FSC: Präsentiert auf der spoga+gafa seine neue Werbekampagne

Nach wie vor werden Gartenmöbel und -Zubehör oft aus Naturwaldholz gefertigt, das ohne Rücksicht auf Umwelt oder die heimische Bevölkerung geschlagen wurde, so der FSC Deutschland. Um darüber zu informieren, präsentiert sich die Organisation auf der spoga+gafa, die aktuell in Köln über die Bühne geht.  

Der FSC Deutschland setzt sich zum einen für eine heimische nachhaltige Waldwirtschaft ein und ist zum anderen Partner in der europäischen Koalition für nachhaltiges Tropenholz. Das FSC-Zeichen auf den Möbeln soll gewährleisten, dass das Holz aus zertifizierten, verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt. Aber nicht nur Sessel, Tische und Co. können ein solches Siegel erhalten, auch Grillkohle und -anzünder oder Werkzeugstiele. In Köln stellt die Organisation ihre Ziele vor – und zeigt zudem zum ersten Mal auf einer großen Messe seine neue Werbekampagne „Wälder für immer für alle“.

„Nach einem langen internationalen Entwicklungsprozess haben wir eine neue Marke entwickelt, die dem Verbraucher klar kommuniziert, wofür der FSC steht – für umweltverträgliche, sozialgerechte und wirtschaftlich solide Waldwirtschaft. Wir freuen uns, auf der spoga+gafa erstmals diese Marke im großen Stil vorstellen und zertifizierte Unternehmen über ihre vielfältigen Anwendungen informieren zu können“, so Ulrich Malessa, Leiter der Marktentwicklung.

Weitere Informationen: fsc-deutschland.de

Serralunga: „Green Pills“-Installation auf der Expo 2015

„Die Welt ernähren, Energie fürs Leben“ lautet das Motto der Weltausstellung „Expo Milano 2015“, die noch bis Oktober in der italienischen Metropole stattfindet. Die Länder der Welt demonstrieren dort ihre Ideen rund um die Schlagworte Nahrung, Energie, Globus und Leben.

Um diese Themen auch Kindern näherzubringen, haben die Veranstalter gemeinsam mit der Organisation Reggio Children und dem Designstudio ZPZ Partners den „Children’s Park“ für Vier-bis Zehnjährige kreiert. In acht offenen Pavillons lernen die Kids dort auf spielerische Weise, was Nachhaltigkeit und Umweltschutz bedeutet.

Eine der Installationen heißt „Drop by Drop“, in der die Kleinen bei einem besonderen Teamspiel mitmachen können. Von der Decke fallende Wassertropfen werden in kleinen Tassen gesammelt und dann in eine besondere Schüssel geschüttet. Ist diese gefüllt, verwandelt sich das Wasser in Regen und verteilt sich auf die Pflanzen, die als vertikaler Garten die Seitenwände der Installation bilden.

Die Wand-Optik entsteht durch die „Green Pills“ von Serralunga. Dabei handelt es sich um eine Art modulare grüne Trennwand aus Blumenkästen, die an einem Rohr hängen, das sowohl zur Bewässerung als auch als Träger dient. Die Blumenkästen können in jede beliebige Richtung zeigen und eignen sich sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich.

Der urbane Raum wird grün – von den Dächern bis in den Untergrund

In Großstädten ist der Wohnraum knapp und die Möglichkeiten, die eigenen vier Wände grüner zu gestalten, sind begrenzt. Deshalb entstanden in den vergangenen Jahren lösungsorientierte Trends wie Vertical farming, Window farming oder Hanging gardens, die dazu dienen, den vorhandenen Raum optimal zu nutzen.

Auch Unternehmen sind ständig auf der Suche nach innovativen Ansätzen zur Gewinnung neuer Anbauflächen. Nach ersten urbanen Gewächshäusern entstehen nun echte Geschäftsmodelle. Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. macht nun in seinem ersten Trend-Radar 2015 auf drei spannende Projekte aufmerksam:

Growing Underground

Mitten in London bauen Steven Dring und Richard Ballard seit knapp einem Jahr eine Nutzpflanzenfarm auf. Das Besondere: Ihre Farm liegt 33 Meter tief unter der Erde in einem stillgelegten Luftschutzbunker eines U-Bahn-Tunnels. Unterstützt wird das Projekt von Sterne-Koch Michel Roux. Das unterirdische Nutzgartenkonzept hat viele Vorteile: Die Umgebung ist pestizidfrei, die Lieferwege zu den Verbrauchern sind kurz, gleichbleibende Licht- und Klimaverhältnisse garantieren eine ganzjährige Ernte. Darüber hinaus verbraucht Growing Underground etwa 70 Prozent weniger Wasser als ein vergleichbarer konventioneller Anbau. Insgesamt beherbergt die Farm zwölf verschiedene Gemüse- und Kräuter-Sorten, darunter Knoblauch, Koriander und Rucola.

New Gardening

In New York baute Gotham Greens, ein Spezialist für Dach-Landwirtschaft, gemeinsam mit der Supermarkt-Kette Whole Foods das erste kommerziell produzierende Dach-Gewächshaus (2.000 Quadratmeter) mit integriertem Supermarkt. New Gardening ist ein Trend von profitorientierten Dachgärten, der sich zunehmend zum Geschäftsmodell entwickelt. Er bietet viel Potenzial für den Lebensmittelhandel, die Gastronomie, städtische Architektur und Unternehmen. Dass Top-Restaurants ihren eigenen Kräuter- und Gemüsegarten betreiben, ist fast schon zu einem Statussymbol geworden. Jetzt folgen auch die Supermärkte.

Aquaponic Farming

In Berlin steht die größte innerstädtische Aquaponic-Farm der Welt. Der von der ECF Farmsystems GmbH geführte Betrieb kombiniert Fischaufzucht und Gemüseanbau. Bei der Produktion von hochwertigem Speisefisch wird das Wasser mit wertvollen Nährstoffen angereichert. Dieses Wasser wird in das Gewächshaus geleitet und versorgt dort die Pflanzen mit natürlichem Dünger. Die Anlage befindet sich in einer alten Malzfabrik im Stadt-teil Berlin-Schöneberg und wurde am 6. März 2015 eröffnet. Die Grundfläche umfasst 1.800 Quadratmeter, wovon etwa 1.000 Quadratmeter das Gewächshaus und 400 Quadratmeter die Aquakultur ausmachen. Pro Jahr sollen rund 30 Tonnen Barsch sowie 30 Tonnen Gemüse und Kräuter produziert werden. Ein ähnliches System hat das Unternehmen UrbanFarmers in Zürich kürzlich in Betrieb genommen.

„Es gibt vielfältige und sehr individuelle Möglichkeiten, den Gemüseanbau auf engem Raum und mit nachhaltigen Zielen zu betreiben. Wir sind gespannt, welche innovativen Projekte in Zukunft entstehen werden“, so IVG-Geschäftsführer Johannes Welsch.

Weitere Informationen: ivg.org

Hauert: Neue Produktreihe Biorga

Ob im Hochbeet auf der Dachterrasse, im Pflanzsack auf dem Balkon, in urbanen Gemeinschaftsgärten, im guten alten Schrebergarten oder ganz klassisch hinter dem Haus – die Deutschen in Stadt und Land haben wieder SpaĂź daran, Obst, GemĂĽse und Kräuter selbst anzubauen. Nicht nur weil die eigene Ernte besser schmeckt. Viele Menschen möchten auch erleben und verstehen, wie Nahrungsmittel wachsen und dies auch ihren Kindern zeigen. Immer mehr setzen ohnehin auch der Umwelt zuliebe auf möglichst regional angebautes und daher saisonal verfĂĽgbares GemĂĽse und Obst. Und fĂĽr alle, deren Jobs immer kopflastiger werden, ist das Gärtnern ein willkommener Ausgleich und eine Möglichkeit, sich zu entspannen. Im wahrsten Sinne des Wortes erdet es die Menschen, wenn sie in ihrer Freizeit drauĂźen wieder ganz elementare Tätigkeiten selber und mit den Händen machen können.

Immer mehr Hobbygärtner setzen dabei auf organische Dünger. Denn schließlich sollen der Salat, die Zucchini und die Johannisbeeren, die sie im eigenen Garten oder Balkon ernten, Bioqualität haben. Aus diesem Grund hat der Schweizer Düngerspezialist Hauert in diesem Jahr seine neue Produktreihe Biorga auf den Markt gebracht. Sie wird aus hochwertigen, pflanzlichen und zum Teil tierischen Rohstoffen sowie Mineralien hergestellt.

Die wertvollen organischen Substanzen ernähren die Mikroorganismen in der Erde und werden von ihnen langsam abgebaut. Dadurch erhalten die Pflanzen über einen langen Zeitraum genau die Nährstoffe, die sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Biorga Produkte enthalten außerdem aus Keimlingen stammende Pflanzenhormone, welche die Widerstandskraft der Gartenpflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge deutlich verbessern.

UnterstĂĽtzt wird die EinfĂĽhrung der Hauert Biorga Produktreihe durch Werbung in auflagenstarken Print Medien, einen eigenen Internetauftritt sowie eine attraktive Biofibel. Angeboten wird das Biorga Programm unter anderem in einem naturbelassenen Holzdisplay zur Zweitplatzierung.

Weitere Informationen: biorga.de

3 Fragen an: Sonja DĂĽmmen (DĂĽmmen Group)

Die DĂĽmmen Group wird in KĂĽrze, als erster Hersteller von Weihnachtssternen weltweit, mit dem begehrten Fairtrade-Siegel zertifiziert. Das Unternehmen will damit seine Nachhaltigkeitsstrategie ausbauen. ZukĂĽnftig liefern die Rheinberger fair gehandelte Weihnachtssterne der Marke Red Fox an internationale Topfpflanzen-Produzenten. Sonja DĂĽmmen ist Marketingleiterin der DĂĽmmen GmbH und Fairtrade-Projektleiterin.

Frau DĂĽmmen, was sind die BeweggrĂĽnde der DĂĽmmen Group, Weihnachtssterne aus Ihrer Farm RED FOX Ethiopia bald als Fairtrade-Produkt anzubieten?
Dümmen: Das Fairtrade-Siegel macht für uns sichtbar, wie wir arbeiten und was wir vertreten. Es dokumentiert kontrollierte Arbeitsbedingungen und bewussten Umgang mit Pflanzenschutz und Umwelt. Aber was am wichtigsten ist: Es unterstützt die Leute vor Ort in Äthiopien. Über Fairtrade haben wir die Möglichkeit, zehn Prozent des Umsatzes direkt vor Ort im Sinne der Menschen zu investieren. Der Verbraucher, der hier in Europa bewusst einkauft, unterstützt das mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten.

Wie darf man sich einen solchen Zertifizierungsprozess vorstellen? Was sind die Herausforderungen?
Dümmen: Alle Partner in der Kette müssen zertifiziert werden. Es beginnt mit dem Mutterpflanzenbetrieb in Äthiopien, der durch eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft geprüft wird. Aber auch weitere Glieder in der Kette wie der Produktionsstandort in Rheinberg und die Produzenten in Europa, die den Weihnachtssternsteckling großziehen, müssen zertifiziert sein. Da wir die Produktionskette von der Züchtung bis zur fertigen Jungpflanze zentral in einer Hand haben, ist das durchaus machbar. Wir müssen nur Transparenz für Dritte schaffen, was natürlich auch immer administrativen Aufwand mit sich zieht.

Wo sehen Sie ganz konkret die Vorteile für Handel, Gärtnereien und last but not least für die Kunden?
Dümmen: Für den Handel bestehen die Vorteile ganz klar in der Transparenz in der Lieferkette. Er kann Fairtrade-Produkte jederzeit zum Ursprung zurückverfolgen und sich darauf verlassen, dass kontrollierte und zuverlässige Lieferanten hinter dem Produkt stehen. Der Verbraucher kann bewusst kaufen und den Menschen in Afrika helfen, indem er Fairtrade kauft. Auch hier ist Transparenz wichtig. Er sieht wo der Steckling herkommt, aber auch wer in Deutschland oder Europa das Produkt fertig produziert hat. Zudem wird er über die Vorteile für unsere Partnerbetriebe informiert: Die zehn Prozent des Stecklingsertrags werden vor Ort im Ursprungsland eigenständig von den Mitarbeitern für soziale Zwecke verwaltet. Die kontrollierten Produktionsbedingungen schaffen Transparenz und gewährleisten den fairen Prozess.

Weitere Informationen: dummengroup.com