Größte Dachfarm der Welt entsteht in Berlin

Mitten im Berliner Industriegebiet soll schon bald Bio-Gemüse angebaut und eine ökologische Fischzucht aufgezogen werden. Auf einer ehemaligen Malzfabrik planen drei junge Unternehmer die größte Dachfarm der Welt. Insgesamt 7.000 Quadratmeter Fläche stehen für den Anbau bereit. Ab 2013 soll unter einem Glasdach tonnenweise essbares Grünzeug wie z.B. Tomaten, Salat oder Kohlrabi gedeihen. In dem Gebäude darunter werden sich in 22 ehemaligen Malzkesseln Talapia-Barsche tummeln.

Die jungen Unternehmer sind Teil einer wachsenden Bewegung: Stadtbauern oder auch Urban Farmers genannt. Weltweit beackern ihre Anhänger Stadtflächen. Einer Umfrage des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge achten 65 Prozent der Deutschen beim Einkauf von Lebensmitteln meistens oder immer darauf, dass die Produkte aus regionalem Anbau stammen. Doch der Wunsch nach heimischen Produkten kollidiert immer öfter mit einem anderen: dem Wunsch, urban leben zu wollen. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wird 2050 zwei Dritteln der Menschheit in Städten leben – heute ist es bereits die Hälfte. Da wäre es unsinnig, Gemüse weiterhin nur auf dem Land anzubauen und es endlose Strecken zum Verbraucher in die Metropolen zu karren.

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