wird das Strategiepapier angepasst, erweitert und mit Leben erfüllt.

Handlungsbedarf

Dach- und Fassadenbegrünungen vereinen eine Vielzahl an positiven, so ist es nicht verwunderlich, dass sie in einem Atemzug mit Hochwasser, Hitzewelle, Klimaänderung, Feinstaub und Biodiversität als Vorbeugungs- bzw. Umsetzungsmaßnahmen genannt werden. Dennoch wächst der Gründachmarkt beispielsweise nur geringfügig und liegt seit Jahren bei etwa acht Mio. Quadratmeter Zuwachs pro Jahr. Gebäudebegrünung als städtebauliches Instrument ist zwar bekannt, doch längst keine Selbstverständlichkeit. Es werden nur etwa fünf bis zehn Prozent der neu entstandenen Dachflächen begrünt. Auch die seit vielen Jahren durchgeführten „Förder-Umfragen“ bei Städten zeigen auf, dass die Anzahl der Festsetzung in B-Plänen und die Vergabe direkter Zuschüsse nicht gestiegen sind.

Die meisten der vielen positiven Wirkungen begrünter Dächer sind erforscht, dennoch gibt es Wissenslücken. Der Einsatz von Dachbegrünungen erfolgt noch zu wenig zielorientiert. Verbände, Städte und Firmen führen ohne gegenseitiges Wissen und Abstimmung verschiedene Aktionen durch. Das ist nicht zielgerichtet und führt zu unnötiger Doppelarbeit und zu unkoordinierten Einzelaktionen, deren Wirkungen „verpuffen“. Es gibt eine Fülle an Informationen (Publikationen, Veranstaltungen, Broschüren, Filme, u. v. m.), doch keine zentrale Plattform, wo das zusammengeführt und kostenfrei bereitgestellt wird.

Aktuell gibt es verschiedene Initiativen, wie z. B. die Charta „Zukunft Stadt und Grün“, die UN-Dekade Biologische Vielfalt, die „Zukunftsstadt. Strategische Forschungs- und Innovationsagenda“ und seit wenigen Tagen das „Grünbuch Stadtgrün“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Bei allen Aktionen lässt sich das Thema Gebäudebegrünung optimal integrieren, ist wichtiger Bestandteil und müsste stärker und detaillierter behandelt werden.

Ziele der Strategie

  • Stärken des Positiv-Images Bauwerksbegrünung. Bessere Wahrnehmung der Bedeutung des Grüns am und im Gebäude durch Politik und Bevölkerung.
  • Schaffen einer Wissensplattform zur Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung.
  • Bündelung von Kräften. Arbeitsteilige Kooperation mit anderen Verbänden und Organisationen. Jeder, der sich für Bauwerksbegrünung interessiert und einbringen möchte, soll das tun können.
  • Koordination von Forschungsprojekten, Master- und Bachelorarbeiten zwischen den Hochschulen, Unternehmen und Förderstellen. Ebenso Koordination der vielen Seminare, Veranstaltungen, Aktionen.
  • Vergrößerung des Marktes der Gebäudebegrünung. Mehr Festschreibungen in Bebauungsplänen, mehr direkte und indirekte Förderungen durch Bund, Länder und Gemeinden. Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung als eine Art Selbstverständlichkeit.

Zielgruppen und Strategiepartner

Die im Fokus stehenden Zielgruppen sind ebenso geeignete Kooperationspartner, um die Ziele zu erreichen. Dazu gehören u. a. Politiker, Länder, Städte und Kommunen, Hochbau-, Landschafts- und Innenarchitekten, Stadtplaner, Berufs- und Fachverbände, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Journalisten, Verlage, Hochschulen und weitere Forschungseinrichtungen.

Hier die „Bundesweite Strategie Gebäudegrün“ als pdf-Datei.

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