Nachhaltige Konzepte und mehr für das Marketing am POS

Wie kann ein nachhaltiger Ladenbau erreicht werden und welche Events am Point-of-Sale lassen sich erfolgreich zur Kundenbindung nutzen? Das sind nur zwei der Themen, die auf dem Boulevard of ideas der Gartenmesse spoga+gafa 2012 behandelt werden. Praxisnah und interaktiv werden Konzepte für das Handelsmarketing präsentiert, die nicht nur bleibenden Eindruck beim Verbraucher hinterlassen, sondern insbesondere auch das Thema Ressourcenschonung berücksichtigen.

Insgesamt werden auf fünf Flächen entlang des Messeboulevards und zwei weiteren auf der Piazza aktuelle Vermarktungstrends inszeniert. Die Flächen bieten dabei einen Mix aus Information, Präsentation und aktivem Erlebnis – sowohl für den Facheinzelhandel als auch für Großflächenvermarkter. Auch der Trend zum digitalen Marketing via Apps und Newsletter findet Berücksichtigung – inklusive Tipps von Programmierern für die Entwicklung eigener Online-Anwendungen. Zum echten Einkaufserlebnis wird darüber hinaus das Thema „Zukunft im Handel“: Beim Bummel durch einen Laden im Kleinformat können die Besucher moderne Tools wie z.B. Einkaufslisten auf dem Smartphone, intelligente Einkaufswagen, Displays mit Kaufempfehlungen oder auch digitale Wegeleitsysteme testen.

Das Konzept für den Boulevard of ideas 2012 stammt von der Agentur MOOD! Communications.

Anders verkaufen im Jahr 2012

Das digitale Zeitalter macht vor der Ladentür nicht halt – nutzen Sie das, fordert der TASPO Gartenmarkt in seiner aktuellen Ausgabe auf.

„Wir alle haben schon im Internet nach Angeboten gesucht, das ist kein Geheimnis. Aber haben Sie sich schon gemeinsam mit einem Kunden übers Laptop gebeugt? – Es wird höchste Zeit!“ Das digitale Zeitalter macht vor der Ladentür nicht halt, heißt es dort. Computer, Smartphones, Tablet-PCs – Internet ist rund um die Uhr und überall und liefert jede Information mit einem Finger-Tipp. „Das hat enorme Auswirkungen auf unser Informations- und Kaufverhalten. Fachhandel und Verkäufer müssen schleunigst im Internet-Zeitalter ankommen“.

Mehr dazu im TASPO Gartenmarkt 15/2012.

3 Fragen an: Anne Effelsberg

Die Unternehmensberaterin und Marketingreferentin Anne Effelsberg hat sich auf die „grüne Branche“ spezialisiert. Sie berät vor allem Fachgartencenter und Baumärkte zum Thema Produktpräsentation. Viele der Betriebe begleitet sie über einen längeren Zeitraum: Ihr Angebot reicht von einer ersten Ist-Analyse über das Erstellen eines Konzepts bis zur Veränderung der Flächen und Schulungen der Mitarbeiter. Als zertifizierte Bildungsmanagerin informiert sie außerdem, welche Fördermittel ein Unternehmen unter Umständen in Anspruch nehmen kann.

Frau Effelsberg, gibt es feste Regeln, wie Warenwelten in einem Fachgartencenter inszeniert werden sollten?
Effelsberg: Die wichtigste Regel lautet: Konsequent sein! Wenn sich das Fachgartencenter an Baumärkten mit deren strikter Sortimentsgliederung orientiert, stehen der Preis, die Übersichtlichkeit und eine blockartige Produktpräsentation im Mittelpunkt der Warenwelt. Das ist jetzt gerade modern in vielen Betrieben. Eine andere Strategie kann es aber auch sein, den emotionalen Wert der Pflanzen und der Gärten bei der Produktpräsentation besonders herauszuarbeiten. So können sich Fachgartencenter deutlich von Baumärkten mit der Massen- und Preisorientierung abgrenzen. Man tritt dann eher als Experte für das schönere Wohnen mit Grün auf.

Und was raten Sie Baumärkten?
Effelsberg: Für Baumärkte läge eine gute Chance darin, auch im Gartenbereich kleine Emotionsbilder zu initiieren. Bei ihren Produkten zum Thema Wohnen passiert dies bereits häufig. Da werden in „Schaukästen“ beispielsweise Tapeten und passende Ergänzungsprodukte zu einer Stilgruppe zusammengestellt. Vergleichbares wäre auch im Gartenbereich möglich und für den Kunden hochattraktiv.

Wenn Sie die Gesamtentwicklung der letzten Jahre einschätzen, worauf muss man in der Branche Ihrer Meinung nach noch mehr achten?
Effelsberg: Andere Branchen investieren viel in die Emotionalisierung ihrer Produkte und darin, die Verkaufsatmosphäre den derzeitigen Konsumbedürfnissen anzupassen. Lebendige Pflanzen sind eigentlich von Natur aus ein sehr emotionales Produkt. In Fachgartencentern und Baumärkten gilt es diesen wichtigen Wert deutlich zu erkennen und bei den Präsentationsstrategien richtig zu nutzen.

Weitere Informationen: agentur-grüneswachstum.de

 

PR als Erfolgsmittel für den Handel

Gut zu sein reicht nicht – man muss auch intensiv darüber reden. Auf diese Kurzformel kann das Ergebnis der jüngsten Handelsbefragung des Kölner EHI Retail Institute gebracht werden: 95 Prozent der befragten Geschäftsführer und Manager aus dem Handel sehen in Public Relations (PR) ein wichtiges Instrument für den Unternehmenserfolg.

In einer Vergleichsuntersuchung vor zwei Jahren waren lediglich knapp 30 Prozent der Befragten von der Wirksamkeit der PR überzeugt. Bedeutung und Ansehen der professionellen Kommunikation hat somit sehr deutlich zugenommen. Den Grund dafür sehen 88 Prozent der Handelsverantwortlichen in den gesellschaftspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre. In Zeiten verschiedener Krisen erwarten die Verbraucher offene und intensive Kommunikation von Handel und Produzenten. In besonderem Maße gilt das für das nach wie vor hoch aktuelle Thema der Corporate Responsibility (CR) als Teil der Unternehmenskommunikation. Unternehmen, die die Wirkung ihrer Nachhaltigkeitskommunikation gemessen haben, stellen dadurch eine merkliche Imageverbesserung bei externen Zielgruppen (Konsumenten) wie auch den eigenen Mitarbeitern fest.

Unverändert gelten die Printmedien für 93 Prozent der Befragten als wichtigstes Kommunikationsmittel. Dennoch sind die Social Media auf dem Vormarsch und haben in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Sowohl PR-Profis wie auch rund die Hälfte der befragten Handelsmanager sind sich einig, dass Blogs, Facebook, Youtube und Co. ein wichtiges Kommunikationsmedium sind. Die andere Hälfte der Handelsverantwortlichen ist bisher noch nicht von der Relevanz der Social Media überzeugt. Übereinstimmung herrscht bei den Social Media Nutzern aus dem Handel und den PR-Experten darüber, wie in Blogs usw. kommuniziert werden soll. Die überwiegende Mehrheit in beiden Gruppen favorisiert die sachliche Kommunikation und lehnt einen rein persönlichen Kommunikationsstil ab.

Die komplette Studie wird auf dem EHI-PR-Kongress 2012 am 13./14. März in Köln vorgestellt.

Weitere Informationen:
www.ehi.org
www.pr-kongress.de

 

Frauenpower an der Kettensäge

Frauen und Technik – das passt nicht? Ein gängiges Vorurteil. Frauen haben es oft schwer in einer Männerdomäne wie dem Motoristenbetrieb. Um sich gegenüber Kunden und männlichen Kollegen zu behaupten, benötigen sie versiertes Fachwissen und selbstbewusste Verkaufsstrategien.

Dolmar bietet deshalb spezielle Schulungsprogramme für Motoristinnen an. Der Hamburger Motorgeräte-Hersteller macht seine seine Händlerinnen so fit und sicher für die Beratung ihrer Kunden. Den Basislehrgang für Frauen wird von Dolmar im Rahmen seines Schulungsprogramms seit zwei Jahren angeboten. Die Inhalte: Fertigkeiten der Inbetriebnahme, Produktvorführungen, Verkaufsberatung und Reparaturannahme. Auch einen ausschließlich für Frauen ausgelegten intensiven Technik-Lehrgang gibt es beim Motorgeräte-Hersteller.

Weitere Informationen: dolmar.de