COMPO Bio Langzeit-DĂĽnger mit Schafwolle

Wenn es um das Thema Düngen geht, legen immer mehr Gartenbesitzer besonders großen Wert auf Bio-Produkte. Auf der diesjährigen Gartenmesse spoga+gafa stellte Compo seinen neuen Bio Langzeit-Dünger mit Schafwolle vor, der den Wunsch einer breiten Bevölkerungsgruppe nach ökologischen Produkten entsprechen soll.

Die neue Bio Langzeit-Dünger bestehen zu 50 Prozent aus Schafwolle, die in einem aufwendigen Verarbeitungsprozess mit anderen organischen Inhaltsstoffen zu Dünger-Pellets verpresst wird. So entsteht ein 100 Prozent natürlicher Dünger mit einer Sofort- und fünf Monaten Langzeitwirkung. Mit nur einer Düngung seien die Pflanzen für die gesamte Saison optimal versorgt, versichert der Hersteller. Neben der lang anhaltenden Nährstoffversorgung gewährleiste die immense Wasserspeicherkapazität der Bio-Dünger einen kräftigen Pflanzenwuchs und eine reiche Ernte. Die Dünger-Pellets könnten mehr als ihr Eigengewicht an Wasser aufnehmen. Durch die mit der Bewässerung verbundene Quellwirkung würde der Boden aufgelockert und die Humusbildung gefördert. Neben einem Universaldünger für alle Gartenpflanzen umfasst das Compo Sortiment spezielle Rezepturen für Tomaten, Beeren, Rhododendren, Koniferen und für Rosen.

Compo will den Fachhandel zukünftig bei der Gestaltung aufmerksamkeitsstarker Bio-Zweitplatzierungen mit einem modularen POS Konzept unterstützen, das für alle Flächen eine attraktive Platzierungslösung bietet. Darüber hinaus soll die Einführung des neuen Bio-Sortiments durch umfassende cross-mediale Werbeaktivitäten begleitet werden. Dabei liegt der Fokus auf einer großen TV-Kampagne. Zusätzliche Reichweite soll eine verstärkte Online-Präsenz in ausgewählten Umfeldern garantieren. Abgerundet werden soll die Verkaufsoffensive durch eine blickfangstarke Print-Werbung in Garten- und Landtiteln.

Weitere Informationen: compo-hobby.de

 

Studie: Nachhaltiger Einkauf eine der Top-Drei-Prioritäten von Unternehmen

Positive Entwicklung: Erstmals gehört ein verantwortungsbewusster und nachhaltiger Einkauf zu den Top-Drei-Prioritäten in Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Befragung für den „Sourcing Monitor“ von der Unternehmensberatung BearingPoint, der Essec Business School und dem Marktforschungsinstitut Novamétrie. Demnach sind den Einkaufsdirektoren lediglich die Gewinnmaximierung und das Lieferantenmanagement noch wichtiger.

Bemerkenswerterweise landet das Thema Nachhaltigkeit damit vor den Prioritäten „Risikokontrolle“, „mehr Dienstleistungen“, „Ausbau von Know-how“ und vier weiteren betriebsökonomischen Erfolgskriterien. Als Gründe für die signifikant gestiegene Bedeutung von „sustainable purchasing“ geben die Befragten Krisenvorsorge, Wertschöpfung und Vorschriften an.

Im Vergleich der untersuchten Firmen in West- und Nordeuropa, Russland und China belegt Deutschland den ersten Platz. Hierzulande hat für 83 Prozent eine nachhaltige Beschaffung Top-Priorität. Der Länderdurchschnitt liegt bei 56 Prozent.

Diese Entwicklung ist auch eine gute Nachricht für den Schutz der Tropenwälder, betont PEFC. Denn damit werde den Anbietern von Holz und Papier aus problematischen oder unklaren Quellen die Geschäftsgrundlage entzogen. „Bei dem Tempo, mit dem die Wälder der Tropen in den vergangenen 30 Jahren vernichtet wurden, muss endlich ein Umdenken erfolgen. Der eindeutige Trend zu mehr Nachhaltigkeit in der Beschaffung der Unternehmen ist ein Zeichen, das Hoffnung macht“, so Dr. Ulrich Schraml, Vorsitzender von PEFC Deutschland. Ihn freut besonders, dass sich immer mehr Firmen gemäß den PEFC-Standards zertifizieren lassen – aktuell sind es weltweit rund 16.000 Unternehmen.

PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. PEFC Deutschland e.V. wurde 1999 gegründet und entwickelt die Standards und Verfahren der Zertifizierung, stellt Informationen bereit und vergibt die Rechte am PEFC-Logo in Deutschland.

 

Der Feld-Ahorn ist Baum des Jahres 2015

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Dr. Silvius Wodarz, Präsident der Baum des Jahres Stiftung, haben am 16. Oktober 2014 in Berlin den vom „Kuratorium Baum des Jahres“ vorgeschlagenen Feld-Ahorn (Acer campestre) zum Baum des Jahres 2015 ausgerufen. Damit wurde zum 27. Mal ein „Baum des Jahres“ proklamiert. Die Schirmherrschaft über den Feld-Ahorn hat Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) übernommen.

Mit dem Feld-Ahorn – auch Maßholder genannt – steht im Jahr 2015 eine zierliche Baumart im Mittelpunkt, die oft übersehen oder vergessen wird. Für forstliche Nutzungen reichen die Stammstärken meist nicht aus, das Holz ist zudem den beiden „großen Brüdern“ Spitz- und Berg-Ahorn recht ähnlich. Klein, mehrstämmig, unauffällig: Es wird Zeit, dass diese eher seltene „Nebenbaumart“ mehr beachtet wird, denn auch in der Stadt kann der robuste, kleinwüchsige Feld-Ahorn seine Stärken voll ausspielen, insbesondere vor dem Hintergrund der schon heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels.

Am Waldrand, in der Stadt und im Garten

Den Feld-Ahorn erkennt man zunächst daran, dass er relativ klein und „knorrig“ bleibt. Er wächst meist mehrstämmig oder gar strauchförmig auf. Da er sommerwarme Standorte bevorzugt, ist er im Wald selten zu finden, eher am Waldrand oder in Hecken in der Landschaft. Er bildet ein Herzwurzelsystem bis etwa ein Meter Tiefe. Als Höchstalter erreicht der Feld-Ahorn immerhin 200 Jahre. Optisch auffällig sind Korkleisten, die die Rinde manchmal an Zweigen bildet. Die kleinen Blätter sind langgestielt und schön gelappt, wobei die meist fünf Lappen abgerundet sind. Ein besonderes Highlight ist ihre goldgelbe Herbstfärbung. Die Früchte bilden die ahorntypischen Doppel-Flügelnüsschen.

Als Stadt-und Straßenbaum macht der Feld-Ahorn gerade Karriere. Er bleibt mit 15 bis 20 Metern Höhe relativ klein, eignet sich daher auch für enge Straßen und Gärten. Vor allem aber zeichnet ihn seine Robustheit aus: Er ist salz-, immissions- und ozontolerant. Zudem verträgt er Bodenverdichtung, Hitze, intensive Sonnenstrahlung und hat eine hohe Trockenheits- und auch Überflutungstoleranz (vier bis sechs Wochen). All diese Eigenschaften machen den Feld-Ahorn zu einem interessanten Kandidaten für die Pflanzung an städtischen Problemstandorten. Aber auch im Garten ist der Baum eine dankbare Pflanze – sei es als Gehölzhecke oder als Solitär. Der kleinblättrige Feld-Ahorn ist gut schnittverträglich und lässt sich daher leicht zu Formgehölzen schneiden.

Weitere Informationen: baum-des-jahres.de

Ergebnisse der Städte-Umfrage 2014 zur Förderung der Bauwerksbegrünung

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) haben Anfang des Jahres eine Umfrage bei allen deutschen Städten ab 10.000 Einwohner (das sind 1.488 Städte) durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, Informationen über direkte und indirekte Förderungen von Dach- und Fassadenbegrünungen und einen Eindruck zur Entwicklung des Förderwesens in Deutschland zu gewinnen. Vergleichbare Umfragen wurden schon in den Jahren 2003/04, 2010 und 2012 durchgeführt.

Die aktuelle Umfrage wurde vom Deutschen Städtetage ausdrücklich befürwortet und so konnte mit 510 Antworten eine starke Rücklaufquote von etwa 34 Prozent verzeichnet werden. FBB-Präsident Dr. Gunter Mann zeigte sich sehr erfreut, auch wenn die Beteiligungen in 2010 und 2012 mit 38 bzw. 39% etwas höher waren: „Es ist toll, dass so viele Städte geantwortet und sich engagiert haben – vielen Dank an alle!“

Die Studienergebnisse hätten zum Teil bestimmte Erwartungshaltungen bestätigt und könnten aus Sicht der Bauwerksbegrüner im Großen und Ganzen als positiv angesehen werden, heißt es in einer Pressemeldung. Schön zu beobachten seien verschiedene Entwicklungen von 2004 zu 2014.

Alle im Folgenden angeführten Zahlen beziehen sich auf die erfassten Rückläufe der Umfrage 2014 und im Vergleich zu den Umfrageergebnissen aus den genannten Vorjahren.

Für die Dachbegrünung können laut Studie folgende Zahlen festgehalten werden:

  • Die Zahl der Städte, die derzeit begrĂĽnte Dächer mit direkten ZuschĂĽssen fördern liegt bei 31 (6 %). Das sind etwa die gleichen Zahlen wie in 2010 und 2012. In 2003/04 waren es mit 70 doppelt so viele Städte (18 %). Hier spiegelt sich erwartungsgemäß die angespannte Haushaltslage der Städte wieder.
  • Dagegen zeigen andere Zahlen positive Tendenzen: 79 Prozent der Städte die geantwortet haben (404 Städte) haben eine Gesplittete Abwassersatzung schon umgesetzt oder sind gerade dabei. Und von diesen Städten sind es etwa 67 Prozent, die DachbegrĂĽnungen dabei berĂĽcksichtigen und Nachlässe von bis zu 100 Prozent gewähren. Vor zwei Jahren waren ähnliche Zahlen zu verzeichnen, in den Jahren zuvor waren es deutlich weniger Städte, die eine Gesplittete Abwassersatzung umgesetzt bzw. angedacht hatten: in 2010 waren es 377 Städte (65 %) und in 2003/04 waren es 201 Städte (51 %)
  • Der relative Anteil an Städten, die begrĂĽnte Dächer in Ihren Bebauungsplänen (B-Plan) festschreiben ist ĂĽber die Jahre (2014, 2012, 2010, 2003/04) relativ konstant geblieben: 39 Prozent (2014), 37 Prozent (2012), 34 Prozent (2010). Positiv interpretiert kann das so gedeutet werden, dass sich die DachbegrĂĽnung als bewährte MaĂźnahme etabliert hat.
  • Beim Ă–ko-Konto mit DachbegrĂĽnung gibt es laut Umfrage seit Jahren keine groĂźe Veränderung: Elf Prozent in 2014 und 2012 und neun Prozent in 2010 haben das GrĂĽndach in ihrem Ă–ko-Konto aufgefĂĽhrt und mit einem bestimmten Geldwert hinterlegt. Das Thema scheint noch nicht angekommen zu sein.

Bei der Auswertung der Rückläufe zur Fassadenbegrünung lagen nur Vergleichszahlen zu den Umfragen 2012 und 2010 vor:

  • Mit 25 Städte (5 %) in 2014, 30 Städte (5 %) in 2012 und 32 Städten (6 %) in 2010 bleibt die direkte Bezuschussung der FassadenbegrĂĽnung auf konstantem (zu niedrigem) Niveau.
  • Ă„hnlich stabil sind die Zahlen fĂĽr die Festsetzung von FassadenbegrĂĽnungen in Bebauungsplänen: 172 Städte (= 34 %) machen das in 2014; in 2012 und 2010 waren es 33 Prozent und 32 Prozent.

Dr. Mann zieht ein positives Fazit aus den Umfrageergebnissen: „Wir sind froh, dass sich sowohl die Dach- als auch die Fassadenbegrünung immer mehr in Bebauungsplänen festgelegt sind und eine große Anzahl an Städten mit gesplitteter Abwassergebühr begrünte Dächer gebührenmindernd berücksichtigen. Die meisten Städte haben die vielen positiven Wirkungen der Bauwerksbegrünung erkannt.“ Nicht unerwartet, dennoch etwas enttäuscht, sieht er die geringe Bereitschaft der Städte, (privaten) Bauherren einen Zuschuss bei der Dach- und Fassadenbegrünung zu gewähren. „Es müssen keine großen Summen sein, die als Zuschüsse in Aussicht gestellt werden. Doch allein die Tatsache, dass die eigene Stadt den Nutzen von Bauwerksbegrünungen für die Allgemeinheit erkennt und fördert, überzeugt den Bürger im eigenen Handeln und er sieht sein Anliegen bestätigt. Die (geringe) Investition bei der Förderung beispielsweise von Dachbegrünung gleicht sich schnell aus, wenn Kanäle entlastet und nicht saniert bzw. keine neues Regenüberlaufbecken gebaut werden müssen.“ Zudem biete eine „grüne“ Stadt ein ganz anderes Lebens- und Wohngefühl und trage mit begrünten Bauwerken zur Kleinklimaverbesserung, Energieeinsparung, Staubbindung und Lärmminderung bei.

Weitere Informationen: fbb.de

Forschungsprojekt: Grünes Zimmer – Klimakomfortzone für die Stadt

Die Wände dieses Zimmers bestehen aus gestapelten, mit Substrat gefüllten Gitterkörben und baubotanischen Elementen. Rund 7.000 Pflanzen und insgesamt 30 Pflanzenarten wachsen darin. Platanen bilden ein Dach. So ist in diesem Jahr mitten in Ludwigsburg eine grüne Insel mit 140 Quadratmetern Vegetationsfläche entstanden, die an heißen Tagen für Schatten und Abkühlung sorgen soll.

Das Ende April eingeweihte Grüne Zimmer auf dem Rathaushof ist ein gemeinsames Projekt des Verbands Region Stuttgart, der Universität Stuttgart (Institut für Landschaftsplanung und Ökologie), dem Unternehmen Helix Pflanzen GmbH (Kornwestheim) und der Stadt Ludwigsburg. Es ist Bestandteil des EU-Forschungsprojekts „TURAS – nachhaltige Städte und Regionen“. Dabei geht es um die Frage, wie Städte und Regionen mit Blick auf den Klimawandel zukunftsfähig gemacht werden können. Insbesondere in dicht bebauten Innenstädten und auf stark versiegelten Flächen ermöglicht der Einsatz vertikaler Begrünungselemente, wie zum Beispiel Baumwänden, Fassadenbegrünung oder Dachbegrünung, eine Maximierung der Grünfläche.

Das Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Universität Stuttgart und die Helix Pflanzen GmbH sorgen die Begleitforschung, sie messen dazu die mikroklimatische Wirkung, die Aufenthaltsqualität und die Vegetationsentwicklung im Grünen Zimmer und im unmittelbaren Umfeld. Die Erfahrungen, die dabei gesammelt werden, fließen in die gemeinsame Forschung mit anderen europäischen Partnern in TURAS-Projekte ein und werden im Anschluss vom Verband Region Stuttgart aufbereitet an die Kommunen in der Region weitergegeben.

Der Klimaatlas des Verbands Region Stuttgart zeigt in seiner Prognose, dass sich beispielsweise in der Region Stuttgart die Tage mit erhöhter Wärmebelastung bis ins Jahr 2100 verdoppeln werden. Unter der Hitze werden 45 Prozent mehr Menschen leiden als heute. Vor allem die dicht bebauten und schlechter durchlüfteten Innenstädte werden sich dann noch mehr aufheizen. Es geht darum, sogenannte Hitzespots zu verbannen, die den Bürgern an heißen Tagen den Aufenthalt in der Stadt verleiden. Mit Ansätzen der Stadt- und Landschaftsplanung soll es gelingen, einzelne Bereiche in „Klimakomfortzonen“ zu verwandeln. Dort wird der Aufenthalt selbst an heißen und stickigen Tagen erträglich und gut auszuhalten sein.

Die Projektkosten des Grünen Zimmers betragen 230.000 Euro. Dieses Budget enthält die Baukosten und alle Kosten für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts, Auswertung der Daten und Abstimmung der Ergebnisse sowie Entwicklung zukünftiger Maßnahmen auf EU-Ebene. Für dieses Gesamtbudget kommen 135.000 Euro aus EU-Fördermitteln. Die Stadt Ludwigsburg steuert 50.000 Euro bei, Helix Pflanzen GmbH 45.000 Euro.

Am 11. Juli 2014 konnten sich interessierte Bürger nun umfassend über das Projekt Grünes Zimmer in Ludwigsburg informieren. Im Rahmen der Nachhaltigkeitstage des Landes Baden Württemberg beantworteten Mitarbeiter der Universität Stuttgart und der Firma Helix Pflanzen ihre Fragen und ließen sich bei klimatischen Messungen und Pflegemaßnahmen über die Schulter schauen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion „Das Klima ändert sich – was tun wir in Ludwigsburg“ diskutierten Fachleute Möglichkeiten und Strategien für ein gesundes Stadtklima. Mit dabei waren u.a. Silvia Weidenbacher (Referentin für Landschaftsplanung beim Verband Region Stuttgart), Nicole Preussner (Abteilungsleiterin Grünflächen und Ökologie der Stadt Ludwigsburg), Johann Senner (Gründer des Landschaftsarchitekturbüros Planstatt Senner), Ferdinand Ludwig (Architekt mit Schwerpunkt baubotanische Konzepte) und Nicole Baumüller (Stadtplanerin mit dem Schwerpunkt Stadtklima).

Weitere Informationen: turas-cities.org