3 Fragen an: Lothar Schatz (Hummibeeren)

Die GĂ€rtnerei Hummel wurde 1947 von GĂ€rtnermeister Reinhold Hummel in Stuttgart Weilimdorf gegrĂŒndet. Mit aromatischen Erdbeeren speziell fĂŒr den Privatgarten machte sich das Unternehmen und die Marke Hummi deutschlandweit bekannt. Lothar Schatz ist Hauptgesellschafter von Hummel und hat das Unternehmen nun in eine Partnerschaft mit Helix Pflanzen gefĂŒhrt.

Herr Schatz, warum sind Sie nach fast 70 Jahren eigenstĂ€ndiger Firmengeschichte ĂŒberhaupt eine Partnerschaft mit einem anderem Unternehmen eingegangen?
Schatz: Wir waren an einem Punkt, an dem wir uns fragen mussten: Wer sind wir? Eigentlich eine einfache Frage, man stellt sie sich leider nie. Unsere StĂ€rken kannten wir: Wir sind innovativ, setzen bereits seit den 1970-er Jahren auf die In-vitro-Vermehrung in unserem firmeneigenen Labor, wir haben eigene Produkte, eine bekannte Marke und sind schuldenfrei. Doch ein ‚Weiter so!‘ war trotzdem ausgeschlossen. Denn unsere Schwachpunkte lagen in der technisch veralteten GewĂ€chshausanlage, die langfristig nicht konkurrenzfĂ€hig war. FĂŒr notwendige Investitionen fehlten die Mittel und so waren natĂŒrlich auch neue AbsatzkanĂ€le nur schwer zu erschließen. Also konzentrierten wir uns auf unsere StĂ€rken und suchten einen Partner fĂŒr Produktion und Vertrieb.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Helix Pflanzen?
Schatz: Wir wĂŒnschten uns ein Unternehmen mit starker QualitĂ€tsphilosophie, das einen möglichst hohen Technisierungsgrad in der Produktion und eine bundesweite Logistik mitbringt. Schließlich fanden wir diesen Partner im wenige Kilometer entfernten Rain am Lech. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Helix Pflanzen, Hans MĂŒller, und ich kennen uns schon lange. Die Basis unserer GesprĂ€che war von Anfang an das gegenseitige Vertrauen. Es durfte keinen Gewinner und keinen Verlierer geben. Am Ende sollten zwei Partner stehen, die sich optimal ergĂ€nzen.

Wie sieht Ihre Partnerschaft konkret aus?
Schatz: Wir einigten uns darauf, dass Hummel ein eigenstĂ€ndiges Unternehmen bleibt und sich auf die ZĂŒchtung und Sortimentsentwicklung konzentriert. Helix kultiviert unsere Hummi-Jungpflanzen in ihrem modernen Betrieb und vermarktet sie als Teil der QualitĂ€tsmarken von Helix Pflanzen. Außerdem ĂŒbernimmt Helix alle unsere Vetriebsmitarbeiter. Das freut mich besonders, denn der Erhalt von ArbeitsplĂ€tzen war eines unserer obersten Ziele. Außerdem ist dadurch KontinuitĂ€t fĂŒr unsere Kunden sichergestellt. FĂŒr uns ist es ein großer Vorteil, mit Helix einen starken und innovativen Partner gefunden zu haben, der als namhafter Anbieter fĂŒr Gartencenter, Landschaftsarchitekten, Garten- und Landschaftsbaubetriebe ĂŒber ein großes Netzwerk verfĂŒgt.

Weitere Informationen: hummibeeren.de und helix-pflanzen.de

Fluwel: Neuer Blumenzwiebel-Onlineshop

Blumenzwiebeln in großen Mengen können ambitionierte GĂ€rtner jetzt auf fluwel-professional.de direkt in den Niederlanden bestellen. „Unser neuer Onlineshop richtet sich in erster Linie an LandschaftsgĂ€rtner und Gartengestalter, steht aber auch HobbygĂ€rtnern offen“, erklĂ€rt Carlos van der Veek, GrĂŒnder von Fluwel. „Wir bieten hochwertige Blumenzwiebeln zu Großhandelspreisen – je mehr unsere Kunden von einer Sorte oder Mischung bestellen, umso niedriger ist der StĂŒckpreis.“

Bestellen kann man schon im Sommer und das ist durchaus empfehlenswert. Denn jetzt steht noch das volle Sortiment zur Auswahl. Versendet wird die Ware sicher verpackt und erreicht seinen Bestimmungsort genau zur Pflanzzeit im Herbst. „Die Zwiebeln werden bei uns bis zur Lieferung optimal gelagert“, so van der Veek. „Zudem sind die Transportwege kurz: Ihre Bestellung wird von unserem Betrieb in Nordholland direkt zu Ihnen nach Hause geliefert.“

Die Mindestbestellmenge ist unterschiedlich. Manche Blumenzwiebeln sind bereits im Zehnerpack erhĂ€ltlich, bei anderen sind 50 die kleinste Anzahl, die Kunden auswĂ€hlen können. Dies sind durchaus Mengen, die auch fĂŒr Privatkunden interessant sind. Damit ein dichtes BlĂŒtenmeer entsteht, empfiehlt van der Veek beispielsweise, 60 Tulpen pro Quadratmeter zu pflanzen. Bei kleineren BlĂŒten ist die Anzahl noch höher. „Bei diesen Angaben gehe ich allerdings von sehr großen Blumenzwiebeln aus – wie wir sie in unserem Onlineshop anbieten.“

Weitere Informationen: fluwel-professional.de

Garten SchlĂŒter: Sieger bei der Stiftung Warentest

Der Onlineversand von Pflanzen nimmt immer weiter zu. Doch wie gut ist die Paketware eigentlich? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest in ihrer Ausgabe 4/2015 nachgegangen. Sie ĂŒberprĂŒfte acht Pflanzen­versender mit breiter Produktpalette – darunter Bakker, GĂ€rtner Pötschke, Otto, Pflanzmich und SchlĂŒter – sowie zum Vergleich Gartencenter der Baumarkt­ketten Bauhaus, Hornbach und Obi. Im Fokus standen die QualitĂ€t der Zier- und Nutzpflanzen, die VerfĂŒgbarkeit gewĂŒnschter Sorten und die ZweckmĂ€ĂŸigkeit der Verpackung.

DafĂŒr kauften Test­kunden im vergangenen FrĂŒh­jahr insgesamt rund 2.500 Pflanzen. Die Auswahl reichte von Dahlien ĂŒber Rosen bis zu Johannis­beerstrĂ€uchern. Gartenbauexperten hegten und pflegten die GewĂ€chse und beob­achteten ihre Entwicklung. Das Ergebnis war durch­wachsen, so die Stiftung Warentest. Denn die QualitĂ€t der Ware ließ mitunter zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Doch bei optimaler Pflege blĂŒhten viele PflĂ€nz­chen auf. Allerdings nicht alle und nicht immer in der gewĂŒnschten Farbe. Am Ende lauten die Urteile acht Mal „gut“, zwei Mal „befriedigend“ und einmal „ausreichend“.

Auf den ersten Platz mit der Note 1,8 schaffte es Garten SchlĂŒter. Das Unternehmen ĂŒberzeugte unter anderem durch sein breitgefĂ€chertes Angebot. „Die Zierpflanzen des Testsiegers waren insgesamt sogar von besserer QualitĂ€t als die aus den BaumĂ€rkten”, so die Stiftung Warentest, die es zudem als besonderes Plus honorierte, dass Garten SchlĂŒter einen Teil der Waren selbst kultiviert. „Wir freuen uns sehr ĂŒber das hervorragende Testergebnis“, so GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Lehmann. „SelbstverstĂ€ndlich werden wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen, sondern wollen unsere hohe QualitĂ€t halten und unseren Service noch weiter ausbauen.“

Zwei Emsa Produkte erhalten Plus X Award GĂŒtesiegel

In diesem Jahr erhalten gleich zwei Emsa Produkte das Plus X Award GĂŒtesiegel: der Casa Mesh GelĂ€ndertopf in den Kategorien Innovation, High Quality, Design und FunktionalitĂ€t und der Smart Folienschneider fĂŒr Design und Bedienkomfort. Zudem verleiht die internationale Fachjury beiden Produkten das GĂŒtesiegel „Bestes Produkt des Jahres 2015 / 2016“.

Der Plus X Award ist heute der weltweit grĂ¶ĂŸte Innovationspreis fĂŒr Produkte aus den Bereichen Technologie, Sport und Lifestyle und zeichnet Hersteller fĂŒr den QualitĂ€tsvorsprung ihrer Produkte aus. Die GĂŒtesiegel werden in sieben verschiedenen Kategorien vergeben – Innovation, High Quality, Design, Bedienkomfort, FunktionalitĂ€t, Ergonomie und Ökologie.

Der Casa Mesh GelĂ€ndertopf zeichnet sich durch seine moderne Flechtoptik aus. Außerdem ist er mit der Emsa Langzeit-BewĂ€sserungstechnik ausgestattet. Einfach per Fixierschraube ans GelĂ€nder montiert, sorgt sein extra großes Volumen dafĂŒr, dass Balkonpflanzen gut wachsen können. Er ist in drei Farben erhĂ€ltlich: Granit, Weiß und Mokka.

Der Smart Folienschneider ist eine einfache und kompakte Möglichkeit, Folien zum Frischhalten von Speisen mit exaktem Schnitt abzutrennen. Er ist fĂŒr Alu- und fĂŒr Frischhaltefolie geeignet. Der Schnitt erfolgt oberhalb der FĂŒhrungsschiene, sodass die Folien nach dem Abtrennen am Halter haften und so gut zu entnehmen sind – zerknitterte Folien gehören damit der Vergangenheit an.

Emsa ist Aussteller auf der internationalen Gartenmesse spoga+gafa 2015.

Weitere Informationen: emsa.com sowie plusxaward.de

Bloomy Days: Der Schnittblumen-Versand erobert den Markt

Frische, ungebundene Schnittblumen per Online-Abo zu den Kunden bringen – so lautet das Erfolgsrezept von Bloomy Days. Hinter dem 2012 gegrĂŒndeten Startup steht Franziska von Hardenberg. „Der Ansatz, saisonale und vasenfertige Schnittblumen im Abonnement nach Hause zu liefern, die dabei mindestens drei Tage frischer als Blumen aus dem Laden um die Ecke sind, war völlig neu“, erklĂ€rt die damals 27-JĂ€hrige ihr Konzept. Zwar gab es zu diesem Zeitpunkt Services, die das Zustellen von gebundenen StrĂ€ußen in der Ferne ermöglichen, doch der Lieferant ist dabei immer der Laden vor Ort. „Die EinzelhĂ€ndler erhalten ihre Ware einmal wöchentlich und können weder in Auswahl noch in QualitĂ€t große SprĂŒnge machen, da sie nur einige dutzend StrĂ€uße verkaufen“, so von Hardenberg.

Daher entschloss sich die ehemalige Rocket-Internet-Mitarbeiterin, ihr E-Commerce-Wissen mit ihrer Liebe zu Blumen zu kombinieren und entwickelte die GeschĂ€ftsidee von Bloomy Days. Schnell ĂŒberzeugte sie damit Investoren. So sammelte die junge Marke ĂŒber ein Crowdfunding-Portal in nur 93 Minuten 100.000 Euro. In den ersten drei Jahren verbuchte das Unternehmen mit Sitz in Berlin ein 2.000-prozentiges Wachstum und versendete 2,5 Mio. Schnittblumen.

Der Kunde kann zwischen individuellen Abo-Optionen und saisonalen Geschenkideen wĂ€hlen. Allein zum Muttertag 2015 verdreifachten sich die Bestellungen im Vergleich zum Valentinstag 2015 – mehr als 3.000 Bouquets wurden zu diesem Anlass verschickt. Jeder vasenfertigen Blumen-Sendung liegen Karten mit Fakten zu Pflege, Handhabung und Besonderheiten der jeweiligen Sorte bei. Einmal pro Woche sucht Franziska von Hardenberg zudem die „Bloomen der Woche“ aus. Die Kunden bekommen ein von ihr persönlich zusammengestelltes Bouquet.

80 Prozent der Kunden lassen sich bei der Lieferung ĂŒberraschen. Die restlichen 20 Prozent legen die gewĂŒnschte StiellĂ€nge fest oder klicken sich zwei Tage vor Lieferung online durch die Auswahl auf bloomydays.com und entscheiden sich fĂŒr das gewĂŒnschte Bouquet. Die Blumen werden dabei auf den Auktionen in Holland gekauft und ohne ZwischenhĂ€ndler direkt nach Berlin transportiert, wo sie geputzt und vasenfertig zusammengestellt werden. In speziellen Kartonagen werden sie noch am selben Tag innerhalb Deutschlands und Österreichs versendet und sind am nĂ€chsten Tag beim Kunden.

Inzwischen beschĂ€ftigt Franziska von Hardenberg 35 Mitarbeiter, mit denen sie das TagesgeschĂ€ft steuert. Seit 2014 gibt es mit Christian Kieb einen zweiten GeschĂ€ftsfĂŒhrer. Aufgrund des großen Erfolgs sind die Tage vorbei, in denen sie selbst jedes Bouquet zusammenstellte. Heute passiert dies in einem 500 qm großen Lager, in dem fĂŒnf Mal in der Woche ihr bis zu 100 Personen starkes Team die Blumen verpackt.

Damit die Erfolgsstory weitergeht, sammelte die GrĂŒnderin im FrĂŒhjahr 2015 weitere 2,2 Mio. Euro Investorengelder ein. „Wir sind stolz, weitere großartige Partner gewonnen zu haben, die an unseren Erfolg glauben und gemeinsam mit uns neue MĂ€rkte erobern wollen. Aktuell im Blick hat sie dabei die Schweiz sowie weitere NachbarlĂ€nder. „In absehbarer Zeit wollen wir zu den grĂ¶ĂŸten Blumenversendern weltweit zĂ€hlen.“