GfK: Europäer geben mehr für Gartengeräte und -chemie aus

Umsatzplus für die Hersteller von Gartengeräten und -chemie: Im ersten Halbjahr 2014 verzeichnete der Markt in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien ein Wachstum von 16,5 Prozent. Das gab jetzt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt. Demnach betrug das gesamte Umsatzvolumen 3,4 Mrd. Euro. Besonders beliebt sind dabei Mähroboter und Akkugeräte.

Die größten Zuwächse mit rund 20 Prozent erzielten Deutschland und Großbritannien. Hierzulande lag der Umsatz bei ca. 1,3 Mrd. Euro, in der UK bei 695 Mio. Euro. In den Niederlanden legte der Umsatz dagegen am geringsten zu. Er erhöhte sich um 6,1 Prozent auf 90 Mio. Euro. Das Mittelfeld bilden die Franzosen (+12,8 % auf 1,26 Mrd. Euro) und die Belgier (+15,5 % auf 103 Mio. Euro).

In den einzelnen Produktgruppen stieg der Umsatz vor allem im Bereich Gartenbewässerung und -reinigung (zum Beispiel Gartenpumpen oder Hochdruckreiniger). Im ersten Halbjahr 2014 lag das Wachstum in den untersuchten Ländern bei 19,7 Prozent. Insgesamt wurden in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien 479 Mio. Euro mit diesen Produkten umgesetzt. Der Bereich motorisierte Gartengeräte, dazu zählen beispielsweise Laubsauger, Kettensägen und Rasenmäher, verzeichnete mit 17,8 Prozent das zweithöchste Wachstum und erzielte einen Gesamtumsatz von 1,38 Mrd. Euro. Verbraucher setzten auch im ersten Halbjahr 2014 verstärkt auf den Einsatz von Gartenchemie. Dieses Segment wuchs um 15 Prozent, was einem Umsatzvolumen von 1,36 Mrd. Euro entspricht. Handgartengeräte wie Spaten, Rechen und Scheren generierten im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 221 Mio. Euro. Das Wachstum lag bei 10,8 Prozent.

Die Daten werden von GfK kontinuierlich in Stichproben der unterschiedlichen Absatzkanäle erfasst und hochgerechnet. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein. Über die Warengruppen aller Sektoren hinweg ergibt sich somit ein Bild über die Entwicklung des Marktes für verschiedene Gebrauchs- und Verbrauchsgüter. Im Bereich Garten erfasst GfK Handelsumsätze u.a. in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien.

 

Österreich: IG Pflanzenschutz begrüßt Änderungen im Haus- und Gartenbereich

Seit dem 1. Januar 2014 gelten neue Regeln im Verkauf von Pflanzenschutzmitteln für den Haus- und Gartenbereich in Österreich. Nun dürfen Pflanzenschutzmittel für Hobby-Gärtner nicht mehr in Selbstbedienung und im Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden. Die Industriegruppe Pflanzenschutz – ein Zusammenschluss der 16 wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich – begrüßt die neue Regelung, da durch eine angemessene Beratung der bewusste Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beim Konsumenten weiter verbessert wird. Ab 2015 muss zudem das Verkaufspersonal einen sogenannten Sachkundenachweis erbringen. Somit soll sichergestellt werden, dass Kunden über Verwendung, Risiken, Lagerung und Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln aktuell und qualifiziert informiert werden.

„Mehr Beratung in den Verkaufsstellen führt zu einem sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Deshalb begrüßen wir diese neue Regelung“, so Christian Stockmar, Obmann der IG Pflanzenschutz. Beim Kauf von Pflanzenschutzmitteln könne nur durch eine angemessene Beratung auf die jeweiligen Bedürfnisse und auf die richtige Anwendung eingegangen werden. Die Anwendungsbestimmungen von Pflanzenschutzmitteln sind so ausgelegt, dass das gewünschte Ergebnis erzielt und die Umwelt bestmöglich geschont wird. Das Verbot der Abgabe in Selbstbedienung sowie des Verkaufs im Lebensmitteleinzelhandel wird zudem zu einer Stärkung des Fachhandels führen, der durch qualitativ hochwertige Beratung beim Konsumenten punkten kann.

In der Praxis werden Pflanzenschutzmittel ab Januar 2014 nur in Regalen mit Glasscheiben bzw. in Gitterboxen oder auch in verschließbaren Containern im Fachhandel präsentiert. Der Kunde muss sich an einen Berater wenden, um ein Produkt zu kaufen. Die Pflanzenschutzmittelindustrie hat sich in den vergangenen Monaten auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt. „Das war natürlich mit einem hohen finanziellen Aufwand für uns und den Fachhandel verbunden“, erklärt Stockmar. „Wenn das am Ende dem Käufer hilft, das richtige Mittel zu finden und richtig einzusetzen, kann das nur in unserem Sinn sein.“

Weitere Informationen: pflanzenschutz.fcio.at

 

Neu: Compo Bio Schneckenkorn

Das neue Compo Bio Schneckenkorn soll gleichermaßen Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter, aber auch Zierpflanzen, mit einem Wirkstoff natürlichen Ursprungs vor Schneckenbefall schützen. Das verspricht der Hersteller und versichert, dass die der Schneckenköder mit besonders guter Lockwirkung regen-, schimmel- und witterungsfest sei, so dass er lange Zeit wirken könne.

Das Granulat wird zwischen die gefährdeten Pflanzen gestreut. Es kann Kulturen im Freiland, im Gewächshaus sowie im Topfgarten auf Balkon und Terrasse zugegeben werden. Nacktschnecken erliegen nach Angaben von Compo ohne auszuschleimen schnell der Wirkung des Mittels, Bienen und andere Nützlinge würden hingegen nicht gefährdet. Ein weiterer Vorteil sein, dass das Mittel auch noch kurz vor der Ernte angewendet werden könne, was besonders bei Gemüsekulturen und frischen Kräutern von großer Bedeutung sei.

Mit Compo Bio Schneckenkorn will Compo seine Kompetenz im Segment Bio-Produkte konsequent ausbauen und orientiert sich dabei an zunehmendem Verbraucherinteresse an naturnahem Gärtnern. Das Produkt wurde bereits auf der diesjährigen Gartenmesse spoga+gafa vorgestellt.

Weitere Informationen: compo-hobby.de

 

Neuer Trend: Insektenhotels locken Nützlinge in den Garten

Immer mehr Gartenbesitzern wird es bewusst, dass es nicht nur wichtig ist, sich um die eigenen Pflanzen zu kümmern und Futter für die Vögel auszulegen, sondern dass auch Insekten einen wichtigen Beitrag für das ökologische Gleichgewicht leisten. Aus dieser Erkenntnis ist ein neuer Gartentrend entstanden: Sogenannte Insektenhotels werden immer beliebter.

Diese kleinen Holzkästen werden draußen an der Hauswand, am Balkon oder an einer anderen geeigneten Stelle im Garten aufgehängt und locken dann ganz gezielt kleine Nützlinge an. Es gibt mehrere „Zimmer“ die so eingerichtet sind, dass sie die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Insektenarten erfüllen. Für Marienkäfer gibt es beispielsweise Tannenzapfen, für Holzkäfer Sägespäne, Wildbienen fühlen sich in hohlen Holzstäben wohl. In den Hotels suchen die Tiere Schutz vor der Kälte, sie können sich fortpflanzen und dort nisten. Das hat viele Vorteile für den Garten: Die Insekten helfen beim Bestäuben der Pflanzen, beim Auflockern des Bodens und bei der Schädlingsbekämpfung. Marienkäfer vertilgen zum Beispiel unzählige Blattläuse.

In Deutschland gibt es bereits einige Hersteller von Insektenhotels, und da die Nachfrage immer weiter steigt, spezialisieren sich inzwischen auch Unternehmen auf diese kleinen Häuschen, wie zum Beispiel Luxusinsektenhotels. Dort gibt es unterschiedlich gestaltete Modelle zur Auswahl, die Hotels sind im Stile eines Landhauses, oder auch als Luxuspalast gestaltet. Für Bastler können die Hotels auch als Bausatz geliefert werden.

Weitere Informationen: luxus-insektenhotel.de

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